Ardbeg Supernova Stellar Release im Test

Als Ardbeg 2008 die Committee-Variante ihrer damals aktuellsten Abfüllung Ardbeg Supernova ankündigte, war die Spannung und die Diskussion in der internationalen Whiskyszene rund um den neuen Islay Malt immens.

Dies lag zum einen daran, dass die auf eine geringe Stückzahl begrenzte Committee-Abfüllung nur der Vorläufer, der im darauf folgenden Jahr überall im Einzelhandel erhältichen Ardbeg Supernova Stellar Release Abfüllung sein sollte. Des Weiteren sollte der Ardbeg Supernova mit 100 ppm torfiger Aromastoffe bei seiner Einführung der torfigste Ardbeg Single Malt überhaupt sein und man vermutete in Foren und Blogkommentaren einen gewissen Konkurrenzkampf um die höchste Torfigkeit zwischen Ardbeg Supernova und der Octomore-Serie von Bruichladdich.

So groß jedoch die Erwartung war, so zwiespältig waren anschließend die Tasting und Nosing-Meinungen. Die einen beschrieben ihn als den gelungensten aller Ardbeg Malts, während andere ihn lediglich als Marketing-Hype deklarierten. (Bild: Finlayswhiskyshop.de)

Degustation des Ardbeg Supernova Stellar Release

Der 2008er bzw. 2009er Ardbeg Supernova wurde vor wenigen Monaten durch die zweite, noch torfigere Version Ardbeg Supernova SN 2010 ersetzt und ist somit nur noch als Restposten verfügbar, welcher nicht mehr nachgeliefert wird. Die Folge ist, dass der “Ur-Supernova” mittlerweile zur Rarität geworden ist und bei Onlineauktionshäusern bereits jetzt teilweise über 300 Prozent seines Einzelhandelpreises erreicht.

Der Ardbeg Supernova Stellar Release hatte eine recht schwache, leicht gelbliche Färbung. Aufgrund der 58,9 %Vol. Alkohol ist beim Nosing der Alkoholcharakter nicht übersehbar. Trotzdem weicht dieser schnell einem angenehmen Torfrauch, der zwar die typischen Islay See- und Salznoten enthält, aber insgesamt nicht so dominant und überragend ist, wie einem bereits auf der Verpackung und in der Werbung versprochen wurde. Sehr empfehlenswert sind beim Ardbeg Supernova 2009 einige Tropfen Wasser, da durch die Reduzierung der Alkoholkonzentration Aromen wie Vanille und Karamell erst deutlich hervorstechen.

Die Wasserzugabe wirkt sich anschließend auch im Mund positiv aus, da hierbei Chili- und Fruchtnoten hervortreten. Insgesamt erscheint der Malt hier jedoch wenig intensiv und relativ unfertig. Im Abgang behält der Supernova eine leichte Süße und die bereits im Torfgeschmack erkennbare medizinische Note. Hierbei verbleibt er am Gaumen angenehm, aber nicht auffallend lange.

Details:

Art: Single Malt Whisky

Alter: 8 Jahre

Jahrgang: 2009

Alkohol: 58,9 %Vol.

Region: Islay/Schottland

Bottler: Ardbeg Distillery/Moët Hennessy

Fazit: 6/10 Punkten

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Folgende Websites verweisen auf diesen Artikel

  1. Ardbeg Supernova die Zweite | Eye for Spirits. - 12. Dezember 2010

    [...] stronger and earthier than ever ist unverkennbar, dass man mit der ersten Supernova Abfüllung von 2008 noch nicht an die Destilleriegrenzen gestoßen ist und diesmal noch einen obendrauf setzen will. [...]

  2. Ardbeg – Vom Schwarzbrannt zum Welterfolg » Destillerie/Hersteller » Ardbeg, Islay, Scotch, Single Malt, Torf, Whisky - 21. April 2011

    [...] Supernova 2009 Stellar Release [...]

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