The Duke Munich Dry Gin im Test

England legte den Grundstein, Amerika, Frankreich und andere Länder wie Schottland mit ihrem Hendrick’s Gin legten nach und Bayern’s Landeshauptstadt lässt sich seit wenigen Jahren auch nicht mehr Lumpen. Die Rede ist von der Ginherstellung, in der sich die zwei Münchener Maximilian Schauerte und Daniel Schönecker mit ihrem The Duke Munich Dry Gin einen Namen machten.

Aus Heimatverbundenheit und Traditionsnähe wählte man als Namensgeber Herzog (engl.: “duke”) Heinrich den Löwen, Gründervater des bayerischen Münchens im Jahre 1158 und gestaltete das Flaschenetikette authentisch mit der bayerischen Landesflagge. The Duke Munich Dry Gin, so erscheint es mir, ist neben weiteren modernen bayerischen Destillaten wie dem Schliersee Slyrs Whisky einer jener Vorreiter, die die Qualität bayerischer Brau- und Destillationskunst international salonfähig machen.

Zur Verkostung dieses Gins wurde mir eine Probeflasche von Peter “Pit” Krause, Chef und Gründer von slowdrink.de, zur Verfügung gestellt.

Degustation des The Duke Munich Dry Gin

Der hier verkostete The Duke Munich Dry Gin fällt bereits durch seine Flaschenform, die an alte Apothekerflaschen erinnert, ins Auge und birgt schon beim Nosing eine auffallende Extravaganz. Die ersten Eindrücke in der Nase zeigten sich mir vor allem durch eine enorme Milde und sehr intensiven Duftnoten. Hierbei geriet der Wacholder deutlich in den Hintergrund und dominant waren Zitrusnoten, wie solche von Mandarine, Orange und Pampelmuse, letzte jedoch nur in Nuancen. Auffallend waren außerdem Holzaromen, die mit Birkenhaarwasser gut zu vergleichen sind. Insgesamt verleihten jene Aromen dem The Duke Munich Dry Gin eine etwas parfümartige Note und einen ausgesprochen individuellen und markanten Charakter.

Im Mund setzten sich für mich die Aromen, die bereits in der Nase deutlich hervortraten, weiter durch. Der Wacholder war wieder nur dezent und ein milder aber deutlicher Zitruscharakter stach hervor. Der Gaumen ist neben dem Nosing einer der besonderen Pluspunkte des The Duke Munich Dry Gin, da dieser durch seinen angenehm milden Abgang und den hierbei auftretenden sahnig-cremigen Nuancen für einen Gin vergleichsweise lange anhält.

Details:

Art: London Dry Gin

Alter: —

Alkohol: 45 %Vol.

Preis: ~ 28,- €

Region: Bayern/Deutschland

Bottler: The Duke Destillerie

Fazit: 9/10 Punkten

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4 Responses to The Duke Munich Dry Gin im Test

  1. miriam 7. September 2010 zu 08:34 #

    das klingt sehr interessant. so bekommt man doch mal ein bisschen mehr einblick. vielen dank

Folgende Websites verweisen auf diesen Artikel

  1. Gin oder Genever? Wacholder und der kleine aber feine Unterschied | Eye for Spirits. - 7. Januar 2011

    [...] Monkey 47 aus dem Schwarzwald verwendet Preiselbeeren, wilden Eibisch und Hockerröschen und The Duke Gin aus München Hopfen und Malz. Geschrieben von Erhard Ruthner   @   5 [...]

  2. Von Genever zu Gin – Die Geschichte des aromatisierten Destillats | Eye for Spirits. - 11. März 2011

    [...] Österreich. Erst im Mai 2010 kam der Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin auf den Markt. Ebenso sind „The Duke Munich Gin“, Sipsmith, Geranium, oder Edinburgh [...]

  3. Was ist ein New Western Dry Gin? » Degustation » New Western Dry, Gin, Aviation, Tanqueray, The Duke, Monkey 47, Hendricks - 21. Juni 2011

    [...] will, sondern ganz gezielt seine eigene Heimat im Titel einbaut. So zeigt beispielsweise The Duke mit ihrem Munich Dry Gin, dass man mit außergewöhnlichen Botanicals wie Hopfen und Malz auch [...]

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