Obwohl Ingwer als auch Fenchel die aromatische Note eines Gins deutlich mitbestimmen können, so unterscheidet beide Pflanzen doch weit mehr als nur ihre geographische Herkunft. Während Fenchel nicht nur Gin, sondern auch andere Alkoholia wie Absinth akzentuiert, so kann der unverhältnismäßige Einsatz von Ingwer das Gin-Aroma nicht nur stören, sondern auch zerstören.
Ingwer und Fenchel sind beides Zutaten, mit denen diverse Gerichte deutscher Küche verfeinert werden. Aber auch in ihren Heimatregionen werden die beiden Pflanzen in Massen gezüchtet, geerntet und verwertet.
Und obwohl die weltweite Produktion beider Zutaten enorm ist, fristen sie bei der Gin-Herstellung doch eher ein Nischendasein. Oder fällt Ihnen spontan ein Gin ein, dessen Botanicals Ingwer beinhalten?
Ingwer – Das scharfe Rhizom

- Bild: floeschie
Blüten oder Früchte bei der einen Pflanze, Wurzeln oder Samen bei der anderen. Jedes Gewächs, dass bei der Gin-Herstellung von Bedeutung ist, trägt seine wichtige Aromastoffe in einem bestimmten Pflanzenabschnitt.
Auch Ingwer tut dies, wenn auch nicht ganz so konventionell. Für die Zubereitung verschiedener Speisen oder auch der Aromatisierung von Spirituosen wird das sogenannte Rhizom verwendet. Ein hocharomatisches Organ der Pflanze, das Wurzeln mit Blättern verbindet und dabei Nährstoffe speichert und weiterleitet.
Welche Fülle an Aromen hierbei gespeichert wird, weiß jeder der bereits puren Ingwer probiert hat. Seifig und scharf sind dabei die markantesten Eindrücke.
Und während auch beim Ingwer das typische Aroma durch diverse chemische Verbindungen geschaffen wird, so produzieren nur wenige Substanzen die auffallende Schärfe.
Wichtigste Substanz ist dabei das namensverwandte Gingerol. Diese organische Verbindung soll sowohl einer der Hauptaromastoffe als auch Schmerzauslöser bei Verzehr sein.
Sie sehen, die Mazeration von Ingwer bei der Gin-Produktion kann sehr interessante Ergebnisse liefern, aber auch sehr schnell im Ausguss landen.
Fenchel – Das Aroma aus dem Mediterranen

- Bild: Dichohecho
Die meisten dürften Fenchel in der ein oder anderen Art bereits probiert haben. Egal ob bei Speisen oder in Getränken wie Gin, Absinth oder Pastis, Fenchel findet Verwendung.
Während die Knollen in erster Linie bei Speisen wie Salaten oder Fischgerichten eingesetzt werden, so werden die Samen, die geschmacklich an Anis erinnern, bei der Aromatisierung von Spirituosen eingesetzt.
Positiv zu erwähnen ist außerdem die beruhigende Wirkung der Fenchelbestandteile bei Magen- und Darmbeschwerden. Inwieweit die geringen Konzentrationen der Fenchelverbindungen aber bei Gin eine heilende Wirkung haben, sei mal dahingestellt.
Wie bei allen Naturprodukten so sind auch bei Fenchel viele chemische Verbindungen am Werk um den typischen Fenchelgeschmack zu erzeugen. Aber auch viele bekannte Substanzen, die bereits in einer Vielzahl anderer Früchte, Samen etc. vorkommen, tauchen beim Fenchel wieder auf: Estragol (auch in Estragon, Muskat, Zitronengras, Anis, Basilikum u.v.a vorkommend) oder Limonen (in hohen Konzentrationen in Zitrusfrüchten vorkommend).







Hey ho ich hab da mal ne Frage über die Ingwer Wirking.
Ich habe hier http://www.ingwer-gesundheit.de/ingwer-wirkung/ gelesen, dass ingwer gegen Rheuma helfen soll.
Ich würde das gerne expiziter erklärt bekommen wie das funktioniert.
Da ich auf der Seite keine Kommentare schreiben kann.
Wollte ich andere Experten wie euch Fragen.
Alles Liebe Jennie
Hallo Jennie,
welche Wirkstoffe im Ingwer gegen Rheuma helfen, kann ich leider nur vermuten. Evtl. hilft es aufgrund seiner durchblutungsfördernden und antibakteriellen Wirkung.
Allerdings kann ich dir raten in medizinischen Fragen nicht zu sehr auf Internetinformationen zu vertrauen, sondern wirklich einen Arzt oder Heilpraktiker zu fragen.