Vor fast genau einem Monat berichtete ich über die erste Abfüllung von Jim Beam, die 2012 auf den Markt kommen wird: Jim Beam Honey. Gestern erhielt ich dann, kurz vor dem Marktstart, die Möglichkeit den neuen Beam zu probieren und zu verkosten. Und auch wenn aromatisierte Whisk(e)ys in der Spirituosenwelt einen sehr gespaltenen Ruf genießen, hat man im Vergleich zum Red Stag einiges verbessert.
Das Promotion-Set, in der der Jim Beam Honey vor der eigentlichen Veröffentlichtung ausgeliefert wird, kann sich sehen lassen: eine überdimensionale Bienenwabe aus Pappe mit Jim Beam Logo. Öffnet man die Wabe, findet man dort, eingebettet in Späne, sowohl die eigentliche Abfüllung als auch ein Jim Beam-Bienenwaben-Glas, Honig und einen Jim Beam Honiglöffel. Alles in allem eine geschickte Vorbereitung auf das, was einen in der Flasche erwarten soll.
Noch im Laufe diesen Monats soll der Jim Beam Honey dann für ca. 14 ,- € in den Händlerregalen stehen, wobei der weltweite Verkaufstart mit dem deutschen Markt beginnt.
Degustation des Jim Beam Honey
Die Whisky-Basis des Jim Beam Honey bildet, wie schon beim Red Stag, der 4-jährige Jim Beam White Label. Im direkten Farbvergleich konnte ich keine Unterschiede zum Original Jim Beam und der Honey-Version erkennen.
Wie aber bereits beim Red Stag hat der Jim Beam Honey relativ wenig mit bekanntem Whiskey zu tun. Nicht umsonst findet man auf der gesamten Flasche nicht ein Mal die Bezeichnung “Whiskey”.
Beim Nosing fiel deutlich auf, dass in einem gewohnten Tasting-Glas deutlich intensivere und natürlichere Honigaromen aufstiegen, als im mitgelieferten, groß-mündigen Jim Beam-Glas. In letzterem war der Honig zwar ebenfalls erkennbar, aber deutlich schwächer. Positiv ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass der Honig ein sehr natürliches Aroma hatte, ungleich dem künstlichen Kirscharoma des Jim Beam Red Stag.
Im Mund war der Jim Beam Honey nicht übermäßig süß, obwohl ich anderes ewartet hätte. Das Honigaroma trat hier jedoch auch nicht so deutlich hervor wie beim Nosing. Die ersten Schlücke des Jim Beam Honey zeigten allerdings auch sein großes Manko: Er brennt ungemein.
Dieses Brennen tritt jedoch nur im Mund auf. Sobald der Jim Beam Honey am Gaumen verschindet, bleiben typische Bourbon-Aromen mit dezentem Honig zurück.
Insgesamt zeigte sich Honig-Aroma durchgängig und oftmals sehr angenehm. Um die Honig-Eigenschaften jedoch komplett zu machen, hinterläßt der Jim Beam Honey beim Vergießen auch schöne klebrige Flaschenhälse und Flecken.
Details:
Art: Likör
Alter: 4 Jahre
Alkohol: 35 %Vol.
Region: Kentucky/U.S.A.
Bottler: Jim Beam Distillery/Beam Global
Fazit: 5/10 Punkten







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