Überwiegend in den USA und in Irland wird die “e”-Bezeichnung für das Getreidedestillat Whiskey verwendet. Aber selbst dort gibt es Ausnahmen, bei denen man Whisky statt Whiskey schreibt. In der Liste der erfolgreichsten Spirituosen im Jahr 2011 spielte aber vor allem eine Nation eine wichtige Rolle. Nämlich die, die auf das “e” verzichtet: Schottland. USA, Irland und Indien liegen knapp dahinter.

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In der 2011 veröffentlichten Liste der 50 erfolgreichsten Spirituosenmarken gab es insgesamt 12 Vertreter der Whisky- bzw. Whiskey-Kategorie. Allein 8 dieser Hersteller produzieren Scotch Whisky. Die restlichen 4 Positionen teilen sich Amerikaner, Iren und Inder.
Sicherlich vermuten Sie, um welche American- und Irish Whiskey-Produzenten es sich in der Liste handelt. Den Hersteller aus Südasien zu erraten, wird jedoch etwas schwieriger. Es ist McDowell’s Nr. 1.
Nun stellt sich die Frage, warum man ihn hierzulande kaum kennt, wenn er doch so erfolgreich ist. Der Grund ist schnell erklärt: Nach europäischen und amerikanischen Gesetz ist dies kein Whiskey oder Whisky, wodurch er nicht unter dieser Bezeichnung importiert werden darf. Da jedoch ein Siebtel der gesamten Weltbevölkerung in Indien lebt, reicht deren Kaufkraft aus, McDowell’s Nr. 1 unter die weltweit erfolgreichsten Spirituosen zu bringen.
1. Jack Daniel’s Tennessee Whiskey (USA)

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Auf Platz eins der Whiskey-Hierarchie liegt der oftmals fälschlicherweise als Bourbon bezeichnete Jack Daniel’s Whiskey. Mit großangelegten Werbekampagnen, die auf dem Ruf und den Mythen um den Firmengründer Jack Daniel basieren, schaffte es die Marke aus Tennessee, USA auf Platz 8 der erfolgreichsten Spirituosen 2011.
Betrachtet man die Omnipräsenz der Standardabfüllung Jack Daniel’s Old No. 7 in nahezu jedem Discounter, ist der finanzielle Erfolg leicht nachvollziehbar. Geht man nun davon aus, dass ein Großteil dieses Destillats in Form von Jacky Cola über die Verkaufstheke wandert, dürfte die umsatzstärkste Zielgruppe ebenfalls klar sein.
2. Jim Beam Whiskey (USA)
Vor allem durch seine aromatisierten Spirituosen Jim Beam Red Stag oder Jim Beam Honey machte der Whiskey-Hersteller aus Kentucky in den letzten Monaten auf sich aufmerksam. Flaggschiff von Jim Beam ist jedoch nach wie vor sein White Label Straight Bourbon Whiskey.
Ähnlich dem Konkurrenten aus Tennessee beruht der Jim Beam-Erfolg der letzten Jahre und Jahrzehnte ebenfalls auf dem Konsum vom Jim Beam-Cola-Mix, kurz Beam Cola. Wie auch bei Jack Daniel’s gibt es dies auch direkt in der Dose zu kaufen. Allein der Verkauf von High-End-Produkten würde anscheinend nicht diesen reißenden Absatz finden.
3. Jameson (Irland)

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Seitdem Ende letzten Jahres die Cooley Distillery als letzte unabhängige Destillerie in das Portfolio eines großen Spirituosenkonzerns überging, gibt es keinen irischen Whiskey-Produzenten mehr, der nicht unter einer weltweit agierenden Dachmarke arbeitet.
Bekanntester Hersteller von Irish Whiskey ist Jameson. Unter der Führung von Pernod Ricard hielt Jameson noch vor wenigen Jahren ca. 75 % des globalen Marktanteils an Irish Whiskey. Eine Topplatzierung unter den erfolgreichsten Whiskey-Marken ist daher kaum verwunderlich.
4. McDowell’s Nr. 1 (Indien)
Ausgangsrohstoff für Whisky oder Whiskey muss in westlichen Staaten per Gesetz Getreide sein. In dieser Gattung der Süßgräser hat man für die Whiskey-Produktion freie Wahl: Hafer, Gerste, Weizen, Mais etc. Was jedoch definitiv nicht dazugehört ist Melasse. Aus diesem Überbleibsel der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr wird jedoch der indische “Whisky” McDowell’s Nr. 1 hergestellt.
Aus diesem Grund darf er nach europäischem und amerikanischem Gesetz nicht Whisky oder Whiskey genannt werden. Die Herstellung bzw. der Import ist daher aus rechtlichen Gründen kaum möglich. Man findet ihn jedoch gelegentlich bei uns mit der Bezeichnung “Rum”.
Aufgrund nach wie vor exorbitant hoher Preise auf ausländische Edeldestillate macht man in Indien jedoch vielerorts eine Not zur Tugend: Man produziert Spirituosen nach eigenen Maßstäben und benennt vieles als Whisky, was bei uns diese Bezeichnung gar nicht tragen dürfte. Unter diesen Destillaten ist McDowell’s Nr. 1 das erfolgreichste.
Besonders interessant finde ich die kreativen Bezeichnungen, die man jenen Whiskys verpasst, um das Destillat ein wenig “schottischer” zu machen. Mein Favorit: MaQintosh.







Jameson ist der beste Whisky der Welt, denn ihn zu genießen ist eine Geschmacksexplosion.