Ein schottisches Sprichwort sagt: “There are two things a highlander likes naked and one of them is malt whisky”. Dass einige ihren Whisky allerdings nicht “nackt” möchten, zeigt die Erfindung diverser Dinge. Warum sonst gibt es seit einigen Jahren auf dem Markt kleine Steinchen, die extra dafür produziert wurden, um sprichtwörtlich einen “Whisky on the rocks” zu liefern?
Es scheint als wäre die Welt um die Whisky-Produktion herum genauso erfinderisch wie die Whisky-Produzenten selbst. Während die meisten Destillerien den Whisky selbst und dessen Genuss im Blick haben, frage ich mich, was manche Hersteller des ein oder anderen Whisky-Spielzeugs im Blick haben. Neben dem Absatz wahrscheinlich nichts mehr.
Während man bei dem ein oder anderen “Whisky-Spielzeug” nach einem tieferen Sinn sucht, gibt es doch das ein oder andere, das ich mir auch zulegen würde.
Ice Ball Mold – Die japanische Kugel-Maschine
Für viele ist schon Eis im Whisky kein Purgenuss mehr. Auf der anderen Seite steht allerdings die Eisfraktion, die auf den leichten Verdünnungseffekt und die niedrigere Temperatur, die durch Eiswürfel entsteht, schwören.
Allerdings stellt sich dadurch das Problem: Welche Größe soll das Eis haben, welche Form und wie trocken oder nass soll es sein? Zumindest für die ersten beiden Fragen bietet der Japanische Trend Shop mit seiner Ice Ball Mold-Maschine eine Antwort.
Diese 170 €-Maschine liefert aus dem eingelegten Eisblock 30 mm-Kugeln, ca. 30-40 pro Stunde. Nicht nur sieht die Kugel im Glas edel aus, auch die Kugelform reduziert den Verwässerungsgrad aufgrund der kleinen Oberfläche im Vergleich zum Würfel.
Whiskey Stones – … on the rocks …
Dieses Spielzeug für Whisky finde ich persönlich zwar eine nette Idee, aber völlig sinnfrei. Whiskey Stones sollen dem Namen “on the rocks” alle Ehre machen und den Drink kühlen ohne zu verwässern. So sieht es zumindest der Hersteller.
Die Steine sollen einige Zeit vor dem Gebrauch ins Gefrierfach gegeben werden. Das Problem dabei ist allerdings, dass die Steine zwar eine Weile kühl sind und das auf den Whisky auch übertragen, aber lässt man ihn eine Weile stehen, haben auch die Steine Raumtemperatur angenommen.
Für knapp 16,- Euro recht unnötig.
“Age Your Own” – Whiskey Kit
Die Reifung eines Whiskys im Eichenfass ist elementarer Bestandteil dieser Spirituose, sowohl hinsichtlich Aroma, Farbe als auch Charakter. Woran Whisky-Destillerien seit Urzeiten forschen, kann man jetzt ganz leicht zuhause nachahmen. Zumindest wenn es nach dem Hersteller Woodinville Whiskey Co. geht. Dieser bietet mit dem Age Your Own-Whiskey Kit ein Fass und den entsprechenden White Dog (frisch destillierter “Whiskey”) an.
Es ist zwar eine interessante Idee, einmal zuhause Whisky selbst reifen zu lassen, für den eigentlichen Konsum greife ich dann doch lieber auf Produkte von Profis und nicht vom eigenen Versuch zurück.
The Bushmills Bodega Whiskey Sunglasses
Diese Sonnenbrille, die aus der Zusammenarbeit des Mode-Unternehmens Bodega und der Whiskey-Marke Bushmills entstand, ist mein persönlicher Favorit der Liste.
Hergestellt aus ehemaligen Bushmills-Whiskey-Fässern ist diese Brille eine absolut innovative Idee. Limitiert auf 100 Stück dürfte jede dieser Bushmills Brillen jedoch mittlerweile einen Besitzer gefunden haben.
Nette Beigabe: das Gestell der Brille wurde vor der Auslieferung mit Wachs auf Whiskey-Basis bearbeitet.



nee, braucht sie nicht
Na ja, wie du schon erwähnt hast, entfällt mit den echten “rocks” der gewünschte Verdünnungseffekt. Außerdem sind doch diese Steichen esthetisch längst nicht so gut wie Eiswürfel. Also, es ist zwar eine sehr originelle Idee, jedoch würde es mich wundern, wenn diese neue Erfindung Erfolg haben würde.
Die Steinchen gibt es schon etwas länger und da der Erfolg nach wie vor recht mäßig ist, denke ich, wird er auch nie kommen.