Die für Likör und Cognac bekannte Unternehmensgruppe Rémy Cointreau liebäugelt mit der Übernahme der Islay Scotch-Destillerie Bruichladdich. Die 2001 wiedereröffnete Brennerei soll der französischen Dachmarke dabei ein Stückchen vom aufsteigenden, asiatischen Whisky-Durst sichern. Auch wenn der Deal für Rémy Cointreau vielversprechend klingt, ist bis jetzt noch nichts in trockenen Tüchern.

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“Die Gespräche laufen…”. Dies ist die Aussage, die die Rémy-Führung in Bezug auf Übernahme-Gespräche zu Bruichladdich nach außen durchlässt. Mehr nicht. Ob und wann die Rechte der Islay-Brennerei nun nach Frankreich gehen ist folglich noch relativ wage.
Für Rémy-Cointreau, die im Jahr 2011 einen Verkaufszuwachs von 24,4 % (!) auf 207,7 Millionen Euro verzeichnen konnten, dürfte der Erwerb einer namhaften Scotch Destillerie zukunftsperspektivisch große Vorteile bringen. Dabei reißen nicht nur asiatische Staaten wie Singapur und Taiwan den Schotten ihre Destillate aus der Hand, auch traditionelle Whisky-Märkte wie die U.S.A. oder Frankreich wuchsen mit 31 bzw. 27 % vergangenes Jahr beachtlich.
Der Vorteil, den Bruichladdich Rémy Cointreau zuspielen würde, wäre allerdings nicht bloß einen Whisky im Portfolio zu haben. Neben separaten Produktlinien wie der Octomore-Serie würden den Franzosen zusätzlich die Rechte an ihrem ersten Gin zufallen. The Botanist Islay Dry Gin war vor einiger Zeit der erste Wacholder-Ableger Bruichladdichs, der qualitativ seinesgleichen sucht.
Gesetzt dem Fall die Verhandlungsgespräche verlaufen positiv, dann wird Rémy Cointreau für die Bruichladdich-Übernahme recht tief in die Tasche greifen dürfen. Bedenkt man, dass die Scotch-Brennerei letztes Jahr einen Umsatz von 15 Millionen Euro verzeichnete, kann man als Kaufsumme gut und gerne das 3-fache annehmen.
Es wird sich in den kommenden Monaten also zeigen, ob die Single Malt-Destillerie Bruichladdich bald aus Frankreich geführt wird.


Hi there,
oder auch nicht aus Frankreich.
Nachdem Remy 2008/2009 aus dem Distributions und Eigentums joint venture Maxxium ausgestiegen ist, wurde die Kooperation mit einem anderen Partner innerhalb der First Drinks Gruppe intensiviert.
First Drinks vertreibt neben den Remy Artikeln auch alles von – William Grant & Sons und die besitzen auch den Glenfiddich sowie einen 30% Anteil an der Edrington Group (Macallan, Highland Park, Cutty Sark, Famous Grouse, Glenrothes Distillery ua.) und Edrington wiederum ist noch mit Jim Beam Partner bei Maxxium.
Da wird es spannend sein eines Tages zu fragen: Wer zu wem?
Greetings
kallaskander
Seit heute wissen wir, das da so tief in die Tasche gegriffen wurde, wie keiner spekuliert hatte. 58 Millionen Pfund!!!!
http://meinwhisky.com/2012/07/23/der-verkauf-ist-perfekt-fur-58-millionen-pund-geht-bruichladdich-zu-remy-cointreau/