Ardbeg Ardbog im Test

Ardbegs Jahrgangs-Abfüllung 2013 heißt Ardbog. Das Wortspiel aus dem Destillerie-Namen und einer ihrer Hauptaromaquellen passt perfekt zu Ardbegs jährlichen No-Age-Statement-Whiskys. Mit dem Ardbog setzt das Unternehmen auch dieses Jahr den Trend fort, mit dem es in der Vergangenheit so gut gefahren ist. Für die Aromen sollen neben Torf dieses Mal Manzanilla- und Bourbon-Fässer sorgen. Sollen…

Ardbeg ArdbogArdbeg hat einen gut funktionierenden Weg gefunden ihre Whiskys zu vermarkten, trotz schwindender Alt-Bestände. Man hat quasi aus der Not eine Tugend gemacht. Denn Ardbeg-Fans diskutieren und freuen sich schon auf den nächsten Single Malt Scotch des Jahres. Die fehlende Altersangabe spielt da keine allzu große Rolle mehr.

Sowohl vom ideenreichen Namen als auch vom Alter des Whiskys selbst passt der Ardbeg Ardbog perfekt in die Reihe von Ardbegs Saison-Whiskys. Der Ardbog reifte dabei sowohl in Ex-Manzanilla Sherry-Fässern sowie in den üblichen Ex-Bourbon-Fässern. In beiden befand er sich mindestens 10 Jahre.

Degustation des Ardbeg Ardbog

Im Glas präsentiert sich der Ardbeg Ardbog in schönem Gold-Ton. An der Glasinnenseite bildet er kaum Tropfen.

Den positivsten Eindruck zeigt der Ardbog in der Nase. Dort bekommt man deutliches Torfrauch-Aroma, wobei dies nicht überlagernd ist. Es lässt also noch genug Raum für andere Aromen. Dies sind vor allem salzige als auch Röstaromen von frischem Brot. Hinzukommt ein deutlich metallischer Charakter. Im Hintergrund wirkt der Ardbeg Ardbog sehr medizinisch und erinnert an Jod-Tinktur. Trocken, fruchtige Aromen der Sherry-Fässer konnte ich hier nicht finden.

Im Mund dominiert ein spezielles Aroma ganz enorm: Teer. Dies überlagert selbst das Torf-Aroma. Dazu erzeugt der Ardbog ein leichtes Brennen auf der Zunge. Aufgrund des intensiven Teer-Aromas ist es schwer zu sagen, ob unter dieser Decke noch andere Aromen versteckt sind. Gefunden habe ich keine. Schade, denn eigentlich ist man von Ardbeg mehr Komplexität gewohnt.

Auch im Nachklang setzt sich die Teer-Note durch, lässt allerdings etwas Spielraum für den Torfrauch.

Details:

Art: Single Malt Scotch Whisky

Alter: 10 Jahre

Alkohol: 52,1 %Vol.

Preis: 69,90 €

Region: Islay/Schottland

Bottler: Ardeg/Moët Hennessy

Fazit: 5/10 Punkten

Ähnliche Artikel:

, , , , ,

2 Responses to Ardbeg Ardbog im Test

  1. Bernd 1. November 2013 zu 21:16 #

    Dies ist nicht für Sensibelchen,

    schon die ausströmenden Aromen beim Öffnen und Einschenken können dem Einen oder Anderen echte Kopfschmerzen bereiten – das markante Torf, Teer und Jod-Aroma schlägt brutal und direkt zu.

    Wer für solche körpereigenen nasenbedigten Reaktionen nicht anfällig ist, kann hiermit durchaus einen richtigen Freund für einen Genussabend finden.

Folgende Websites verweisen auf diesen Artikel

  1. Verkostungsnotiz: Ardbeg Ardbog | WhiskyExperts - 8. Mai 2013

    [...] weitere Verkostungsnotiz findet sich heute auf Eyes for Spirits, und diese betrifft den Ardbeg Ardbog, der ja erst am 1. Juni zum Ardbeg Day released wird. [...]

Hinterlasse eine Antwort