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Von Kanonen & Fässern: der Guns & Barrels Cocktail

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Hervorragende Cocktails aus allen Epochen basieren auf ihm: Straight Bourbon Whiskey. Um einen neuen Drink in den Ring kraftvoller und harmonischer Bourbon-Cocktails zu werfen, wollte ich Zutaten, die die natürlichen Noten der Spirituose sowohl akzentuieren als auch komplett erweitern. Ich habe sie in Sherry, Chili, Honig und Schokolade gefunden.


Die Idee einen Cocktail auf Bourbon und Sherry-Basis zu kreieren, schwebte mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum. Das Problem bei der Zubereitung des Guns & Barrels getauften Cocktails war dabei nicht unbedingt passende Ingredienzen zu finden, sondern an der geeigneten Stelle einen Schlussstrich zu ziehen.

Trotz seines kraftvollen und intensiven Geschmacksprofils bietet Straight Bourbon Whiskey sehr viel Spielraum für andere Zutaten. Bei Sherry ist dies nicht viel anders. Ich hatte daher mit einigen Zusätzen experimentiert, bis ich das optimale Ergebnis mit Honig, Chili und Mozart Chocolate Bitters gefunden hatte.

Während der Umgang mit Chocolate Bitters im Falle des Guns & Barrels recht simpel ist, verlangen Honig und Pfeffer etwas mehr Fingerspitzengefühl. So ging die erste Version des Cocktails direkt in die Hose, da ich mit dem Chili zu großzügig war. Ein scharfes Brennen im Mund war die Folge, das fragilere Noten völlig niederbügelte und einem zum Griff nach einem Glas Wasser zwang.

Weniger zickig, dafür aber Geduld fordernd, ist der Umgang mit Honig. Dem süßen Saft ist es geschuldet, dass der Guns & Barrels zunächst ohne Eis verrührt wird, um den Honig in der Flüssigkeit aufzulösen. Einen Griff zum Honey Flavored Whiskey wie er unter anderem von Jim Beam oder Jack Daniel’s angeboten wird, hatte ich bewusst vermieden. Ich finde es weitaus spannender die Möglichkeit offen zu lassen, den Cocktail mit verschiedenen Honigarten wie Wald-, Heide- oder Akazienhonig geschmacklich zu lenken.

Hinsichtlich des Bourbons ist es wichtig eine Qualität zu wählen, die sich im Bereich von 40 %Vol. bzw. knapp darüber bewegt. Der Grund ist, dass der Guns & Barrels fast ausschließlich aus alkoholhaltigen Zutaten besteht. Der Chili sorgt zusätzlich für eine gewisse Schärfe, die sich erst am Gaumen bemerkbar macht. Verwendet man nun zusätzlich noch einen Bourbon mit hoher Prozentzahl, können sich pfeffrige und alkoholische Schärfe zu einem durchaus unangenehmen Mundgefühl hochschaukeln. Im Falle des Guns & Barrels entschied ich mich für den Old Grand Dad Straight Bourbon Whiskey.

Zutaten: 

  • 4 cl Straight Bourbon Whiskey
  • 3 cl Oloroso Sherry
  • 2 BL Honig
  • 4 Dashes Mozart Chocolate Bitters
  • 1 Kleines Stück Chili (Durchmesser ca. 1,5 x 1 cm)

Zubereitung:

Zunächst werden Whiskey und Sherry in ein Rührglas ohne Eis gegeben. Anschließend das Chili-Stückchen dazu und mit dem Muddler 2 – 3 mal kräftig andrücken.

Nun wird der Honig hinzugegeben und für ca. 1 Minute eingerührt, mindestens jedoch so lange bis es sich aufgelöst hat. Der Honig ist es auch, warum der Guns & Barrels nicht durch Shaken zubereitet wird. Er würde sich deutlich schlechter auflösen bzw. hätte man darüber kaum Kontrolle.

Nun Chocolate Bitters und Eiswürfel hinzu. Abschließend ca. 30 Sekunden verrühren und in einen vorgekühlten Cocktailkelch oder eine Coupette doppelt abseihen.

Zum Wohl!


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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3 Kommentare für Von Kanonen & Fässern: der Guns & Barrels Cocktail

  1. Matthias 25. Juli 2015 zu 07:59 #

    Ein interessanter Cocktail, habe ihn gestern mal ausprobiert,

    das Problem ist nur, dass ich keinen Mozart Bitter hatte, da diese in Deutschland nicht mehr vertrieben wird. (ich hab bie mozart nachgefragt vor XX wochen und da hies es, die Nachfrage war einfach zu gering)
    hab dann den chocolate bitter von The bitter truth genommen, nur soll der Mozart bitter ja weitaus intensiver schokoladig sein

  2. Philip Reim 25. Juli 2015 zu 10:16 #

    Ja, das stimmt. Der Mozart hat schon eine wirklich intensive Schokoladen-Note.
    Inwieweit er mit dem von The Bitter Truth zu vergleichen ist, kann ich nicht sagen.

  3. Steve 25. Juli 2015 zu 16:13 #

    Der Mozart erschlägt einen fast mit Schokolade, wohingegen der von TBT mehr Kakao als Schokolade bringt. Sind schon sehr verschieden die beiden Bitters!

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