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Der neue Mellow Corn Whiskey im schicken Retro-Stil

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Ich wiederhole mich, wenn ich schreibe, dass wir hier im deutschsprachigen Raum nur zu langsam etwas von der prosperierenden US-Whiskey-Industrie mitbekommen. Zu wenige Perlen schaffen es über den großen Teich. Eine dieser Perlen, die nun in Kürze doch bei uns in den Regalen stehen wird, ist der „Mellow Corn“ American Straight Corn Whiskey.


Im Vergleich zu den Branchengrößen wie Bourbon oder Tennessee Whiskey ist Corn nur ein kleines Licht. Selbst im Vergleich mit Rye Whiskey, der seit einigen Jahren langsam aus seiner Lethargie erwacht, fällt Corn Whiskey weit zurück. Der Inbegriff eines Mais-Destillats ist halt was für Freaks, Whiskeynerds und Neugierige.

Mit dem „Mellow Corn“ American Straight Corn Whiskey bringt das deutsche Spirituosen-Unternehmen Borco-Marken-Import ab Anfang August 2015 eines dieser Liebhaber-Produkte.

Ob er letztendlich eine Wohltat im Glas ist oder nicht, bleibt abzuwarten. Eine Bereicherung hin zu mehr Vielfalt für den deutschen US-Whiskey-Markt ist er aber definitiv.

Ähnlich wie der große Bruder „Bourbon“ stellt auch beim Corn Whiskey Mais den Hauptbestandteil der Rezeptur dar. Im Unterschied zum Branchen-Primus und seinen mindestens 51 % Mais-Anteil, liegt Corn Whiskey (engl.: „Mais Whiskey„) mit mindestens 80 % deutlich höher.

Zudem wurde der „Mellow Corn“ American Straight Corn Whiskey nicht wie für die Industrie üblich in neue, ausgebrannte Fässer gesteckt, sondern fristete seine Reifungszeit in gebrauchten Eichenfässern.

Hinzukommt, dass sich Borco mit dem „Mellow Corn“ American Straight Corn Whiskey nun bereits den dritten „Bottled-in-Bond“ Whiskey ins Haus holt. Die Hamburger Jungs und Mädels des Unternehmens scheinen also Gefallen an dieser Kategorie Whiskey gefunden zu haben. Zumindest ist mir kein weiterer deutsche Importeur bekannt, der mehr „Bibs“ im Kern-Portfolio aktiv vertreibt.

Das Bottled-in-Bond-Prädikat setzt allerdings voraus, dass der Whiskey unter staatlicher Kontrolle mindestens 4 Jahre in Eichenfässern reifen musste, exakt 50 %Vol. haben muss, aus nur einer Brennerei stammt und in einer konkreten Destillations-Saison von nur einem Brennmeister hergestellt worden ist.

Ab 1. August startet der „Mellow Corn“ American Straight Corn Whiskey für eine unverbindliche Preisempfehlung von 24,99 Euro in den deutschen Handel. Ab dann darf man sich über die Inkarnation des typischen Mais-Destillats im Retro-Stil freuen. Denn das Design des Mellow Corn wurde die vergangenen 50 Jahre nicht angerührt.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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2 Kommentare für Der neue Mellow Corn Whiskey im schicken Retro-Stil

  1. kallaskander 29. Juli 2015 zu 16:44 #

    Hi there,

    aus der Pressemitteilung:

    „In der Herstellung kommt Mellow Corn Bourbons sehr nahe, mit über 80% Maiszucker in der Maische weist er sogar einen überdurchschnittlich hohen Anteil Corn im Vergleich zu anderen Vertretern der Bourbon-Kategorie auf. Der wesentliche Unterschied gegenüber Bourbon: Mellow Corn wird in gebrauchten anstatt neu ausgebrannten Whiskeyfässern gelagert.“

    Ich will ja kein Pedantiker sein, aber wieviel Unrichtigkeiten sind in diesen beiden Sätzen enthalten?

    Gibt aber nichts zu gewinnen.

    Greetings
    kallaskander

  2. Philip Reim 29. Juli 2015 zu 16:53 #

    Ja, der Absatz war recht spannend 🙂
    Aber man sollte Nachsicht mit den Leuten in der PR haben.
    Wenn sie nicht schon seit Jahren dabei sind und das Thema Whiskey bis ins Detail kennen, dann wird schnell was durcheinander gebracht.

    Einer der Gründe jedoch, warum ich keine PR-Mitteilungen 1:1 veröffentliche.

    Gruß Philip

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