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Den neuen Revolte Rum aus Deutschland sollten wir im Auge behalten

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Bildquelle: Felix Kaltenthaler/Revolte Rum

Ich würde nicht soweit gehen, zu behaupten, es wäre ein neuer Trend. Aber mit dem neuen Revolte Rum folgt nun schon das nächste deutsche Melasse-Destillat. Eingepackt in eine stilvolle matt-schwarze Flasche und seiner Wormser Herkunft predigt Revolte Rum den Widerstand. Und vielleicht findet er seine Nische. Denn zumindest optisch teilt er bereits jetzt ordentlich aus.


Ich muss zugeben, er gefällt mir. Dieser neue Rum aus Rheinland-Pfalz. Er präsentiert sich schlicht, elegant und dadurch cool. Der neue Revolte Rum ist also ein Produkt, das sich allein durch sein Äußeres bereits vom Großteil der Konkurrenz abhebt.

Hinter diesem Wormser Brand, der erst am 12. August in Wiesbadens Manoamano Bar offiziell seinen Marktstart feiert und der Öffentlichkeit präsentiert wird, steht der Jungunternehmer Felix Kaltenthaler. Dessen Idee war es, auf Basis von Melasse aus Papua-Neuguinea einen eigenen Rum anzusetzen und als High End-Produkt in der deutschen Bar- und Genusslandschaft zu platzieren.

Für den Revolte Rum verwendet Kaltenthaler eigens kultivierte Hefe und destilliert seine Maische über eine Rektifikationsanlage wie sie hierzulande auch bei Obst- und Kornbränden zum Einsatz kommt.

Anschließend wird der Revolte Rum für 6 Monate in Steingutfässer zur subtraktiven Reifung gepackt. Der Brand soll dadurch sein metallisch-scharfen Charakter eines Jungdestillats verlieren und abgerundeter und bekömmlicher werden.

 

Und warum Revolte? Nun ja. Zum einen weil der Begriff hip und gut zu merken ist, und zum anderen, da allein durch Martin Luther der Begriff „Revolte“ oder „Wider des Systems“ in der Stadt Worms Tradition hat.

Mit wie viel Volumenprozent oder zu welchem Preis der Revolte Rum ab nächste Woche in den Regalen steht wird, ist nicht bekannt. Wie auch so vieles andere bei diesem Destillat. Ein Blick auf die offizielle Homepage verrät neben dem Logo auch nur „Hab keine Angst“. Das liefert nicht gerade viel Information. Um genau zu sein: gar keine. Keine Angst anders zu sein? Keine Angst vor einer Methanol-Vergiftung? Keine Ahnung.

Es hat allerdings einen weitaus besseren Effekt als unzählige Produktionsfakten. Denn dieser einfache Slogan macht neugierig.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

6 Kommentare für Den neuen Revolte Rum aus Deutschland sollten wir im Auge behalten

  1. whatadrink 6. August 2015 zu 08:30 #

    Angst ham wir sicher nicht. Warum auch? Ein 6 Monate in Steingut harmonisierter weißer Rum mit 38% Vol., der 15,50 EUR / 0,5l kostet. Diese Fakten hauen mich echt nicht vom Hocker. Auch wenn er „Anniversary 150 Supersolera Small Batch Premium“ benamst wäre, würde dieser Vorfall nicht eintreten.

    Das Marketing? Ein wenig prahlerisch, aber kann man so machen. Aber mattschwarze Flaschen? Wann kam Bruichladdich mit Black Art raus? 2009? In dieser Branche also vor einer Ewigkeit. Ein wenig Zurückhaltung wäre vielleicht angebracht. Die deutschen Rums von Severin Simon und Alt-Enderle, die im Moment schon auf dem Markt sind, sind für sich betrachtet schon mal ganz gut so wie sind. Aber selbst die stehen mit dem Stoff noch ziemlich am Anfang einer/ihrer Entwicklung und sehen das auch so.

    Master Sku aus USA hat ‚Craft Whiskey‘ gestern spaßeshalber wie folgt kategorisiert: „Craft Whiskey: Whiskey (1) made by a former accountant, lawyer or banker who decided to quit the rat race and follow his/her dreams; (2) which is unaged, or if aged, is aged in small barrels; and (3) which shall have the taste and character typical of turpentine or other chemical solvents.“. Insbesondere letztere Eigenschaften stechen (!) auch bei manchen europäischen Start-Up-Craft-Destillaten hervor.

    Man wird (wie immer) sehen, was draus wird und ob die mattschwarze Flasche in 6 Jahren in jedem Supermarktregal steht.

    http://recenteats.blogspot.de/2015/08/ttb-proposes-new-whiskey-definitions.html

  2. kallaskander 6. August 2015 zu 11:23 #

    Hi there,

    Handmade or Handcrafted Whiskey: Whiskey which is a distinctive product of Indiana, manufactured in Indiana in compliance with the laws of Indiana regulating the manufacture of Indiana whiskey for consumption in Indiana.

    Das ist nur gut…

    Greetings
    kallaskander

  3. Felix Georg Kaltenthaler 6. August 2015 zu 12:03 #

    Hallo zusammen,

    @whatadrink

    Du hast wahrscheinlich einen Eintrag von einem Händler in Spandau im Internet gefunden. Tatsächlich wird der Rum mit 41,5 %vol. abgefüllt und wird auf einen Preis von 21,99 € kommen.

    Über Marketing kann man natürlich streiten. Uns war es aber wichtig aus der breiten Masse an weißen Rums herauszustechen. Und da passt unsere Flasche meiner Meinung nach ziemlich gut, ist aber immer Geschmacksache.

    Viele Grüße

    Felix

  4. Philip Reim 6. August 2015 zu 16:02 #

    Etwas in anderer Sache.
    @ whatadrink
    Gerne kannst du deine Website hier in den Kommentaren verlinken. Allerdings würde ich dich bitten keine Websiten oder Keywords mehr als Name zu verwenden.
    Der Seriosität wegen würde ich dich um Klarnamen bitten.

    Gruß Philip

  5. whatadrink 6. August 2015 zu 20:59 #

    Lieber Philip,

    Dein Antwortformular frägt nach meiner Webseite. Wenn Du das nicht wirklich möchtest und dazu auf meinen bürgerlichen Namen bestehst, solltest Du Dein Antwortformular anpassen.

    Gruß

  6. Philip Reim 7. August 2015 zu 08:35 #

    Guten Morgen,

    Das Antwort-Formular fragt nach „Name“, „Email“ und „Website“.
    Ich denke, dass es da nicht viel zum Anpassen gibt.

    Gruß Philip

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