Werbung

Der neue Ghosted Reserve zollt „verstorbenen“ Whisky-Destillerien Tribut

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

Bild: Duffus Castle/ Quelle: Karl Normington/flickR

Unerwartet offen, aber definitiv preisförderlich erhalten Whisky-Fans Auskunft über die Brennerei-Zusammensetzung des neuesten Scotch Blended Malt Whiskys. Das Unternehmen William Grant & Sons zollt mit dem Ghosted Reserve 21 Jahre Tribut an 2 bereits stillgelegte und abgerissene Brennereien. Ein spannender und wahrscheinlich auch äußerst teurer Blended Malt Whisky.


Das US-Amerikanische Alcohol and Tobacco Tax And Trade Bureau ist mittlerweile für Whisky-Fans eine begehrte Informationsquelle. Sollen unter anderem Alkoholika auf den US-Amerikanischen Markt eingeführt werden, müssen dessen Labels mit all seinen Informationen jedem US-Bürger vorab zugänglich gemacht werden. Und dies geschieht mitunter auf der offiziellen Webpräsenz jener amerikanischen Behörde.

Dort reichte der Scotch-Konzern William Grant & Sons jüngst ein neues Flaschenlabel für ihre neueste Abfüllung ein: Ghosted Reserve 21 Jahre. Was im ersten Moment Assoziationen zu Beams Jacob’s Ghost nahelegt, ist allerdings alles andere als ein „weißer“ Scotch Whisky.

Unter dem Ghosted Reserve 21 Jahre vermählt das Whisky-Unternehmen Destillate zweier bereits stillgelegter Brennereien. Zumindest Ladyburn steht dabei seit jeher im Besitz von William Grant & Sons, und aus eben deren „Resten“ sowie denen von Inverleven wurde der neue Blended Malt Whisky kreiert.

Diese Tatsache ist jedoch nicht bar einer gewissen Ironie. Waren doch sowohl Ladyburn und Inverleven ursprünglich lediglich dazu errichten worden, den Malt-Anteil in Blended Whisky zu liefern.

Welche Fässer genau und welches Alter aus welcher Brennerei entnommen wurde, geben die Labels nicht bekannt. Allerdings vermute ich stark, dass das „jüngste“ Destillat aus der Brennerei Inverleven stammt. Einfach aus dem Grund, dass diese Destillerie bis 1991 arbeitete, Ladyburn hingegen bereits 1975 geschlossen wurde. Wie gesagt, ist dies jedoch lediglich eine Vermutung.

William Grant & Sons Ghosted Reserve 21 Jahre kommt mit 42 %Vol. auf den Markt. Jedoch geben Vorder- und Rückenetiquette noch keine Auskunft über den Preis. In Anbetracht der Tatsache, dass der jüngste enthaltene Tropfen 21 Jahre ist und sowohl Ladyburn als auch Inverleven nicht nur stillgelegt, sondern sogar gänzlich abgerissen wurden, sollten sich Whisky-Fans aber auf einen hohen Preis gefasst machen. Einen sehr hohen.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Dann erhalte alle zukünftigen Artikel von Eye for Spirits. Kostenfrei. Bequem in dein Postfach.

6 Kommentare für Der neue Ghosted Reserve zollt „verstorbenen“ Whisky-Destillerien Tribut

  1. kallaskander 17. August 2015 zu 15:37 #

    Hi there,

    steht da im Pressetext Inverleven sei eine William Grant & Sons Destillerie gewesen?

    Meines Wissens war sie das nie… gebaut 1938 von Hiram Walker & Son Ltd. für die Ballantine blends in der Dumbarton Grain Destillerie gebaut und 1991 im Jahr der Schließung ging sie an Allied Domecq.
    Allied Domecq wurde 2005 von Pernod Ricard mit Stillhalten von Diageo geschluckt….
    Inverleven wurde schon 2003 der Rest von Dumbarton ab 2006 abgerissen.

    Da war keine Zeit für die Grants.

    Greetings
    kallaskander

  2. Philip Reim 17. August 2015 zu 15:51 #

    Nein, war ein Typo von mir. Inverleven gehörte natürlich nie William Grant & Sons. Habe es soeben ausgebessert.
    Danke für den Hinweis.

    Gruß Philip

  3. kallaskander 17. August 2015 zu 16:03 #

    Hi there,

    jau. Schade eigentlich… aber Ladyburn haben sie ja selbst auch zu gemacht, insofern….

    den ersten Ghosted Reserve gabs wohl schon 2014…. oder 2013…

    The unique 25-year-old blend will be launched in September as the first project under the Rare Cask Reserves programme, which has the capability to provide up to 12 different expressions at a time.

    Angefangen hats wohl mit Abfüllungen für Harrods department store in 2013, and The Whisky Shop this June also 2014…..

    Wie auch immer.

    An dieser Burgruine bin ich im März diesen Jahres gewesen… und schon den Namen vergessen… die hat aber mit keiner der beiden Destillerien etwas zu tun.

    Greetings
    kallaskander

  4. Philip Reim 17. August 2015 zu 16:21 #

    Nein, hat sie durchaus nicht. Sieht aber viel idyllischer aus als Industrieruinen, wobei es hiervon keine Fotos aus der Vergangenheit weder von Ladyburn noch von Inverleven gibt. Zumindest nicht in meinen Bildquellen.
    Beim Veröffentlichen der ttb-Labels sollte man zudem auch vorsichtig sein, da hier die Bildlizenz nicht gänzlich klar ist.

    Gruß Philip

  5. kallaskander 17. August 2015 zu 16:50 #

    Hi there,

    für Inverleven mußt du nach Dumbarton suchen…. aber in dem Meer von roten Ziegeln wirst du die Ecke in der Inverleven war nicht finden fürchte ich…

    von Ladyburn gibts möglicherweise gar keine Abbildungen.

    Greetings
    kallaskander

  6. Philip Reim 17. August 2015 zu 18:25 #

    Ich hatte für Inverleven nach Einigem gesucht. Unter anderem im Zusammenhang stehende Begriffe wie Dumbarton, Loch Lomond, Lowlands, Ballantine’s…waren aber alles mittelmäßige Bilder 😉

Schreibe einen Kommentar