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Hat die Gute Schwester das Zeug zum neuen deutschen Digestif-Star?

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Bildquelle: Gebrüder Wohlgemuth

Gäbe es eine Auszeichnung in der Spirituosenindustrie, die Tradition und Coolness bewertet, die Gute Schwester wäre ein heißer Anwärter auf eine Top-Platzierung. Aus dem Schwarzwald wird der deutsche Markt um einen Digestif erweitert, der mit interessanter Zutatenliste und hippem Design auf sich aufmerksam macht. Ein Blick zu der Guten Schwester aus Süddeutschland.


Das Gruppenbild im Stile einer Fotografie zur Jahrhundertwende. Die Blicke bieder, spießig. Spätestens jedoch an der Bekleidung der vielen Damen im Hintergrund, erkennt man: hier schwingt Coolness mit, erinnern jene Kleider und Häubchen doch eher an eine Servicekraft aus den USA der 40er und 50er. Auf den Servicetabletts: eine kleine Flasche, der Protagonist.

Was die Gebrüder Wohlgemuth mit dem Digestif Gute Schwester seit kurzem auf dem Markt abliefern, dürfte sowohl einige Gastronomen als auch genuss-affine Endkunden aufhorchen lassen. Auf Basis eines Destillats aus der hauseigenen Kornbrennerei basierend aus Weizenschrot und Gerstenmalz, mazerieren die beiden Unternehmer in der Guten Schwester insgesamt 3 Drogen.

Schlehen, Blutwurz und getrocknete Chilischoten sollen hier aus einem klaren Brand einen bitter-süßen, fruchtig-sauren Digestif mit gewisser Schärfe hervorbringen. Offiziell kommunizieren die Gebrüder Wohlgemuth dies dann als „Die Ansatzspirituose aus dem Schwarzwald“.

Sieht man einmal von der minimalistischen, aber interessanten Rezeptur ab, bleibt ein Konzept, das vielversprechend ist. Es wirkt seriös aber hip. Irgendwie nicht unbedingt das Erste, was man mit einer traditionsreichen Spirituose aus dem tiefen Schwarzwald verbindet. Vielmehr wirkt es wie ein trendiges Gastro-Konzept aus Berlin. Und vielleicht ist dies neben dem Inhalt letztendlich auch das, was der Guten Schwester auf die Tresen und Tische im Land verhilft. Traditionsreiche Produktion, modernes Design.

Angeboten wird die Gute Schwester im offiziellen Webshop der kleinen Hofbrennerei sowohl in einer 0,5 Liter- als auch einer 0,2 Liter-Version. Erstere für 18,95 Euro, zweitere für 10,95 Euro.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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