Black Hole Sun Cocktail – Ein moderner Cold Brew-Twist des Old Fashioned » Eye For Spirits

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Black Hole Sun Cocktail – Ein moderner Cold Brew-Twist des Old Fashioned

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Bildquelle: Brent Hofacker - Fotolia

Er ist Kult, er hat Stil und er bietet ausgesprochen viel Adaptiermöglichkeiten. Die Rede ist vom Old Fashioned Cocktail. Eine der neuesten Interpretationen dieses Klassikers setzt neben Bitters-Vielfalt auf des Deutschen liebstes Getränk: Kaffee. Ein Blick in den Tumbler des Black Hole Sun, eine Melange aus Bourbon und Cold Brew-Kaffee.


Ein Old Fashioned ist so schön simpel. Whiskey, Zucker, Bitters und eventuell noch etwas Wasser. Gut, zumindest liest sich die Rezeptur simpel. Denn die Crux an Cocktail-Rezepten mit nur wenig Ingredienzen ist, dass die einzelnen Zutaten brillieren müssen. So muss die Qualität jeder einzelnen Komponente stimmen und der Bartender muss diese anschließend harmonisch aufeinander abstimmen. Mit einer Unmenge von Saft kann hier nichts kaschiert werden.

Wohl wissend um diese Tatsache schwang Bryan Hutchinson aus dem Black Hole Coffee House in Houston kürzlich Tumbler und Karaffe. Heraus kam dabei ein Twist eines Old Fashioned, der auf mehreren Bitters und Cold Brew-Kaffee setzt. Auch wenn nun eine weitere Zutat hinzukommt, dankbarer wird die Zubereitung dadurch aber nicht. Je nach Ziehzeit des Kaffees und ausgewählter Bohnensorte variiert Geschmack und Aroma des Black Hole Sun Cocktails erheblich.

Zutaten (adaptiert nach Bryan Hutchinson; Black Hole Coffee House 2015):

  • 5 cl Bourbon
  • 1,5 cl Zuckersirup ( 1:1 )
  • 1,5 cl Cold Brew-Kaffee
  • 2 Dashes Orange Bitters
  • 1 Dash Angostura Bitters
  • 1 Dash Chocolate Bitters

Zubereitung:

Vor der Herstellung des Black Hole Sun Cocktails muss im Vorfeld der Kaffee angesetzt werden. Hierfür bin ich von der Zubereitung von 10 Drinks ausgegangen und habe entsprechend die Wasser und Kaffeemenge angesetzt.

Benötigt werden neben 150 Milliliter Wasser, 60 Gramm grob gemahlener Kaffee. Um ein möglichst kräftiges Aroma zu erreichen, sollten die Bohnen à la minute, also unmittelbar vor dem Aufguss, gemahlen werden. Den Kaffee nun mit dem Wasser in ein weithalsiges Gefäß geben und gleichmäßig verrühren. Anschließend mit Frischhaltefolie abdecken und bei Raumtemperatur ca. 12 Stunden ziehen lassen. Nach dieser Zeit sollte der Ansatz sowohl durch ein Feinsieb als auch einen Kaffeefilter filtriert werden.

Der Vorteil der Cold Brew-Methode ist, dass man bei hoher Aromenkonzentration relativ wenige Bitterstoffe mitzieht und einen vergleichsweise säurearmen Kaffee erhält.

Nach jener Vorbereitungsphase kann der eigentliche Black Hole Sun Cocktail zubereitet werden. Hierfür gibt man alle Zutaten in ein Rührglas und verrührt den Drink ca. 15 Sekunden auf Eiswürfeln.

Anschließend in einen vorgekühlten Tumbler oder Einweckglas/Mason Jar auf Eiswürfel abseihen und in den Drink ein Zitronenrad geben.

Zum Wohl!


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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5 Kommentare für Black Hole Sun Cocktail – Ein moderner Cold Brew-Twist des Old Fashioned

  1. Sazerac 18. September 2015 zu 12:33 #

    Klingt mal echt spannend – werd wohl testen müssen wie weit die Cold Brew Methode im Vergleich zu abgekühltem Kaffe/Espresso einen Unterschied macht

  2. Maddin 18. September 2015 zu 20:26 #

    Oh, das ist wirklich nicht schlecht. Auch wenn mir die Sache mit dem Kaffee etwas daneben gegangen ist (in ausgießungeeigneten Gefäß angesetzt, Hälfte danebengegangen, Stunde nachziehen lassen, viel beim filtern verloren) gefällt mir die grundsätzliche Marschrichtung gut. Und dabei mag ich eigentlich gar keinen Kaffee.

  3. Philip Reim 20. September 2015 zu 11:56 #

    @ Maddin: Freut mich, wenn dir der Drink zusagt. Ja, war bei mir mit dem Kaffee nicht viel anders. Ums Herumprobieren kommt man nicht herum.

    Gruß Philip

  4. Jan 20. September 2015 zu 19:25 #

    Das klingt sehr interessant, werde ich nächstes Wochenende testen. Freue mich schon.

  5. Fabian - In die Küche. Fertig, los! 21. September 2015 zu 09:28 #

    Erinnert mich spontan etwas an den „The Revolver“ Cocktail, vielleicht etwas herber.
    Klingt also so, als ob er mir schmecken wird 🙂

    Kleiner Tipp bzgl. der Colbrew Herstellung: Wer hat, lässt den Kaffee-Aufguss am besten direkt in einer Frenchpress ziehen. Dann spart man sich das lästige Filtern am Schluss und die Frischhaltefolie braucht man auch nicht.

    Grüße,
    Fabian

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