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Spacewurz: Wie Penninger hält, was andere versprechen

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spacewurz

Den Weltraum als Marketing-Instrument zu benutzen, scheint bei vielen Spirituosen-Herstellern seit einiger Zeit en vogue zu sein. Während manch Konzern aber nur die Reise selbst in Szene setzt, bekommt man von der Alten Hausbrennerei Penninger im Südosten Bayerns seit kurzem tatsächlich ein Destillat, das weit oben war. Zumindest der wichtigste Teil davon.


Ein Produkt, das traditionsbehaftet und eng mit einer konkreten Region verknüpft ist, ist häufig schwierig einem jungen Publikum schmackhaft zu machen. Davon können ganze Spirituosenkategorien ein Lied singen. Gute Qualität hin oder her. Und auch Bärwurz, eine klassische Spirituose des Bayerischen Waldes, bildet da keine Ausnahme. Oft braucht es aber nur ein kleines Fünkchen, eine innovative Idee, die ein Produkt dann auf den Schirm des gewünschten Klientels bringt. Eine dieser potentiellen Ideen startete kürzlich gen Stratosphäre.

Das bayerische Joint Venture der 3 Unternehmer Florian Weichselbaumer (Studio Weichselbaumer), Stefan Penninger (Hausbrennerei Penninger) und Katharina Spatz (Werbeagentur minzgrün) schickten vergangenen Juli die namensgebende Zutat des Bärwurz mit einem Ballon ab Landshut in 36.000 Meter Höhe.

Ins All geschickt wurden dabei die Bärwurzeln, die aus Gewichtsgründen für die Reise getrocknet wurden. Ein Novum, da diese üblicherweise ungetrocknet als Zutat verwendet werden. Knapp 2 Kilogramm Bärwurzeln waren dabei ca. 3 Stunden mit Temperaturschwankungen von bis zu 90 °C unterwegs.

Fakten, die vielleicht von dem ein oder anderen Spirituosenkonzern durch vergangene Aktionen getoppt werden können. Im Unterschied zu Unternehmen mit ähnlichen Ideen waren für den Spacewurz allerdings tatsächlich genutzte Zutaten im All. Das heißt, jene getrockneten Wurzeln waren Mitte September Bestandteil einer Maische, die letztendlich destilliert wurde und für den Kunden griffbereit im Regal landete. Und all dies unter dem passenden Namen Spacewurz.

Nun mag man von dieser Idee halten, was man möchte. Am Ende sind es allerdings gerade die verrückten und unsinnigen Ideen, die an einer Szene Spass machen und sie lebendig halten.

Wer nun eine jener 0,5 Liter Flaschen ergattern möchte, kann dies im offiziellen Online-Shop von Penninger. Verständlicherweise ist das Angebot limitiert. Und so ist nach 2.999 Flaschen Schluss.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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