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Schladerer Rote Williamsbirne im Test

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Der Weg ist klar. Mit ihrer aktuellen „Wässer und Geiste Tour 2015“ tingelt eine Entourage der bekannten deutschen Obstbrennerei Schladerer durch die deutsche Gastronomie. Das Ziel: Obstdestillate und die Marke Schladerer in der gehobenen Bar etablieren. Eines der entscheidenden Helfer soll dabei der Schladerer Rote Williamsbirne sein. Wir haben ihn kürzlich im Purgenuss unter die Lupe genommen.


Schladerer_Spezialitaeten_07_rote_WilliamsbirneIm 19. Jahrhundert gegründet, ist die Alte Schladerer Hausbrennerei heute eine der renommiertesten Marken in der Obstbrand und -geist-Szene. Unter anderem ihrer Omnipräsenz im deutschen Einzelhandel hat es das Unternehmen aus dem Schwarzwald zu verdanken, dass sie nach eigenen Angaben heute ca. 1,5 Millionen Flaschen pro Jahr verkaufen. Einen Teil davon macht die Schladerer Rote Williamsbirne aus.

Mit dieser sowie anderen Premium-Qualitäten will Schladerer in Zukunft verstärkt in Richtung gehobene Bars marschieren. Hierfür holt sich das Unternehmen Marketing-Hilfe von SmallBigBrands, einer Agentur mit weitreichendem Netzwerk in der deutschen Barindustrie.

Im Zuge ihrer aktuell laufenden „Wässer und Geiste Tour“ durch die Bars der Republik ist auch die Schladerer Rote Williamsbirne mit im Gepäck. Ein Brand, der eben auf jener Frucht basiert, die lediglich auf nährstoffreichen Böden in Weinbauklima angebaut werden kann. Im Fall der Schladerer Rote Williamsbirne ist dies das französischen Rhônetal.

Was der Birnenbrand im Tasting für eine Figur macht, davon konnte ich mir kürzlich selbst ein Bild machen.

Degustation des Schladerer Rote Williamsbirne

Einmal im Glas liegt der Schladerer Rote Williamsbirne klar darin und zeigte nach dem Schwenken nur wenige Tropfen an der Glasinnenseite.

Ohne Frage hat dieser Brand sein Steckenpferd im Nosing. Er braucht auch gar keine Zeit zum Atmen, ist sofort präsent. Er kommt sehr kräftig und das Birnenaroma wirkt sehr natürlich und komplex. Unterstrichen wird dies durch angenehm würzige Nuancen von Zimt, Muskat, Rosenblüte und Nuss. Zudem wirkt er mineralisch und ausgesprochen trocken. Ein toller Spielplatz für die Nase.

Auch im Mund beginnt er zunächst kräftig und mit ausgeprägtem Birnenaroma. Auch Muskat ist wieder mit von der Partie. Allerdings wirkt hier alles nicht mehr ganz so raffiniert wie zuvor in der Nase. Es scheint alles etwas geradliniger und metallischer. Deutlich auffallend ist zudem eine gewisse alkoholische Schärfe auf der Zunge, die etwas das Spielen im Mund verkürzt. Nach einer gewissen Zeit wird es unangenehm auf der Zunge. Sie braucht etwas Ruhe.

Auch im Nachklang bekommt er seine Alkoholnote nicht gänzlich in den Griff. Allerdings zeigt sich auch die Birne abschließend nochmal langanhaltend von einer trockenen-erdigen Seite.

Die Verkostung des Schladerer Rote Williamsbirne lässt sich bildlich prima als Talfahrt beschreiben. Sie hat ausgesprochen hoch angesetzt, ließ allerdings mit jeder Verkostungsstufe weiter nach. So werden Nosing-Puristen an jenem Wasser ihre helle Freude haben. Denn die Kritikpunkte gibt es erst an anderer Stelle.

Details:

Art: Obstbrand (Rote Williamsbirne)

Alter: k. A.

Jahrgang: k. A.

Alkohol: 43 %Vol.

Preis: ~ 40 € à 0,7 l

Region: Baden-Württemberg

Bottler: Schladerer GmbH

Fazit: 6/10 Punkten


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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