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Octomore Whisky wird mit Version 7.3 erwachsen

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Bildquelle: Bruichladdich

Die Entwicklung von Bruichladdichs Octomore Whisky-Serie in den vergangenen Jahren ist erstaunlich. Nicht nur wird Version 1 mittlerweile für einen 4-stelligen Betrag gehandelt, regelmäßig stürzen sich Fans und Sammler mit einem Enthusiasmus auf neue Octomore-Qualitäten wie man es sonst nur aus der Tech-Branche kennt. Und Bruichladdich liefert. In Kürze mit Version 7.3.


Um diesen Artikel über den neuen Octomore 7.3 mit Substanz zu füllen, kramte ich unter anderem etwas im Archiv von Eye for Spirits. Dabei fiel auf, dass allein für das Jahr 2015 dies bereits der dritte Artikel über den rauchigsten Whisky der Brennerei Bruichladdich wird. Im Januar kündigte das Unternehmen unter Führung des Konzerns Rémy Cointreau seinen 7.2er an, bereits 6 Monate später kursierte dann bereits das Label der aktuellen Version im Netz. Man hat es offenbar eilig.

Auch beim Octomore 7.3 scheint die Brennerei ihr Faible für Weinfässer auszuleben. Waren es beim Vorgänger allerdings noch Fässer der französischen Syrah-Sorte, bedient man sich für den neuen Whisky unter anderem auf der iberischen Halbinsel.

Der Whisky selbst wurde 2010 destilliert und reifte anschließend sowohl in Ex-Bourbonfässern als auch in spanischen Weinfässern des Anbaugebiets Ribera del Duero. Wie lange die einzelnen Fässer dabei zum Einsatz kamen, ist nicht bekannt. Fakt ist allerdings, dass der neue Octomore 7.3 ein Gesamtalter von etwa 5 Jahren hat.

Anders als bei der Fasswahl gibt sich Bruichladdich bei der Gerste äußerst regional. Destilliert wurde die neue Qualität ausschließlich aus Gerstenmalz, das in unmittelbarer Nähe zur Brennerei wächst. Das Malz wurde anschließend bis zu einem Gehalt von 169 ppm (parts per million) „getorft“. Ein satter, wenn auch für die Octomore-Serie kein überwältigender Wert.

Wobei man zugeben muss, dass dieser Wert sensorisch keinerlei Bedeutung hat. Gibt er schließlich nur für das Raucharoma relevante Verbindungen auf dem Malz an. Was letztlich im Glas landet, steht auf einem ganz anderen Papier.

Wie bereits bei seinem Vorläufer scheint die Brennerei auch beim Octomore 7.3 etwas die Lust an der ständigen Rauch-Superlative verloren zu haben. An die Stelle von „dichter, stärker und intensiver“ scheint nun etwas mehr Komplexität zu treten. Zumindest lassen dies die ausgewählten Fässer vermuten. Auch wenn es sich letztlich nur um 5 Jahre Reifungszeit handelt.

Einen genauen Stichtag, wann der neue Bruichladdich Octomore 7.3 im Fachhandel aufschlägt, ist noch nicht bekannt gegeben. Vorerst gibt es die neue Qualität lediglich über den offiziellen Webshop der Brennerei. Hoffnungen nicht zu tief ins Portmonnaie greifen zu müssen, sollte man sich allerdings nicht machen. Der angesetzte Preis liegt derzeit bei umgerechnet circa 220,- Euro.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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Ein Kommentar für Octomore Whisky wird mit Version 7.3 erwachsen

  1. 1968superingo 22. Oktober 2015 zu 16:17 #

    Brennt denen der Hut? Deutlich über 200 € für einen 5jährigen in Fassstärke? Im Nachhinein war der Orpheus ja ein echtes Schnäppchen. Für den wurden damals nur etwas über 100 € aufgerufen. Schade zu sehen, wie Rémy Cointreau nach und nach den guten Ruf von Bruichladdich zerstört. Ich könnte weinen!

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