Ist der neue Ardmore 12 Jahre Port Wood einen Blick Wert? » Eye For Spirits

Werbung

Ist der neue Ardmore 12 Jahre Port Wood einen Blick Wert?

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

The Ardmore_Port Wood FinishMit dem Ardmore Legacy sollte das Portfolio der Speyside-Destillerie vergangenen Herbst neu aufgerollt werden. Oder besser ausgedrückt: Der 1 Single Malt Scotch, der erhältlich war, wurde durch einen anderen ersetzt. Nun bekommt jener Whisky Gesellschaft in Form einer limitierten Qualität. Der Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish steht für den deutschen Markt in den Startlöchern.


Die ein oder andere englischsprachige Internetquelle wie The Spirits Business veröffentliche vor wenigen Tagen bereits die ersten Zeilen zum neuen Tropfen aus dem Hause Ardmore.

Fakten, die den deutschen Markt betrafen, gab es in jenem Zusammenhang allerdings nicht. Das heißt, wann und zu welchem Preis er hierzulande erscheinen wird, war unklar.

Vor wenigen Stunden schickte allerdings die Agentur von Ardmores Dachkonzern Beam Suntory die offizielle Pressemitteilung zum neuen Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish in diverse Postfächer.

Dabei reden die Jungs und Mädels nicht lange um den heißen Brei, sondern kommen zur Sache. Ohne Kühlfiltration, mit 46 %Vol. und einem ungefähren Preis von 50,- Euro solle es den neuen Whisky im Handel geben.

Allerdings ist nicht ganz klar, ob das Attribut „limitiert“, tatsächlich das bedeutet, was man darunter versteht, oder nur ein Werkzeug zur Verkaufsförderung sein soll. Denn in eben jener Pressemitteilung ist zudem davon die Rede, dass der bereits erhältliche Legacy durch den neuen Port Wood ergänzt werden soll. Und das klingt nach dauerhaft.

Man wird sehen.

Laut Beam Suntory verbrachte der Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish den Großteil seiner Reifungszeit klassisch in Ex-Bourbonfässern. Das i-Tüpfelchen in Sachen Aroma erhielt er dann mit einem Finish in Ex-Portwein-Fässern. Um wie viele Monate es sich bei diesem Finishing handelt oder ob es gar Jahre sind, wird nicht bekannt gegeben.

Auch geht die Pressemitteilung nicht explizit auf die Verwendung von Zuckercouleur als Farbstoff ein. Ich vermute daher stark, dass dieser wie bereits beim Ardmore Legacy, zum Einsatz kam.

Am Ende ist es laut offizieller Aussage ein „[…]rubingoldener Whisky[…]“. Wobei ich ehrlich gesagt keinen blassen Dunst habe, was Rubingold für eine Farbe ist. Gold ist gold und Rubin ist ein kräftig rotes Aluminiumoxid-Mineral. Auch Google konnte mir hier nicht weiterhelfen.

Wer sich selbst vom rauchigen Aroma mit Portwein-Einfluss des Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish ein Bild machen möchte, kann dies laut Hersteller ab sofort tun.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Dann erhalte alle zukünftigen Artikel von Eye for Spirits. Kostenfrei. Bequem in dein Postfach.

Ein Kommentar für Ist der neue Ardmore 12 Jahre Port Wood einen Blick Wert?

  1. kallaskander 26. Oktober 2015 zu 11:05 #

    Hi there,

    Beam hat den Schuß nicht gehört. Beziehungsweise glaubt dem eigenen marketing.

    „Dank der gelungenen Neupositionierung des The Ardmore konnten wir uns in den wichtigsten internationalen Märkten, wie eben Deutschland, etablieren. Der Erfolg von The Ardmore Legacy hat unsere Marke innerhalb der Kategorie der torfigen Single Malts weiter gestärkt. …“

    Das mit dem Legacy würde ich bezweifeln.

    „The Ardmore 12 Years Old Port Wood Finish ist ein weiteres Beispiel für die Premium-Qualität und den einzigartigen Geschmack unseres Whiskys”, bemerkt Manfred Jus, Managing Director bei Beam Suntory. …“

    Ein weiteres Beispiel? Der Legacy ist vieles aber bestimmt nur in der Phantasie von Beam auch nur annähernd Premium Qualität. Und nichts gegen den Traditional Cask. Der war recht gut fürs Geld, wenn auch keine Premium Qualität.
    Der neue Traditional im duty free Sektor ist es bestimmt auch nicht

    „Wer in die Welt torfig-rauchiger Single Malts eintauchen und einen ausgezeichneten, traditionell hergestellten Whisky mit außergewöhnlichem Geschmack probieren möchte, kommt am The Ardmore 12 Years Old Port Wood Finish nicht vorbei. …“

    Dem ist so, da Ardmore eine der wenigen Destillerien in der Speyside und den Highlands ist, die mit Torf arbeitet. Aber das ist per se kein Qualitäts oder Premium Merkmal.

    „Die Altersangabe von zwölf Jahren unterstreicht die Hochwertigkeit dieses Malt Whiskys.“

    Das ist schlicht eine Unverschämtheit. Man könnte vielleicht zustimmen, wenn auf den alterslosen NAS Traditional Cask mit 46% ein 10 jähriger Legacy mit 46% gefolgt wäre, der nur aus getorftem Ardmore besteht.
    Der Legacy enthält ungetorften Ardmore und ist ein Rückschritt vom Traditional Cask. Jetzt mit einem 12 jährigen zu kommen und zu behaupten, der erste bezahlbare Ardmore mit Altersangabe sei deswegen besonders hochwertig ist der Versuch eine selbsterfüllende Prophezeiung wahr zu machen. Auf drei NAS folgt ein 12 jähriger der damit schon den Preis rechtfertigt ???
    Damit will ich nichts über die wahre Qualität sagen, die sich im Glas zeigt – oder nicht.

    Greetings
    kallaskander

Schreibe einen Kommentar