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Melasse vs. Wacholder: Unsere 3 neuen Poster sind online

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Das Archiv füllt sich. An mittlerweile 11 Postern und Infografiken haben wir seit vergangenem Sommer gebastelt. Von klassischen zu vergessenen Cocktail-Kategorien, von japanischem Whisky bis hin zu diversen Fassgrößen im Vergleich. Seit wenigen Wochen können wir euch unsere neuesten 3 Blättchen vorstellen. Rum- und Gin-Fans aufgepasst.


Als ich vergangenen April die Tasting-Hilfe, das Farbenrad für Whisky, fertigstellte, hatte ich noch nicht im Hinterkopf, daraus gleich eine ganze Serie zu machen. Zuspruch und Nachfrage motivierten uns allerdings euch weitere Infografiken mit Hintergrundfakten zu basteln.

Und nun, 6 Monate und 10 Poster später hat sich unser digitales Lager bunt gefüllt. Von vergessenen Cocktail-Kategorien wie Champarelle oder Negus hin zu diversen chemischen Verbindungen in einem Whisky.

In unseren 3 aktuellen Grafiken möchten wir euch neben 7 wichtigen Gin-Botanicals, die offiziellen Kategorien von Gin sowie die industriell wichtigsten Klassen von Rum vorstellen.

MODERNE KLASSIFIZIERUNG VON RUM

Rum ist der Punk unter den Spirituosen. Er pfeift auf Regeln. Übersetzt man diese Metapher in die Realität, bedeutet dies, dass die weltweite Rum-Industrie keinen allgemein gültigen Produktionsstandards folgt.

Und auch gar nicht will. Rum-Hersteller aus Guatemala, Nicaragua, Kuba oder Indonesien werden einen Teufel tun, internationale Reglements für ihr Produkt zu unterstützen. Reglements, die die Produktion vereinheitlichen und transparenter machen, allerdings auch gewisse Charakteristika und individuelle Merkmale glatt bügeln würden.

Möchten Destillerien von jeglichem Fleckchen Erde ihr Produkt unter dem Begriff „Rum“ allerdings nach Deutschland bzw. die EU einführen, müssen oder besser sollten sie gewisse Standards erfüllen.

Unter anderem dieser Tatsache geschuldet sowie dem immer stärker werdenden Interesse nach hochwertigen Melassen-Destillaten für den Purgenuss hat sich in den vergangene Jahren eine gewisse Zahl an Rum-Kategorien etabliert. Eine Klassifizierung, die zwar nicht die einzelnen charakteristischen Rum-Stile bestimmter Regionen berücksichtigt, allerdings alle relevanten Arten innerhalb der modernen Rum-Industrie beinhaltet.

GIN – DIE OFFIZIELLEN KATEGORIEN

Im Zuge der jüngsten Gin-Euphorie, die nicht nur unzählige Gin-Experten, sondern gefühlt ebenso viele neue Produzenten hervorbrachte, standen letztere vor einer gewissen Hürde. Eine Hürde mit dem Begriff „EU-Spirituosenverordnung“.

In dieser ist die rechtlich bindende Definition von Gin mit all seinen Unterarten definiert. Für jeden einsehbar, für jeden verständlich.

Das Problem hierbei waren allerdings weniger die harten Fakten wie zum Beispiel die zulässige Höchstmenge an Zuckerzusatz, sondern der Versuch subjektive Sinneswahrnehmungen als rechtliche Grundlage heranzuziehen.

Gemeint ist in diesem konkreten Fall, dass bei ein Gin per Verordnung Wacholder das dominierende Aroma sein muss.

Soweit so gut. Wie ist dies aber messbar?

Da dies de facto nicht möglich ist, bildete sich vor ungefähr 5 bis 6 Jahren die neue, inoffizielle Gin-Kategorie der New Western Dry-Varianten. Gins, deren markantestes Aroma alles war, aber nicht Wacholder.

Geschmacklich teils äußerst interessant, ist dieser Mode-Begriffe des New Western Dry rechtlich jedoch nicht definiert.

7 WICHTIGE GIN-BOTANICALS

Wie viele Botanicals ein Hersteller für seinen Gin verwendet, bleibt ihm selbst überlassen. Ob er es allein beim Wacholder belässt oder noch 1 oder gleich 100 Weitere hinzugibt, hat allerdings enormen sensorischen Einfluss auf das spätere Destillat.

So finden sich teils Dutzende verschiedener Drogen in ein und demselben Gin. Gerne bedienen sich Hersteller dabei bei regionalen Kräutern und Gewürzen. Von Klassikern bis hin zu Exoten

7 Botanicals, die wir in den vergangenen Jahren allerdings bei sehr vielen Gins fanden, haben wir euch in unserer neuesten Infografik zusammengetragen.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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