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Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish im Test

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Blickt man einmal auf das Portfolio diverser Whisky-Brennereien wie Edradour oder Benromach steht man vor einer ansehnlichen Zahl verschiedener Qualitäten. Anders bei Ardmore. Jene Destillerie aus den schottischen Highlands setzt derzeit noch auf 2 verschiedene Produkte. Den neuesten Zuwachs, den Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish, konnten wir kürzlich unter die Lupe nehmen.


ardmore12Es ist knapp 2 Wochen her, da verkündete die deutsche Medienagentur der Brennerei und deren Dachkonzern den offiziellen Start des Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish.

Ein Whisky, der mit einem ansehnlichen Alter und einem exquisiten Finishing beim Publikum punkten soll. Seine Aromen zog er dabei zum Großteil aus Ex-Bourbonfässern und einer gewissen, aber unbekannten Zeit in Ex-Portweinfässern.

Anders als bei seinem einzigen Kollegen im Portfolio der Brennerei, dem Ardmore Legacy, bekommt der neue nicht nur eine definitive Altersangabe mit auf den Weg, sondern soll vor allem durch die Melange aus Port und Torfrauch punkten. So zumindest die offizielle Aussage.

Durch dieses „Mehr“ an Aromen, einer offiziellen Altersangabe und einem deutlich höheren Preis zum Legacy will Ardmore mit dem 12 Jahre Port Wood Finish nicht nur Einsteiger beglücken, sondern gleichzeitig auch die Brücke zu erfahrenen Whisky-Trinkern schlagen.

Ein ambitioniertes Ziel.

DEGUSTATION DES ARDMORE 12 JAHRE PORT WOOD FINISH

Einmal im Glas präsentiert sich der Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish mit einer ansprechenden Kupferfarbe. Schwenkt man das Glas einige Male, gibt sich der Whisky zunächst zurückhaltend, fließt dann allerdings mit einer großen Anzahl an Tropfen zurück ins Glas.

Dieser Whisky benötigt nicht viel Zeit zum Atmen. Das was er liefern kann, liefert er sofort. Sein Bouquet wirkt trocken, fruchtig und gespickt mit einer Spur Rauch. Im ersten Moment also exakt das, was die offizielle Mitteilung zum Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish auch versprochen hat. Das heißt, der Portwein-Einfluss ist unverkennbar. Allerdings liefern jene Fässer keine konkreten Aromen, die man direkt benennen könnte. Sie sorgen vielmehr für einen trocken-fruchtigen Hintergrund. Zusätzlich kommt etwas die Maische mit einer grassigen Note daher. An sich keine schlechten Merkmale, würde es diesem Single Malt nicht auffallend an Tiefe und Komplexität mangeln. Er ist daher in der Nase kein schlechter Whisky, nur leider völlig ohne Wiedererkennungswert.

Ähnlich verhält es sich dann auch im Mund. Komplexität ist auch hier nicht gerade sein Steckenpferd. Das heißt nicht, dass er unangenehm wäre. Im Gegenteil, seine trockene Fruchtnote weiß zu gefallen. Allerdings wirkt er zuweilen unausgewogen und unharmonisch. Anders ausgedrückt: Er liefert nicht gerade Noten, die klar zu beschreiben wären, noch hat er im Hintergrund eine kräftige Fülle.

Einmal aus dem Mund verschwunden, bleibt der Ardmore Port Wood Finish mit einem leicht rauchigen, holzigen, wenn auch leicht bitteren Nachgeschmack zurück.

Alles in allem ist der Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish kein schlechter Whisky. Vorausgesetzt man muss ihn nicht selber bezahlen. Die Brennerei möchte sich mit dem Port Wood nicht nur aromatisch, sondern vor allem auch preispsychologisch vom Legacy abheben. Zwar gelingt ihr das ohne Frage gut. Ob der Inhalt aber tatsächlich eine ungefähre Preissteigerung von 100% rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.

Details

Art: Single Malt Whisky

Alter: 12 Jahre

Alkohol: 46 %Vol.

Preis: 50,- € à 0,7 l

Region: Highlands/Schottland

Bottler:  Ardmore/Beam Suntory

    Fazit: 5/10 Punkten


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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6 Kommentare für Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish im Test

  1. sawgf 5. November 2015 zu 12:11 #

    „Alles in allem ist der Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish kein schlechter Whisky. Vorausgesetzt man muss ihn nicht selber bezahlen.“

    Musste losprusten, sehr gut. Die beiden Sätze sind es sogar würdig, in einer Signatur verewigt zu werden.

  2. kallaskander 5. November 2015 zu 14:06 #

    Hi there,

    Philip, du hast mal wieder gar nix verstanden. So eine lauwarme Würdigung für einen Premium whisky.

    Hier nochmal die Richtung, in die dein Tests in Zukunft zu gehen haben.

    „The Ardmore 12 Years Old Port Wood Finish ist ein weiteres Beispiel für die Premium-Qualität und den einzigartigen Geschmack unseres Whiskys”, bemerkt Manfred Jus, Managing Director bei Beam Suntory. „Wer in die Welt torfig-rauchiger Single Malts eintauchen und einen ausgezeichneten, traditionell hergestellten Whisky mit außergewöhnlichem Geschmack probieren möchte, kommt am The Ardmore 12 Years Old Port Wood Finish nicht vorbei. Die Altersangabe von zwölf Jahren unterstreicht die Hochwertigkeit dieses Malt Whiskys.“

    Und der Preis ist auch völlig in Ordnung, also nicht meckern. Hochwertig ist das Zauberwort. Jetzt alles klar?

    Greetings
    kallaskander

  3. sawgf 9. November 2015 zu 12:03 #

    Und der Horst ist in seinem Video heute wieder abgegangen…

  4. Holger D. 10. November 2015 zu 14:39 #

    Horst L. hat DREI Schlückchen davon genommen! DREI!!!

    Und er sagt, das Stöffchen kann locker mit Whiskys der 200 EUR Preislage konkurrieren!

    Der ist sicher super, der Whisky… 😉

  5. kallaskander 10. November 2015 zu 15:14 #

    Hi there,

    mit der 200 € Preisriege? Echt jetzt? Haben die aus Versehen richtig alten whisky unter den 12 jährigen gerührt?

    Das ganze für unter 50.- €uronen, toll, wir sind erwählt, wir leben in der besten aller Welten! 😎

    Greetings
    kallaskander

  6. sawgf 10. November 2015 zu 15:45 #

    Auch wenn das hier eigentlich nicht hingehört, aber ich finde es schade, dass man mittlerweile wirklich gar nichts mehr auf seine Meinung geben kann. Vll war das aber auch früher schon so und ich habe seine Videos weniger reflektiert wahrgenommen…wer weiß?

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