80er Jahre Action Whisky? Ballantine’s neuer Hard Fired Scotch » Eye For Spirits

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80er Jahre Action Whisky? Ballantine’s neuer Hard Fired Scotch

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ballantines hard fired

Junge, Junge, Junge….Was die Blended Scotch-Marke Ballantine’s aktuell in den Internetäther schießt, klingt im ersten Moment wie ein Whisky aus den 80ern. Ein Merchandise-Artikel eines 80er Jahre Action-Films. Dabei will die bekannte Whisky-Marke mit ihrem neuen Ballantine’s Hard Fired lediglich auf einen recht unbekannten Herstellungsschritt aufmerksam machen.


Zwar verzichten NAS-Whiskys bereits dem Namen nach auf informative Altersangaben. Man kann allerdings nicht behaupten, dass man durch No-Age-Statement Whiskys nichts lernen würde.

Hie und da lernt man einmal eine gälische Vokabel, erfährt etwas über destillerienahe Quellen oder lernt einen neuen Herstellungsprozess kennen.

Im Falle des neuen Ballantine’s Hard Fired trifft letzteres zu.

Laut Unternehmensangaben werden für den neuen Blended Whisky Fässer aus amerikanischer Weisseiche ausgesucht. Da es bis zu diesem Punkt keinen Unterschied zur hauseigenen Standardqualität Ballantine’s Finest gibt, zumindest keinen den man marketingrelevant kommunizieren kann, wird ein weiterer Herstellungsschritt herangezogen.

Die für den Ballantine’s Hard Fired ausgewählten Fässer werden ein weiteres Mal in die Küferei geschickt. Dort besteht die Aufgabe darin, die Fässer ein zweites Mal auszubrennen.

Da dieses Mal die Brenndauer und -intensität nur durch Augenmaß entschieden wird, bezeichnet man diesen Vorgang als „hard firing“. Nicht bekannt ist leider die Dauer mit der man die Fässer dabei ausbrannte.

Ob es hierbei tatsächlich einen geschmacklichen Hintergrund gibt oder der Begriff „hard firing“ entstand, weil etablierte Herstellungsschritte bereits ausreichend vermarktet wurden, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist allerdings, dass mir ein Vorgang namens „hard firing“ noch nie untergekommen ist.

Nichtsdestotrotz kann ein zusätzlicher Brennvorgang in den Fässern das ein oder andere Aromamolekül locker machen. Ob dies tatsächlich der Fall ist und ob es einen Preisaufschlag von 25 % zur Standardqualität Ballantine’s Finest (ca. 15,- Euro à 0,7 Liter) Wert ist, erfährt man hierzulande ab März 2016.

Ab dann startet der Ballantine’s Hard Fired auf diversen weltweiten Märkten, darunter auch Deutschland. Vorerst wird der Marktstart des neuen 40 Vol.% Blended Scotch Whiskys allerdings in Frankreich und Polen geprobt.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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3 Kommentare für 80er Jahre Action Whisky? Ballantine’s neuer Hard Fired Scotch

  1. kallaskander 6. November 2015 zu 13:45 #

    Hi there,

    ich dachte bisher auch immer, daß das charring in Graden angegeben wird, Grade 1, Grade 2 usw. und sich die Grade durch die Dauer der Flammeneinwirkung unterscheiden.

    Der heftigste Grade ist Alligator – laut Ardbeg – bei dem sich Krokodilhaut – ähnliche rechteckige Strukturen im verbrannten Holz bilden.

    In jedem Lagerfeuer übrigens auch. Liegt an der Strukur von Holz.

    Greetings
    kallaskander

    • Philip Reim 6. November 2015 zu 18:21 #

      Wie das genau funktionieren soll, ist mir auch schleierhaft. Zumal die Charring Grade nach Zeit Industriestandard sind.

      Gruß Philip

  2. kallaskander 6. November 2015 zu 13:57 #

    Hi there,

    „Ballantine’s Hard Fired’s bespoke process starts with the individual selection of American oak barrels by the wood management team. The barrels are then sent to highly skilled craftsmen at the cooperage to char them for a second time – a process known as ‘hard firing’ – while judging the char length and intensity by sight. Finally, Ballantine’s Master Blender Sandy Hyslop noses each barrel and selects those best to be filled with a unique Ballantine’s blend for resting.“

    Die Länge und Intensität des Ausbrennes wird duch Augenschein bestimmt…. mehr als verbrennen kann das Holz aber wohl nicht.

    „Peter Moore, Ballantine’s Global Brand Director, comments: „Ballantine’s Hard Fired is a natural progression for the brand as we continue to innovate within the Scotch whisky category. The double charring naturally unlocks flavour, creating a whisky that stays true to our philosophy of craftsmanship, authenticity and outstanding flavour. Ballantine’s Hard Fired is a modern, masculine expression that responds to current trends in the whisky market that demand new experiences while enjoying Scotch whisky.”

    Innovation within the Scotch whisky category???

    Man könnte es auch schlicht eine Menge marketing bullshit nennen – klingt aber nicht so gut.

    Greetings
    kallaskander

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