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5 seltene Gin-Cocktails, die du probieren solltest

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Bildquelle: lunamarina/Fotolia

Er ist ein essentieller Bestandteil der gehobenen Bar. Vielleicht sogar der essentiellste. Dürfte ich lediglich mit nur einer Spirituose hinter der Bar arbeiten, Gin wäre heißer Anwärter auf diesen Posten. Es gibt einfach zu viele Klassiker, für die jener Wacholderschnaps das Fundament liefert. Oder seltene Drinks wie die folgenden 5. Gin-Drinks, von denen du wahrscheinlich noch nichts gehört hast.


Mittlerweile werden die Mails weniger. Mails, in denen ein neuer Gin angepriesen wird, der die eine besondere Zutat enthält. Und wenn sich der Hersteller in seiner Außenwirkung nicht auf die Botanicals fokussiert, dann besitzen sie entweder ein tolles Design oder eine berühmte Heimatstadt. Wie gesagt, all diese Mails über neue Gins werden weniger.

Elementarer Bestandteil jener Neuankündigungen war dabei meist die gute Mixbarkeit jenes Produkts. Die Eignung als Basis klassischer Drinks. Meist musste Gin & Tonic in einer leicht variierten Version herhalten. Aber mit einem G&T-Twist haut man heute schlicht und ergreifend niemanden mehr vom Hocker. Einen G&T-Twist heute noch als Innovation anzupreisen, ist ungefähr so sinnvoll wie ein wasserdichter Teebeutel.

Zwar sind dies häufig tolle Kreationen, ohne Frage. Aber nach 5 Jahren Gin-Boom ist ein Gin & Tonic mit Rosmarin halt einfach keinen Aufschrei mehr Wert.

Spannender hingegen wird es allerdings, wenn das entsprechende Unternehmen bzw. Start Up die wirtschaftliche Zugkraft eines extravaganten Signature Drinks erkannt hat. Und auch verstanden hat, dass man diesen nicht einmal nebenher in der Küche fix kreiert. Wenn erkannt wird, dass die Ideen eines begnadeten Bartenders das eigene Produkt enorm aufwerten. Solche Mails kommen ebenfalls. Leider werden aber auch diese seltener.

Nichtsdestotrotz ist das verfügbare Portfolio an historischen und modernen Gin-Drinks heutzutage enorm. Ein Großteil davon stellt aus meiner Sicht auch die Uralt-Klassiker aus aromatischer und geschmacklicher Sicht in den Schatten.

5 Gin-Cocktails, von denen du wahrscheinlich noch nicht gehört hast, aber probieren solltest, möchte ich dir im Folgenden vorstellen.

LIGHT AND DAY

adaptiert nach Alex Dey//Death & Co, New York

  • 6 cl Plymouth Gin
  • 1,5 cl Chartreuse Gelb
  • 1 BL Maraschino
  • 1 BL Frischer Orangensaft
  • 3 Dashes Peychaud Bitters
  • 1 Dash Bitter Truth Creole Bitters

Alle Zutaten auf Eis ca. 10 bis 15 Sekunden verrühren. Anschließend in eine vorgekühlte Cocktailschale/Coupette abseihen.

SCHWARZWALD SÄUERLING

adaptiert nach Jan Jehli//The Parlour, Frankfurt am Main

  • 4 cl Monkey 47 Gin
  • 1 cl Faude Feine Brände Fichtensprossengeist
  • 2 cl Verjus Royal
  • 1 cl Apfeldicksaft
  • 3 cl Soda

Zur Zubereitung des Schwarzwald Säuerlings, dem 2. platzierten Cocktail des GSA-Wettbewerbs 2015, werden alle Zutaten bis auf das Soda in einen Shaker gegeben. Ca. 15 Mal auf Eis kräftig shaken. Das Soda wird separat in einen vorgekühlten Tumber auf gekühlte Kieselsteine gegeben. Den Drink nun doppelt in den Shaker abseihen und anschließend einige Male verrühren. Schlussendlich mit geflämmtem Fichtenspan und Sauerampferblatt dekorieren.

KON-TIKI TROPICAL ITCH

adaptiert nach Jeff Berry//Beachbum Berry’s Sippin‘ Safari

  • 3 cl Gin
  • 3 cl Weißer Rum
  • 2 Tropfen Mandelaroma
  • 5 (2×2 cm) Frische Mangowürfel
  • 1 cl Zimtsirup
  • 1,5 cl Limettensaft

Alle Zutaten werden mit gestoßenem Eis in einen Blender/elektrischen Mixer gegeben und wenigstens eine halbe Minute geblendet. Anschließend in ein Highball-Glas füllen und dem Namen entsprechend mit einem kleinen hölzernen Rückenkratzer dekorieren.

GOLDEN DAWN

adaptiert nach Thomas Buttery (1930)//Berkeley Hotel, London

  • 3 cl Dry Gin
  • 3 cl Calvados
  • 1,5 cl Apricot Brandy
  • 1,5 cl Frischer Orangensaft
  • Frischer Granatapfel-Sirup

Alle Zutaten außer dem Sirup in einen Shaker auf Eis geben und ca. 15 Sekunden kräftig shaken. Anschließend in einen vorgekühlten Cocktail-Spitz/Martini Glas abseihen. Abschließend eine stiellose Kirsche zugeben und mit wenigen Tropfen Granatapfel-Sirup floaten.

LUCIEN GAUDIN COCKTAIL

Urheber unbekannt

  • 3 cl Gin
  • 1,5 cl Cointreau
  • 1,5 cl Campari
  • 1,5 cl Dry Vermouth

Alle Zutaten auf Eis verrühren. Anschließend in eine vorgekühlte Cocktailschale/Coupette abseihen und mit Orangenzeste dekorieren.

Zum Wohl!


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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7 Kommentare für 5 seltene Gin-Cocktails, die du probieren solltest

  1. browi 1. Dezember 2015 zu 16:36 #

    Die Zutaten der ersten drei hat auch sicher jeder zu Hause 😉
    Die Cocktailrezepte die hier gepostet werden sind oft interessant aber die Zutaten hat i.d.R. kein Mensch da – und wo man die Sachen besorgen kann wüsste ich auch oft nicht mal 😉
    Aber trotzdem vielen Dank 😉

  2. Philip Reim 1. Dezember 2015 zu 16:42 #

    Hallo browi,

    wir wählen die Rezepte meist so aus, dass sie auch zuhause ausprobiert werden können. D.h. ohne spezielle Apparaturen und zu exotischen Zutaten. Aber es kann durchaus einmal vorkommen 😉

    Welche Zutaten meinst du im Artikel genau? Vielleicht kann ich dir ja weiterhelfen.

    Gruß Philip

  3. Matthias 1. Dezember 2015 zu 19:08 #

    Hauptsächlich meint er wohl das zweite Rezept denke ich
    1 cl Faude Feine Brände Fichtensprossengeist
    2 cl Verjus Royal
    1 cl Apfeldicksaft

    die ersten 2 hat man nicht (weil man sie auch einfach nie braucht, und auch wenn der brand hällt, wird das einfach zum staubfänger, so wie mein finnischer Nadelteerlikör), das dritte lohnt wegen 1 cl nicht herzustellen.

    Das gleiche Problem was man eben auch mit gewissen Säften hat.
    Da brauchst du für den Cocktail ein Barlöffel X oder eben wie im anderen Rezept ein bisschen Mango und den Rest kannst du dann wegschmeissen bzw der Saft wird dir schlecht wenn du ihn nicht so trinken magst.

    deswegen bin ich ein fan von Cocktails mit Zutaten die halbwegs haltbar sind, oder die man auch gut sonst verbrauchen kann.

  4. Maddin 1. Dezember 2015 zu 19:53 #

    Mango kann man auch so essen^^. Ha, Spass bei Seite. Cocktailian Leser kennen und (wenn sies probiert haben) lieben den Tropical Itch. Grandioses Getränk. Aber auch hier gilt halt, dass wohl nicht jeder einen hochwertigen Blender im Hause hat, der nicht nach dreimal Eis blenden hinüber ist.

  5. Max 2. Dezember 2015 zu 09:48 #

    Also der Schwarzwald Säugling sieht aus wie ein Promotion-Drink der entsprechenden Gin Marke. Sowas finde ich nicht so passend. Zudem es sicher kein vergessener Cocktail-Klassiker ist.

    Bis auf den letzten Cocktail (die Negroni Variante mit Orangenlikör und Dry statt rotem Vermouth) wird es bei den Rezepten echt eng was die Zutaten angeht. Wirklich sehr speziell. Denke das sind eher Rezepte für Bars (sieht auch so aus, als ob die dort herkommen). Zuhause eher unattraktiv ohne zu wissen, wie der Cocktail wirklich schmeckt sich die selten gebrauchten exotischen Zutaten zu besorgen (Faude Feine Brände Fichtensprossengeist etc.) bzw. teilweise selber irgendwie herstellen zu müssen (Frischer Granatapfel-Sirup etc.). Also gebe ich da meinen Vorrednern Recht.

    • Philip Reim 3. Dezember 2015 zu 07:38 #

      Ich gebe dir Recht, dass der Säuerling aussieht wie ein Promotion-Drink. Allerdings war er dies nicht, da er meines Wissens nach von keinem der genannten Unternehmen in Auftrag gegeben wurde. Vielmehr musste der Wettbewerbskandidat konkret die einzelnen Produkte nennen, da sie aus der deutschsprachigen Region stammen mussten. Da er sich für Monkey 47, einen Gin mit charakteristischem Geschmacksprofil entschied, fand ich es auch sinnvoll, diesen zu erwähnen.

      Gruß Philip

  6. Matthias 2. Dezember 2015 zu 18:59 #

    Was ich mir bei solchen Rezepten wünsche, und was ein guter Schreiber auch machen kann, wenn er sie selber gemacht hat, ist Alternativen anbieten.

    Sprich da steht dann nicht
    Smith and Cross XY sondern in Klammer dahinter noch (oder andere starke jamaikanische Rums (schlagt mich jetzt nicht, keine Ahnung woher smithn cross ist 😉 )

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