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Seltenes aus der Gascogne: der neue Gimet Armagnac 40 Jahre

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gimet

In einigen Spirituosen-Segmenten sinkt das Verkaufsvolumen, der Umsatz steigt jedoch. Ein ganz simples Indiz dafür, dass sich der Gaumen des durchschnittlichen Kunden verändert. Er wird erfahrener, kritischer, vielleicht sogar ein Stück eitler. Er verlangt nach High End-Produkten. In diese Riege stößt nun ein neuer Weinbrand: Gimet Armagnac 40 Jahre.


Als ich die Mitteilung las, dir mir der Importeur ProWhisky aus Stuttgart zum neuen Vintage-Weinbrand zuschickte, gingen die Augenbrauen erstmal nach oben. Die Fakten zum neuen Armagnac aus dem Hause Gimet klangen vielversprechend, wenn auch teils spärlich vorhanden.

Ich habe mir ein Auto gekauft? Wow, welches? Ein blaues! Diese Aussage liefert zwar eine Grundinformation, leider aber überhaupt keine Details. Ähnlich verhält es sich beim Vintage-Armagnac von Gimet. Es werden zwar einige Informationen geliefert, an entscheidenden Stellen wird allerdings abgebrochen.

Jeder Jahrgang dieses Weinbrands basiert wie für Armagnac obligatorisch auf Weißweinen. Leider gibt es keine offizielle Angabe darüber aus welchen Départements der Gascogne die Trauben stammen, noch um welche Rebsorte es sich im Detail handelt. Ich vermute daher stark, dass sich der Hersteller auf 1 oder mehrere der 4 üblichen Trauben Ugni Blanc, Baco Blanc, Colombard und Folle Blanche konzentrierte.

Nach der Fermentation wurde der Gimet Armagnac, wie für dieses Genre gesetzlich festgelegt, nur einmal destilliert. Im Falle dieses Jahrgangsbrandes betrug die maximale Destillationsgrenze dabei 72 %Vol.

Anschließend gab es 40 Jahre Dunkelheit. Zumindest in etwa. In dieser Zeit reifte der Gimet Armagnac in Eichenfässern. Leider ist nicht bekannt, um welche Eichenart es sich handelt, noch welchen vorherigen Inhalt die Fässer besaßen. Tatsache ist allerdings, dass der Armagnac nach diesem beinahe halben Jahrhundert anschließend noch ein aromatisches i-Tüpfelchen in Ex-Weinfässern bekommt. Auch hier wird der vorherige Inhalt nicht weiter präzisiert.

Unverändert wird dieser Armagnac anschließend in Fassstärke auf Flaschen gezogen. Aktuell sind hierzulande Qualitäten der Jahrgänge 1972, 74, 75, 76 und 78 mit einem Alkoholgehalt im Bereich von 55,4 bis 59,9 %Vol. erhältlich. Die offizielle unverbindliche Preisempfehlung liegt hierfür bei 169,90 Euro je 0,7 Liter.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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