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Neist Point: Talisker und der neue Ultra-NAS-Whisky

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Bildquelle: DIAGEO

Man gibt sich regional. Zumindest was den Namen des neuen Single Malt Scotch Whiskys aus dem Hause Talisker angeht. Benannt nach dem westlichsten Punkt ihrer Heimatinsel Skye, reiht sich der Talisker Neist Point perfekt ins aktuelle Portfolio ein. Ob dies nun positiv ist oder Fans der Marke zum Verzweifeln bringt, sei dahingestellt. Tatsache ist jedoch, dass der Preis eine klare Ansage ist.


Bei ihrem Kernportfolio ist die Scotch-Brennerei Talisker unter Führung des Spirituosenkonzern DIAGEO schon vor einiger Zeit dazu übergegangen den Großteil auf No-Age-Statements umzukrempeln. Zwar ist der 10 jährige Malt des Hauses nach wie vor Whisky Nummer 1, diesem folgten in den Jahren seit 2013 jedoch 4 Single Malts ohne jegliche Altersangabe: Storm, Dark Storm, Port Ruighe und Skye.

Ein Schelm, wer böses denkt, in Hinblick auf DIAGEOs Ziel Talisker unter die 10 meistverkauften Single Malts zu pushen. Ein Ziel das vor Jahren gesetzt wurde und 2014 erreicht.

Ähnlich wie der Talisker Dark Storm soll es den Neist Point vorerst lediglich nur im Duty Free-Bereich geben. Inwieweit eine anschließende Ausweitung auf den normalen Einzelhandel geplant ist, ist mir nicht bekannt. Allerdings spricht die unverbindliche Preisempfehlung eher die Sprache des Reisehandels. 147,- Euro für ein No-Age-Statement auf dem herkömmlichen Markt dürfte bei vielen über der Toleranzgrenze liegen. Zumindest tut es dies bei mir.

Laut offizieller Aussage sieht das Unternehmen den Talisker Neist Point zwischen dem 18- und 25-jährigen. Beides Single Malt Whiskys, die Talisker und DIAGEO 2004 in das reguläre Portfolio einführten. Nur eben mit etwas mehr Hintergrundinformationen. Anders als die beiden Malts mit stattlichem Alter soll Neist Point laut DIAGEO aber einer von mehreren strategischen Schritten sein, um bis zum Jahr 2018 Marktführer im Bereich Duty Free Single Malt zu werden.

Ambitionierte Ziele.

Der Talisker Neist Point, benannt nach der kleinen Leuchtturm Halbinsel der Isle of Skye, ist seit kurzem im Duty Free-Handel erhältlich. Abgefüllt wird dieser mit 45,8 %Vol.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

2 Kommentare für Neist Point: Talisker und der neue Ultra-NAS-Whisky

  1. Matthias 11. Dezember 2015 zu 22:13 #

    Hey Philip,

    vielen Dank erstmal für den super Beitrag!

    147 Euro ist natürlich ein stolzer Preis. Für mich wäre es mir zu schade aber als Geschenk eine grundsätzlich gute Idee, wie ich finde – gerade jetzt bald zu Weihnachten!

    Liebe Grüße aus dem Norden + einen schönen 3. Advent

    Matthias

  2. kallaskander 14. Dezember 2015 zu 11:25 #

    Hi there,

    das könnte auch unter einem der Artikel über Diageo und die schöne neue Welt stehen, aber da dies hier den neuesten Streich von Diageo darstellt, stelle ich das mal hier drunter.

    „It is no coincidence then that Diageo is choosing trend-setting Metropolitan German cities to test out their latest batch of Scotch offerings, going further than most of innovation has ever gone before. Acknowledging that ‘People’s trust in big institutions is being eroded,’ the global spirits behemoth is instead opting for word of mouth momentum and social media interest to build from the ground up. And in the process, it is proving that Scotch can be as revolutionary and on-trend as any of its rivals.“

    http://www.thedrinksbusiness.com/2015/12/the-month-in-drinks-scotch-shake-up/

    Wenn man böse wäre – was wir hier alle nicht sind – könnte man das übersetzen mit: Mit den Deutschen kann mans machen. Die jammern zwar über Preisherhöhungen aber am Ende zahlen sie doch für alles jeden Preis.
    Daher kann man hier mit Sachen experimentieren, die ihr Geld nicht wert sind. Da das funktioniern wird, haben wir dann ein Land von dem wir behaupten können, daß die „Innovationen“ gut angekommen sind und laufen. Von dieser Basis aus, werden wir sie dann europaweit streuen und mal sehen. Übersetzung Ende.

    Gleichzeitig wird über die Erosion des Konsumentenvertrauens schwadroniert und von neuen Geschäftsmodellen fabuliert….

    Für wie dämlich muß ich mich halten, wenn ich so was lese – und es glauben würde?

    Aber wie gesagt, wenn wir böse wären, was wir alle hier nicht sind.

    Greetings
    kallaskander

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