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Elephant Sloe Gin: der neue Schlehen-Gin aus dem Norden

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Bildquelle: www.sierra-madre.de

So allmählich beginnt sich an der ein oder anderen Ecke abzuzeichnen, wer im deutschen Gin-Segment nach der großen Party der vergangenen Jahre seine Nische gefunden hat. Ein Indiz hierfür ist der Nachschub neuer Produkte. Gut, dies könnte auch ein letztes Zappeln sein, ein krampfhafter Versuch auf dem Markt zu bleiben. Beim Elephant Gin mit ihrem neuen Sloe Gin bezweifle ich dies allerdings.


Es war im Frühjahr 2014 als ich den Elephant Gin das erste Mal im Glas hatte. Optisch empfand ich ihn durchaus ansprechend, inhaltlich war er jedoch eine Granate.

Mit nur 14 Botanicals zauberte man damals einen Gin in Flaschen, der für mich zu jener Zeit ein aromatischer Meilenstein war. Verarbeitet wurden Pimentkörner, Orangenschalen, Kiefernnadeln, Ingwer, Wacholder, Apfel, Afrikanischer Wermut, Teufelskralle, Falscher Andorn und Baobab, die Früchte des Affenbrotbaumes.

Mit dem Verkaufsstart am heutigen Tag legt Elephant Gin mit ihrer Sloe-Variante auf dem deutschen Markt nach. Dabei setzen die Gründer der Marke, Robin und Tessa Gerlach, wie zu erwarten, auf ihren bekannten Dry Gin als Basis. In diesem werden frische Schlehen mazeriert und anschließend unfiltriert in Flaschen gezogen. Mit 35 %Vol. geht es dann ab in die Gläser.

Im Gegensatz zum Gros der mittlerweile verfügbaren Gins, erlaubt sich Elephant Gin das Portfolio damit ein Stückchen auszuweiten. Hat das Unternehmen zudem den Vorteil, dass es Vermarktung und Vertrieb in fachkundige Hände abgeben konnte. Ein Los, das nicht vielen Gin-Herstellern der vergangenen Jahre zuteil wurde. Viele warten immer noch darauf.

Zuerst allerdings im Portfolio eines der größten deutschen Importeure wechselte Elephant Gin später allerdings zur Sierra Madre Trendfood GmbH. Wie mir Anfang des Jahres mitgeteilt wurde, schlicht aus dem Grund, weil man zuvor lediglich als unbekanntes Teil eines großen Portfolios vermarktet wurde und nicht als eigenständige Marke.

Wer sich nun also vom neuen Elephant Sloe Gin aus Mecklenburg-Vorpommern überzeugen möchte, hat für eine unverbindliche Preisempfehlung zwischen 35 und 37 die Chance dazu.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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3 Kommentare für Elephant Sloe Gin: der neue Schlehen-Gin aus dem Norden

  1. kallaskander 16. Dezember 2015 zu 10:39 #

    Hi there,

    na ja….. wieviele andere Hersteller fallen mir ein, die auch Sloe Gin machen…. vier oder fünf? Sicher bietet es sich an, wenn man schon einen Gin hat, mit einer Schlehen-Mazeration das Portfolio zu erweitern.

    Aber wer trinkt das? Selbst im Mutterland des Gins gibt es nur eine Handvoll Sloe Gins, Gordons, Haymans, Sipsmith, Plymouth und den Professor Ampleforth, dazu noch ein paar Exoten aus anderen Ländern… aber viele sind es nun wirklich nicht.

    Monkey hat auch einen, aber der ist halt da und kann vom Absatz sicher nicht mit dem Monkey 47 Gin mithalten.

    Nice to have wahrscheinlich aber kein Umsatzgarant.

    Greetings
    kallaskander

  2. Philip Reim 16. Dezember 2015 zu 17:23 #

    Ich denke, dass sich jeder Hersteller bewusst ist, dass ein Sloe Gin kein Cash-Bringer ist. Nicht zuletzt, da sein Einsatzbereich in Cocktails im Vergleich zu Dry Gin verschwindend gering ist.

    Gruß Philip

  3. Maddin 16. Dezember 2015 zu 22:23 #

    Naja, lecker ist das Zeug schon. Ich setze jeden Winter ne Flasche auf. Aber mit so nem feinen Gin als Grundlage? Bring nicht wirklich soooo viel und im Sloe-Gin Fizz wärs etwas zu schade. Naja, gibt genug Leute, die gern Liköre trinken.

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