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Brooklyn Gin: Tatsächlich mal ein neues Craft Produkt?

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Brooklyn Gin

In Deutschland einen Gin seiner Herkunftsstadt zu widmen, ist mittlerweile Mode. Eine Art Sub-Trend der modernen Gin-Welle. Mir ist kein weiterer Markt bekannt, auf denen Hersteller derart vielen Städten einen eigenen Gin gespendet haben, wie dies in Deutschland der Fall ist. Seit wenigen Wochen zieht hierzulande in exakt diesem Trend auch eine der größten Städte der Welt nach. Die Rede ist vom neuen Brooklyn Gin.


Schreibt man sich als Gin-Hersteller seine Herkunftsstadt auf die Flaschen, macht es zum zentralen Bestandteil seiner Marke, hat man ein attraktives Marketing-Werkzeug. Das jeweilige Image der Stadt strahlt auf das Produkt ab. In Deutschland ist daher bei vielen Gins die Stadt mittlerweile integraler Bestandteil der Marke.

Seit wenigen Wochen gibt es in der Riege der „Stadt-Gins“ Nachwuchs. In diesem Fall aber kein deutsches Exemplar, sondern eines der bekanntesten US-Städte. Zumindest eines seiner Stadtteile. Die Rede ist vom Brooklyn Gin.

Seit vergangenem Dezember wird dieser von der Sélection Prestige GmbH offiziell im deutschen Handel geführt. Dabei bringt der Brooklyn Gin meinem ersten Eindruck nach einiges an Rüstzeug mit, was ihm durchaus Aufmerksamkeit bescheren könnte. Soweit dies in einem unüberschaubaren Marktangebot noch möglich ist.

Eines seiner herausstechendsten Merkmale ist sein markantes Äußeres. Stilvolles, pastellblaues Glas und ein Flaschendesign, das mit eingefasstem Emblem für Blicke sorgt. Es wirkt konservativ, aber elegant.

Ähnlich konservativ verhalten sich die Macher bei der Auswahl der Botanicals. Für den Brooklyn Gin kommen insgesamt 11 Drogen zum Einsatz, darunter allein 5 verschiedene Zitrusfrüchte. Eureka-Zitrone, persische Zitrone, mexikanische Zitrone, Kumquat und Navelorange geben hier den fruchtig-sauren Ton an. Begleitet werden diese von Wacholderbeeren, Lavendel, Kakaobohnen, Koriander, Veilchenwurzel und Angelikawurzel.

Allein aufgrund der Botanical-Auswahl als auch aufgrund der Tatsache, dass der Hersteller lediglich von „Distilled Gin“ spricht, gehe ich davon aus, dass uns mit dem Brooklyn Gin kein klassischer, wacholderlastiger Tropfen ins Haus steht. Eher ein New Western Dry der alten Schule.

Sofern man den umstrittenen Begriff „Craft“ im Sinne von „handwerklich“ verwendet, würde er beim Brooklyn Gin durchaus zutreffen. Die 3 Start Up-Gründer hinter dem Gin legen bei jedem Herstellungsschritt selbst Hand an. Von der Mazeration in Mais-Alkohol, über die Destillation bis hin zu Abfüllung.

Wer dem neuen US-Gin etwas Aufmerksamkeit schenken möchte, kann dies für eine unverbindliche Preisempfehlung von 44,90 Euro je 0,75 Liter Flasche ab sofort tun.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

8 Kommentare für Brooklyn Gin: Tatsächlich mal ein neues Craft Produkt?

  1. Omegaman 12. Januar 2016 zu 17:45 #

    Der klingt ja interessant (vielleicht auch, weil ich NYC liebe).
    Besteht die Hoffnung, dass der hier mal getestet wird?

  2. Philip Reim 12. Januar 2016 zu 18:27 #

    Ja, eine Flasche ist bereits auf dem Weg zu uns.

    Viele Grüße
    Philip

    • omegaman 12. Januar 2016 zu 19:11 #

      Super, da bin ich sehr gespannt.

      OT: Gibt es generell die Möglichkeit, hier Wünsche anzubringen, was alles verkostet werden soll? Sinnvollerweise als Abstimmung? Bin schon öfter mal über Spirituosen (meist Standard-Sachen, also nix außergewöhnliches) gestoßen, zu denen ich mir hier einen Test gewünscht hätte.

  3. Philip Reim 12. Januar 2016 zu 19:33 #

    Eine Abstimmung ist schwierig, da wir im Vorfeld nicht wissen, inwieweit die jeweiligen Produkte verfügbar sind.
    Du kannst uns aber gerne bei wünschen eine Mail schicken und wir schauen, was wir machen können.

    Gruß Philip

  4. Holger D. 13. Januar 2016 zu 12:13 #

    Au ja! Ich würde mir z.B. mal einen Test des „Siegfried Rheinland Dry Gin“ wünschen… 🙂

    • Dennis 15. Januar 2016 zu 10:45 #

      Ich hab den gekauft, hat ja unzählige Preise, darunter aber auch komische Preise aus Asien von denen noch nie jemand etwas gehört hat, abgeräumt. Bin ehrlich gesagt gerade deshalb sehr enttäuscht gewesen. Hat gar nichts besonderes, weder im Geschmack noch im Geruch. Ein solider und sauberer Gin ohne Widererkennungswert…

      • sawgf 15. Januar 2016 zu 20:34 #

        Jap, genau meine Zustimmung. Habe ihn geschenkt bekommen. Würde ihn mir nicht kaufen.

      • Holger D. 15. Januar 2016 zu 22:40 #

        Da bin ich jetzt aber beruhigt, dass auch noch andere Menschen (außer mir) diesen „Siggi“ wenig spektakulär finden… Angesichts seiner vielen internationalen Auszeichnungen hab ich schon angefangen, an der korrekten Funktion meiner Geschmacksnerven zu zweifeln… 🙂

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