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Yamazaki 2016 Sherry Cask: Nachfolger des „weltbesten“ Whiskys

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Yamazaki 2016 Sherry Cask

Es gibt wenige verbale Begriffe, die derart verkaufsfördernd sind, wie Superlative. Dabei das „Beste der Welt“ zu sein, scheint da schon fast übernatürlich, spirituell zu sein. Kann man sich dieses auf das Label schreiben, fliegen die Geldscheine nur noch so. Zumindest war dies so im Falle des Yamazaki Sherry Cask 2013. Nun steht mit dem 2016er sein Nachfolger ins Haus.


Ein Auto als das schnellste der Welt zu bezeichnen oder eine Lampe als die energieeffizienteste der Welt zu beschreiben, ist unter Umständen korrekt. Denn dies sind technische Produkte, deren Parameter messbar und vergleichbar sind. Im Falle eines Genussprodukts wie Whisky, dieses als weltbesten seiner Art zu titulieren, ist schlichtweg Unsinn. Aber: Es ist ein unschlagbares Verkaufsargument. Dass dies letztlich aber nur die Meinung des jeweiligen Autors bzw. Verkosters darstellt, wird häufig gekonnt übersehen.

Aus diesem Grund verkaufte sich der Yamazaki Sherry Cask 2013 nach der Veröffentlichung von Jim Murry’s Whisky Bible im Jahr 2014 wie geschnitten Brot. Selbst ich erhielt eines Abends einen Anruf einer mir unbekannten Person, mit der Frage, ob ich den Whisky besorgen könnte. Der Grund: Ich hatte einen Artikel darüber geschrieben.

Als wirtschaftlich denkendes Unternehmen gibt es in einem solchen Fall nur eine logische Schlussfolgerung: Mit aller Gewalt und so schnell wie möglich, muss der Nachfolger dieses Whiskys her.

Bereits letztes Jahr sickerte daher die Information über einen neuen Yamazaki Sherry Cask-Whisky durch. Seit gestern ist es dann offiziell. Ab 1. Februar startet der Yamazaki Sherry Cask 2016 in den Handel. Ein Whisky, für den ausschließlich 3-jährige Sherryfässern verwendet wurden. Das Alter des Whiskys selbst wird allerdings nicht angegeben.

5.000 Flaschen soll es laut Unternehmensangaben vom Yamazaki Sherry Cask 2016 geben. Wobei dies dann doch eine auffallend kleine Menge ist, bedenkt man, dass dieses Kontingent für den internationalen Markt bestimmt ist.

Für die meisten von uns macht der angekündigte Preis die produzierte Flaschenzahl am Ende aber eh zur Nebensache. Denn rund 300 US-Dollar wird der Yamazaki Sherry Cask 2016 bei Marktstart kosten.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

3 Kommentare für Yamazaki 2016 Sherry Cask: Nachfolger des „weltbesten“ Whiskys

  1. 1968superingo 14. Januar 2016 zu 08:10 #

    Bei dem Preis bin ich dann mal raus aus dem Zug! Interessant, dass es sich hier scheinbar um eine NAS-Abfüllung handelt. Das macht die Preisgestaltung umso bemerkenswerter.

  2. Holger D. 14. Januar 2016 zu 12:04 #

    Der Yamazaki Sherry Cask war bisher immer eine „Mixtur“ aus 12- und 15-jährigen, ausschließlich in Firstfill-Sherryfässern gereiften Yamazakis – nach den üblichen Gepflogenheiten hätte Suntory diese Bottlings also auch als 12-jährige Whiskys vermarkten können. Ob die „Alterstruktur“ im aktuellen 2016er anders aussieht, weiß ich freilich auch nicht.

    Frühere Vintages (vor dem „weltbesten“ 2013er Bottling) hab ich schon mehrfach getrunken – die waren immer für weniger als 100 EUR erhältlich…

    Yamazaki Sherry Cask ist m.E. ein großartiger Whisky, aber diese hype-bedingte Preistreiberei ist natürlich reichlich unappetitlich…

  3. Daniel 15. Januar 2016 zu 12:06 #

    Zu diesen Preisen vergeht mir der Whisky-Hype auch langsam.

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