1838 Style White Corn: Woodford Reserves neuester Whiskey-Exot » Eye For Spirits

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1838 Style White Corn: Woodford Reserves neuester Whiskey-Exot

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White Corn

Wenn man der Bourbon-Marke Woodford Reserve einen Punkt nicht vorwerfen kann, dann wäre dies mangelnde Innovation. Mit ihrer Master’s Collection zählt sie wahrscheinlich zu den neugierigsten und umtriebigsten Bourbon-Produzenten. Vor allem in dem Segment, das im deutschsprachigen Raum ankommt. Nun steht mit dem Woodford Reserve 1838 Style White Corn Nachschub ins Haus.


Wann ist ein Trend zu Ende? Wenn sich kein hoher Umsatz mehr damit erzielen lässt? Wenn es Standard geworden ist? Oder vielleicht wenn die Ideen am Ende auch von den Industrie-Größen aufgegriffen werden?

Denn spätestens seit der Branchen-Primus Jim Beam 2014 mit einem 10 jährigen Bourbon mit einer Nachreifung in Pedro Ximénez-Fässern den internationalen Markt versorgte, war das Thema „Finishing“, also Nachreifung, bei US-amerikanischem Whiskey Mainstream geworden. Als innovativ kann man diesen Herstellungsschritt seither bei Bourbon nicht mehr bezeichnen.

Möchtest du hingegen Einfallsreichtum und aromatisches Neuland bei Whiskey von Fernwest entdecken, stößt du früher oder später auf Woodford Reserve. Eine Marke, die mit ihrer Standardqualität selbst bei uns in jedem besser sortierten Supermarkt vertreten ist, die aber im Hintergrund an neuen Aromen bastelt. Im Zuge der Master’s Collection.

Variationen in der Maische-Rezeptur, exotische Fass-Experimente, bei Woodford Reserve wird man fündig. Zumindest hatte ich bei den vergangenen Abfüllungen der Master’s Collection nicht selten einen Aha-Effekt. Kleine Veränderungen in der Produktion mit großen Auswirkungen auf die Aromen.

Mit dem Woodford Reserve 1838 Style White Corn steht nun in Kürze die zehnte Qualität jener Bourbon-Serie ins Haus. In unser Haus. Denn während der 1838 Style White Corn bereits seit einigen Wochen in den USA verfügbar ist, warten Bourbon-Fans hierzulande noch auf ihr Fläschchen.

Einige Indizien sprechen allerdings dafür, dass er hierzulande in den kommenden Wochen durch den Dachkonzern Brown-Forman ausgeliefert wird.

Der Woodford Reserve 1838 Style White Corn basiert laut Unternehmensangaben auf der Rezeptur ihres Standardwhiskeys, verändert wurde lediglich die Art des Maises. Man habe sich für den Woodford Reserve 1838 Style White Corn an der Rezeptur ihrer bekanntesten Brennmeister des 19. Jahrhunderts orientiert: Elijah Pepper und James C. Crow.

In jener Ingredienzenliste kam White Corn, weißer Mais, anstelle des heute verwendeten Yellow Corn, gelber Mais, zum Einsatz. Nach Informationen, die ich in der Online-Bibliothek des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums finden konnte, unterscheiden sich weißer Mais von jenem mit gelber Farbe allerdings kaum bis gar nicht in ihren molekularen Bestandteilen.

Laut offizieller Aussage wird der Woodford Reserve 1838 Style White Corn jedoch durch die Verwendung jenes Getreides leichter, süßer und besitzt ausgeprägtere Fruchtaromen.

Ein offizieller Termin, wann der neue Bourbon hierzulande erscheinen soll, ist mir noch nicht bekannt. Ebenso wenig der Preis. Schielt man allerdings einmal in Richtung USA, wo er bereits erschienen ist, wird es hochpreisig. 99.99 US-Dollar stehen dort auf dem Preisschild der 0,75 Liter Flasche.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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