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Octomore 7.4 – Bruichladdich legt auffallend schnell nach

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octomore74

Er ist wahrscheinlich der Prototyp des modernen Whiskys. Fast schon sogar eine Karikatur dessen. Nichtsdestotrotz wird Bruichladdichs Octomore ab Marktstart den Händlern wieder aus den Händen gerissen. Der Inbegriff eines genial platzierten Produkts. Mit dem Octomore 7.4 steht nun Nachschub für alle ppm-Whisky-Fans ins Haus.


Dass eine neue Octomore Qualität erscheinen wird, war gewiss. Dafür läuft dieser Single Malt Scotch Whisky schlichtweg zu gut. Was mich allerdings verblüfft hat, war die Tatsache, dass Bruichladdich nicht einmal 6 Monate für den Octomore 7.4 benötigt hat. Erst im Oktober vergangenen Jahres ist sein Vorgänger auf dem deutschen Markt erschienen.

In gewohnter Manier gibt sich das Unternehmen unter der Führung von Rémy Cointreau äußerst offen, was die Herstellungsangaben anbelangt. Und selbstbewusst. Denn die Angabe von „nur“ 7 Jahren Reifungsdauer ist in der Scotch-Industrie eher die Ausnahme.

Was allerdings in diesen 7 Jahren abläuft, gibt man für den Octomore 7.4 sehr detailliert an. Ein Viertel des Whiskys reifte ausschließlich in neuen Virgin Oak-Fässern. Die restlichen 75 Prozent kamen 3 Jahre in 1st Fill Bourbon-Fässer, anschließend für 2 Jahre ebenfalls in Virgin Oak Fässer. Das gesamte Sammelsurium kam anschließend für weitere 2 Jahre in 1st Fill Bourbon-Fässer.

Auch der Octomore 7.4 steht laut offizieller Aussage wieder unter dem Slogan „der meistgetorfte Single Malt Whisky der Welt„. An sich ist diese Aussage auch nicht falsch, hat auf der anderen Seite aber nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun. Mit satten 167 ppm (Part per Million) wird das Malz für den Octomore 7.4 hergestellt. Eine ordentliche Hausnummer. Eine Superlative. Nach der anschließenden Fassreifung kommt allerdings nur noch ein geringer Bruchteil davon beim Kunden an. Auf dem Papier ist er daher durchaus der meistgetorfte Whisky der Welt, ob dies im Mund auch so erkennbar ist, steht jedoch auf einem anderen Papier.

Nichtsdestotrotz dürfen sich Islay-Fans und Octomore-Freaks in Kürze auf einen neuen Single Malt Scotch mit satten 61,2 %Vol. freuen. Noch gibt es aber keine offizielle Information zur unverbindlichen Preisempfehlung. In Anbetracht der Preise vergangener Abfüllungen und einem Kontingent von nur 12.000 Flaschen wird auch der Preis des Octomore 7.4 aller Voraussicht nach im Bereich knapp über 100,- Euro liegen.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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5 Kommentare für Octomore 7.4 – Bruichladdich legt auffallend schnell nach

  1. kallaskander 22. Januar 2016 zu 10:21 #

    Hi there,

    so überraschend ist das nicht. Bruichladdich ist die einzige Marke, die dem Konzern Gewinn und Zuwachs bringt.

    heraldscotland.com/business/14222004.Islay_spirits_help_R__my_Cointreau_return_to_growth/

    Das mit dem aus den Händen reißen ist meiner Meinung nach durch, dafür gibt es noch zu viele Octomore mit 6.x und 7.x bei den meisten Händlern. Daß nach einer Woche jedweder Octomore ausverkauft war, ist vorbei.

    Die traurige Wahrheit bei Remy ist, daß Bruichladdich nur deswegen schwarze Zahlen liefert weil die Preise seit der Übernahme astronomisch gestiegen sind es aber wohl viele Kunden gibt, die mehr Geld als Verstand haben und dieses ganze junge oder NAS Zeug zu diesen Preisen kaufen.

    Greetings
    kallaskander

  2. 1968superingo 22. Januar 2016 zu 11:09 #

    Beim Octomore wurde die Preisschraube einfach überdreht. Teilweise gingen die Preise ja ab Ladentheke auf über 200 € hoch, über EBay wollen wir noch gar nicht sprechen. Sollte der 7.4 tatsächlich für nur knapp über 100 € auf den Markt kommen, wäre das im Gegensatz zu seinen Vorgängern ja fast ein Schnäppchen. Ich halte aber auch diesen Preis für zu hoch, aber gilt inzwischen leider für viele Abfüllungen.

  3. Holger 22. Januar 2016 zu 15:19 #

    Da bist Du aber optimistisch, Philip: ‚..knapp über 100 EUR liegen..‘. Auf der Laddie Shopseite wird er für 148 GBP angeboten, was ca. 195 EUR sind. Auf Bottleworld steht er schon mit 229,99 EUR in den Startlöchern. Wer sich dem Octomore Hype wieder nicht entziehen kann, der muss dann mal wieder tief in die Tasche greifen. Mir persönlich gefallen die Abfüllungen sehr gut. Kräftig, rauchig-torfig mit einer gut eingebundenen Fruchtnote. Ich habe jedoch das Glück, diese immer bei Tasting zu probieren. Das Geld würde ich nicht dafür ausgeben.

    • Philip Reim 22. Januar 2016 zu 17:40 #

      Du hast recht. „Knapp“ ist dann doch wohl ein bißchen zu optimistisch.

      Gruß Philip

  4. Andreas 16. Februar 2016 zu 15:41 #

    Die Preise sind raus, wie es aussieht.
    Von 229- 189 alles dabei..Am günstigesten bei der Whiskybotschaft gesehen. Leider nur 1x Pro Person.

    Mal sehen.

    Viele Grüße Andi

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