Plantation Pinapple Rum: Flüssige Cocktail-Geschichte vor dem Marktstart » Eye For Spirits

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Plantation Pinapple Rum: Flüssige Cocktail-Geschichte vor dem Marktstart

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Bildquelle: Pierre Ferrand

Als ich das erste Mal vom neuen Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum hörte, war mein erster Gedanke: „Bitte nicht noch einen Rum mit künstlichem Aroma“. Je mehr ich allerdings über das neue Destillat erfuhr, desto spannender wurde es. Da er nun auch für den deutschen Marktstart bereit steht, lohnt ein Blick in die Flasche flüssiger Cocktail-Geschichte.


Es gibt 1 – 2 Produkte, die ich als durchaus positiv in Erinnerung habe, grundsätzlich bin ich allerdings kein überschwänglicher Fan von Spiced und Flavoured Rums. Schlicht aus dem Grund, da die meisten verfügbaren Produkte mit Aromastoffen, ob künstlich oder natürlich, nur die mangelnde Qualität der Basis-Spirituose überdecken sollen.

Mit einem ähnlichen Vorurteil las ich auch die erste Meldung, die ich vor wenigen Tagen über den neuen Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum erhielt. Ah ja Ananas, ah ja Rum. Schublade auf, Schublade zu.

Erst am Ende jenes Berichts wurde mir bewusst, dass der Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum allerdings eine etwas andere Schiene fährt als das Gros der aromatisierten Rums. Eine komplexere Schiene, eine historisch vielleicht sogar bedeutsamere.

Der neue Ananas-Rum basiert auf einer Kooperation zwischen dem Spirituosen-Unternehmen Cognac Pierre Ferrand und dem Cocktail-Historiker David Wondrich. Wondrich, der auf der internationalen Cocktail- und Barbühne als Referent, Berater und Autor zu einer Instanz wurde, stöberte für den neuen Rum in historischen, britischen Papieren. Um genau zu sein, in 2: dem English Journal of Patent and Inventions von 1824 und dem Journal of Agricultural Society aus dem Jahre 1844.

Das angepeilte Klientel für den Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum waren in erster Linie Bartender. Geht man nochmal 2 Jahre zurück ins Jahr 2014 dann war es sogar nur ein recht kleiner Kreis von Bartendern. Nämlich jene, die sich in jenem Jahr auf der US-amerikanischen Cocktail-Messe Tales of the Cocktail in mehreren Arbeitsschichten Arthrose ins Schultergelenk shakten.

Um die harte Arbeit der Jungs und Mädels am Shaker zu honorieren, war der Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum ursprünglich nur als einmaliges Projekt geplant. Die Resonance auf das Produkt war allerdings derart positiv, dass sich Cognac Pierre Ferrand dazu entschied, aus dem Ananas-Rum eine dauerhafte Qualität zu machen.

Zur Herstellung dieses Destillats werden zunächst die Rinden von Queen Victoria Ananas mit dem hauseigenen weißen Rum Plantation 3 Stars mazeriert. Den beiden wird 1 Woche Zeit gegeben, sich rege auszutauschen. Anschließend wird in Pot Stills destilliert. Parallel dazu wurde in Plantation Original Dark Rum das Fleisch der frischen Ananas eingelegt. Diese Mazeration dauerte rund 3 Monate. Anschließend werden beide aromatisierten Rums miteinander vermählt und auf 40%Vol. gebracht.

Noch wird es offiziell nicht kommuniziert, inoffiziell benötigt der Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum allerdings nicht mehr lange für seinen deutschen Marktstart. Richtet man sich einmal nach dem aktuellen US-Dollar Preis des Rums, dann könnte die 0,7 Liter Flasche hierzulande für rund 30,- Euro ins Regal kommen.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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2 Kommentare für Plantation Pinapple Rum: Flüssige Cocktail-Geschichte vor dem Marktstart

  1. sawgf 12. Februar 2016 zu 19:54 #

    Ich finde, dass das durchaus interessant klingt. Der Preis scheint gerade noch akzeptabel zu sein. Probieren werde ich das sicher mal.

  2. Maximus 18. Februar 2016 zu 18:16 #

    Ich freue mich (sofern der Preis im Rahmen bleibt).
    Lässt Du Dir eventuell noch eine präzisere Angabe als „nicht mehr lange“ für den Marktstart entlocken?

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