Werbung

Der erste Booker’s Rye von Jim Beam steht in den Startlöchern

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

Bildquelle: Beam Suntory

Das ist definitiv eines der spannendsten Nachrichten der aktuellen Whiskey-Szene. Wenn der größte Boubon-Produzent seinen edelsten Tropfen um eine Rye Whiskey-Version ergänzt. Laut Gerüchten soll dies im Falle von Jim Beam so sein. Kurz vor dem Marktstart steht die Marke mit einem neuen Prestige-Whiskey: Booker’s Rye.


Das Label des neuen Booker’s Rye ist so simpel und beinhaltet doch recht viele Informationen zum Whiskey selbst. Ganz im Stile also seines alteingesessen Kollegen, dem Booker’s Bourbon.

So scheint der neue Rye-Whiskey aus dem Hause Jim Beam generell sehr viele Parallelen zur Bourbon-Variante zu haben. Ähnliche Reifungsdauer, ähnlicher Alkoholgehalt etc. Ich vermute daher stark, dass die Destillerie im Vergleich zum Bourbon an exakt nur einer Stellschraube gedreht hat: der Maische-Rezeptur. Wenn ich mir nämlich den Alkoholgehalt so ansehe, schätze ich, dass sogar die Fässer des Booker’s Rye auf derselben Etage im Lagerhaus lagen wie die des Booker’s Bourbon. Nämlich ganz weit oben.

Der Alkoholgehalt, der auf dem eingereichten Label zu sehen ist, liegt bei 63,55%Vol. Das sind 1,05 mehr als jener Gehalt, mit dem das Rohdestillat ursprünglich in die Fässer kam. Warum der Booker’s Rye schließlich mit mehr Alkohol aus dem Fass kommt, als hineingefüllt wurde, liegt an den klimatischen Bedingungen im Lagerhaus. Das Fass lag also in einem heiß-trockenen Bereich.

Tanja Bempreiksz, Bourbon-Markenbotschafterin von Beam Suntory, erklärte mir bei einer Veranstaltung vor einiger Zeit, dass die klimatischen Bedingungen in den Lagerhäusern von Beam in Kentucky enorm variieren. Unten kühl und moderat, oben heiß und trocken. Wenn es also im oberen Bereich der Lagerhäuser bis zu 60°C hat und es zudem staubtrocken ist, verdampft vor allem Wasser aus dem Fass. Folglich bleibt ein höherer Alkoholgehalt zurück. Booker’s Bourbon und Booker’s Rye müssen folglich auf einer ähnlichen Etage reifen.

Laut dem Label der Beam Rye-Qualität, die beim ttb, dem US-Amerikanische Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau, eingereicht wurde, besitzt der Whiskey ein Alter von 7 Jahren, 3 Monaten und 20 Tagen. Präziser geht es kaum.

Wann der Booker’s Rye offiziell erscheint, ist noch nicht bekannt. Da nahezu alle Qualitäten, die Jim Beam in den vergangenen Jahren auf dem US-Markt startete, über kurz oder lang auch nach Deutschland kamen, gehe ich allerdings davon aus, dass auch der Booker’s Straight Rye Whiskey bald in deutschen Gläsern landen wird.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

4 Kommentare für Der erste Booker’s Rye von Jim Beam steht in den Startlöchern

  1. 1968superingo 27. Februar 2016 zu 16:53 #

    Bitte schnell nach Europa importieren und für einen angemessenen Preis auf den Markt bringen! Ich freu mich drauf. Reserviert eine Buddel für mich …. Die Booker-Bourbons sind ja echte Granaten, der neue Rye steht da hoffentlich in nichts zurück.

  2. Matthias 29. Februar 2016 zu 07:20 #

    solange es nicht wie bei sazerac ist.

    sazerac rye 35$ in den USA, 80€ bei uns,

    Nein danke

  3. kallaskander 29. Februar 2016 zu 11:43 #

    Hi there,

    je nun, an sich braucht Beam an keiner Schraube zu drehen. Sie sind eine der wenigen Brennereien, die dem rye di Stange gahalten und ihn vor dem aussterben bewahrt haben.

    Der Beam rye, jetzt heißt er irgendwas mit Pre.Prohibition rye, wir eh gemacht und daraus eine bestimmte Partie als Booker rye abzufüllen ist ein leichtes.

    Greetings
    kallaskander

  4. Gin-Nerds 3. Juni 2016 zu 07:13 #

    Ab heute soll es ihn dann angeblich in USA geben. Aber 300$…

Schreibe einen Kommentar