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Lore: Laphroaig startet neuen Whisky fürs Standard-Portfolio

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Bildquelle: Beam Suntory

Gerade einmal 3 Monate sind vergangen, seit das erste Gerücht um den neuen Laphroaig Lore durchs Netz kursierte. Nun steht er offiziell im Laden: Laphroaigs neuestes No-Age-Statement. Neben dem Verzicht auf eine Altersangabe hält es die Brennerei der Isle of Islay auch in anderen Punkten eher modern. Der Lore am Puls der Zeit. Vielleicht tröstet ja der Inhalt am Ende aber über die fehlenden Infos hinweg.


Laphroaig ist eine ungemein spannende Marke. Müsste ich meine Top 10 Brennereien der Malt-Industrie auflisten, jene Islay-Brennerei wäre darunter. Umso spannender finde ich es natürlich, wenn Islays größte Destillerie einen neuen Scotch in der Pipeline hat. Und dies ist aktuell mit dem Laphroaig Lore der Fall.

Ende November kursierte von jenem Single Malt Scotch bereits das erste Label im Netz. Zwar nicht offiziell von Beam Suntory veröffentlicht, aber dennoch passend zum 200. Jubiläum der Brennerei. Nun im 201. Jahr steht der Laphroaig Lore mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 100,- Euro auf diversen Märkten zur Verfügung, darunter auch Deutschland.

Ganz der moderne Scotch, der er ist, gibt es leider auch nicht viel Hintergrundinformation zum Produkt selbst. Womit ich primär das Alter meine. Offiziell von Laphroaig und Beam Suntory kommuniziert, werden allerdings die Arten der Fässer, die für den Lore herangezogen wurden: First Fill Bourbon-Barrels, Quarter Casks und Oloroso Sherry Hogsheads. Ein buntes Sammelsurium verschiedener Fassgrößen. Auf Flaschen gezogen wird schließlich ein Malt mit 48%Vol.

Schenkt man den offiziellen Tasting-Notes – auch wenn solche Informationen meist mit Vorsicht zu genießen sind – Glauben, dann dürfte der Laphroaig Lore doch eine echte Hausnummer werden. Für das Unternehmen sicherlich ein angestrebtes Ziel, wenn man bedenkt, dass Laphroaigs letztes No-Age-Statement Select doch einiges an Häme und Kritik einstecken musste.

Vorerst kann der neue Single Malt Scotch ausschließlich über die offizielle Website von Laphroaig geordert werden und auch nur als Mitglied der Friends of Laphroaig. Mit einer 14-tägigen Lieferungsfrist nach Deutschland. In Kürze dürfte er dann aber auch hierzulande in regulären Shops verfügbar sein.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

4 Kommentare für Lore: Laphroaig startet neuen Whisky fürs Standard-Portfolio

  1. kallaskander 10. März 2016 zu 11:08 #

    Hi there,

    Laphroaig distillery manager, John Campbell, said: “Over the generations, distillery managers like me have made their own contributions to the quality and character of Laphroaig.
    “From the founding of Laphroaig, these custodians have each made their own mark, whether it was drying the malting barley at lower temperatures than most, using two sizes of spirit still, pioneering the use of ex-Bourbon barrels, or reintroducing the quarter cask to Scotch whisky-making.
    “Each of these decisions have made Laphroaig the unique, premium whisky it is today. We make the whisky we make because of what has been passed on down to us.“

    Alles was Laphroaig macht ist einzigartig und premium. Wobei PRemium was mit PR und dem Preis aber gar nichts mit so was lästigem wie Qualität zu tun hat.
    Es war sicher einmal so, daß distillery manager stolz waren auf die Qualität, die sie machten. Ihre Konzernherren schreiben ihnen aber vor allem Quantität vor.
    Geschützt durch EU Regeln kann man da einige Jahrgänge von 3 bis 30 aus allen verfügbaren Fässern, die bei drei nicht auf dem Baum waren zusammenfassen und für 100.- € ohne Info anbieten. Der Konsument kann entscheiden.

    Schon länger gab es bei unabhängigen Abfüllern den Trend, aus Laphroaig einen zweiten Ardbeg machen zu wollen.
    Wieso sollte Laphroaig da nicht selbst aufspringen? Die Käufer machen es mit…. und verschlechtern die Gesamtsituation in Sachen whisky.

    Greetings
    kallaskander

    • Gerhard 10. März 2016 zu 11:56 #

      Ich fand den Select sehr mutig, da Orginalabfüllung ohne Färbung !
      NAS ist nicht das Problem, ich finde der Kunde wird eher durch die Zugabe von Farbstoff getäuscht.
      Das wird wohl auch beim Lore so sein.

  2. 1968superingo 10. März 2016 zu 13:58 #

    Der Select hat leider nicht gerockt. Grundsätzlich kein schlechter Whisky, aber auch aufgrund der verwendeten Fässer recht beliebig wirkend. Da ist der normale 10’er immer noch die Benchmark. Über das leidige Thema NAS will ich an dieser Stelle lieber kein Wort mehr verlieren.

  3. SMC-HH 11. März 2016 zu 20:31 #

    Laphroaig ist eine meiner Lieblingsdistillerien. Aber auch von der kaufe ich kein NAS. Und schon gar nicht für einen dreistelligen Betrag. Bitte nachmachen, und die Whiskygemeinde bekommt wieder Qualität.

    Und zur Wertsteigerung: Der PX kostete vor etwa einem Jahr auch 100€, jetzt gibt es ihn für 60€.

    John Campbell sagte vor etwa einem Jahr auf die Frage, welchen Whisky er selbst mit auf eine einsame Insel nehmen würde: Laphroaig 10.

    Das dürfte den PR-Profis nicht gefallen haben.

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