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Highland Park Ice 17 Jahre – Ein Whisky, bei dem Geld fließen wird

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Bildquelle: Beam Suntory

Dass er in Kürze starten würde, ist seit einiger Zeit kein Geheimnis mehr. Der Highland Park Ice 17 Jahre macht bereits seit einigen Wochen von sich reden. Vielleicht aufgrund seines ästhetischen Äußeren, vielleicht aufgrund der Qualität, die Highland Park abliefert, vielleicht aber auch nur aufgrund seines stattlichen Preises. Ja, hauptsächlich wegen letzterem.


Langezeit war nur bekannt, dass der neueste Whisky-Sprössling aus dem Hause Highland Park im Frühjahr 2016 erscheinen wird. Ein konkretes Datum gab es nicht. Zumindest bis vor kurzem. Denn offiziell tritt der 17-jährige Ice heute seinen Marktstart an. Ein Single Malt Scotch Whisky mit 53,9%Vol. und einer Reifung „mostly in ex-Bourbon casks„, also überwiegend in Ex-Bourbonfässern. Welche Fässer sonst noch für diesen Malt zum Einsatz kamen, wird nicht kommuniziert.

Ich bezweifle nicht, dass der Highland Park Ice 17 Jahre ein toller Single Malt Scotch ist. Für meinen Geschmack sprengt jedoch ein Preis von umgerechnet rund 250,- Euro den Toleranzrahmen. Vor allem in Anbetracht einer Charge von 30.000 Flaschen.

In gewisser Weise ist es traurig. Whisky wird in Schritten zu einem Luxus-Gut, bei dem der Normalverdiener schon gründlich überlegen muss, ob er zum Geldbeutel greift. Vor ein paar Jahren ging dies noch in kleinen Schritten von statten, heute werden sie größer. Der Highland Park Ice 17 Jahre ist dabei nicht der alleinige Sündenbock, auch nicht das Unternehmen dahinter. Es ist ein Industrie- und vor allem Kunden-Problem.

Jepp, es ist ein Problem. Aber eines, das nicht von Destillerie XY oder deren Dachkonzern verursacht wird, sondern in erster Linie von mir, von dir und allen anderen Whisky-Fans da draußen. Jene Fans, die akzeptiert haben, dass wir für hochwertigen Whisky nun eben einmal dreistellige Preise erwarten muss. Ein Whisky wie der Highland Park Ice 17 Jahre ist nur ein logischer Schlusspunkt.

Aus unternehmerischer Sicht alles richtig gemacht. Denn der Highland Park Ice 17 Jahre wird aus den Regalen gerissen, just in dem Moment, in dem in ein Shop-Mitarbeiter einsortiert hat. Das vermute ich nicht, das weiß ich. Einfach aus dem Grund, da in den vergangenen Monaten und Jahren dies bei allen Single Malt Whiskys der Fall war, die mit großem Tralala eingeführt wurden. Egal welche Destillerie oder welcher Dachkonzern hier am Werk war. Highland Park selbst liefert sogar den besten Beweis für diese Hypothese. Ihre aus mehreren Malt Whiskys bestehende Valhalla-Collection ging weg wie warme Semmeln. Selbst die Valhalla-Qualität Highland Park Loki stand trotz seiner 160,- Euro UVP nicht lange zur Verfügung.

Nun könnte ich sagen, dass es beim Highland Park Ice 17 Jahre anders wird. Vielleicht ist mit 250,- Euro für eine 0,7 Liter die Schmerzgrenze für das Gros der Kundschaft erreicht. Nö, ist es nicht.

Vom 19. bis 21. Februar, also vor rund drei Wochen, wurde der Highland Park Ice 17 Jahre anlässlich der Finest Spirits in München dem Publikum offiziell vorgestellt. Nun gut, eigentlich nicht vom 19. bis 21., denn schon wenige Stunden nachdem die Messe ihre Türen öffnete, kam kein Tropfen mehr aus der Flasche. Eine ansehnliche Menge Whisky-Fans steuerte zielstrebig auf den Highland Park Ice 17 Jahre zu. Nicht viel anders wird es den offiziellen Flaschen bei den Händlern ergehen. Lange bleiben werden sie dort nicht.

Zumal bereits sein Nachfolger, der Highland Park Fire, für 2017 angekündigt ist.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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10 Kommentare für Highland Park Ice 17 Jahre – Ein Whisky, bei dem Geld fließen wird

  1. Maximus 11. März 2016 zu 22:09 #

    Ein großer deutscher Onlineshop hätte gerne 350€ für die Flasche…

    • Maximus 14. März 2016 zu 15:23 #

      … ein anderer verlangt nicht weniger als 539€. Mal sehen, ob sich das noch toppen lässt.

  2. Lutz Frischmann 12. März 2016 zu 16:19 #

    war nicht Odin das Finale der Valhalla Collection?

    • Tobias 14. März 2016 zu 10:01 #

      Die Valhalla Collection ist mit Odin abgeschlossen. Der Ice wird wohl eine neue Serie sein, wenn der nächste (Fire) schon angekündigt ist, dreht sichs wohl um die Elemente.

  3. 1968superingo 13. März 2016 zu 20:46 #

    Ja, HP hat in letzter Zeit leider eine ziemlich kranke Preisgestaltung an den Tag gelegt. Für den Normalverdiener ist da nix mehr zu holen. Schade, den die meisten Abfüllungen von HP sind gar nicht mal so schlecht. Erfreuen wir uns also an der Tatsache, dass man zumindest (noch) Standardabfüllungen mit Altersangabe kriegen kann.

  4. Philip Reim 14. März 2016 zu 17:58 #

    Zwar kann ich die hier genannten Preise nicht bestätigen, da die jeweiligen Händler nicht genannt wurden. Sollte dies allerdings stimmen, wovon ich jetzt einmal ausgehe, dann hat ein solcher Preis nichts mehr mit einem seriösen Unternehmen zu tun. Für mich ist dies ein primitives Ausnutzen des Kunden. Ich würde von solchen Shops grundsätzlich keine Ware beziehen wollen.

    Gruß Philip

    • Maximus 15. März 2016 zu 11:18 #

      Ich habe die Händler nicht genannt, weil ich nicht wusste, ob das hier erwünscht ist, reiche die Info aber gerne nach:

      350€ verlangte (richtig gelesen, ist bereits ausverkauft) Weinquelle Lühmann, für 540€ ist er noch bei Rum & Co zu haben.

      Ich möchte weder Werbung machen noch jemanden diffamieren, sondern nur die Tatsache erwähnen, dass die im Artikel gennanten 250€ zumindest vereinzelt in der Realität bei weitem übertroffen werden.

  5. Holger D. 16. März 2016 zu 15:04 #

    Über die Preisgestaltung wurde ja schon alles Nötige gesagt…

    Aber was für Drogen nehmen eigentlich die Verpackungs-Designer von „HP“???

    Selten so ’ne absurde und hässliche Produktpräsentation gesehen… 🙂

    • 1968superingo 17. März 2016 zu 13:14 #

      Möglicherweise haben die ja etwas zu viel vom hauseigenen Gesöff genascht! 😉 Wahrlich gibt es schönere Verpackungen. Motto: Nicht schön, aber mutig!

  6. Detlef 1. April 2016 zu 00:34 #

    Das sogenante ausnutzen beginnt schonim Fach gross handel……… ich kenne keinen der Grossen Zwischenhändler in Deutschland wo der Ice unter 230€ Netto Angeboten wurde.

    Daher ist der Preis 350-400€ der zustande kommt ganz normal. Man muss einem Händler auch mal 20-30% gönnen und auch beachten das bei ganz normalen Whiskys teilweise Margen von 5% gibt.

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