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Die 10 spannendsten Neuerscheinungen im Frühjahr 2016

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Gin ist nicht sonderlich häufig vertreten. Was die letzten Monate so alles an neuen Produkten den Markt betrat, macht um Wacholder meist einen Bogen. Neben Klassikern wie Single Malt Scotch und Rum waren es allerdings die kleinen deutschen Boutique-Destillate, die in den vergangenen Wochen und Monaten von sich Reden machten. Meist mit schickem Design und fast ausnahmslos mit High End-Qualität.


Es dauerte eine Weile bis wir alle Neuerscheinungen seit Jahresanfang zusammengekürzt hatten. Welche Destillate fielen durch Individualität auf, welche waren heiß erwartet und welche sind ein weiterer Meilenstein der aktuellen Spirituosen-Industrie?

Am Ende waren 5 Destillate darunter, die in Deutschland produziert werden. Rum, Korn oder auch fassgelagerter Vodka. Aber auch bei der anderen Hälfte, bei den Single Malts, Rums und Bourbons in der Liste achteten wir darauf, dass die Produkte hierzulande erhältlich sind. Sind oder in Kürze sein werden.

JIM BEAM DOUBLE OAK

 

Der Double Oak vom berühmten Bourbon Whiskey-Produzenten Jim Beam startet Anfang April in deutsche Händler-Regale. Das Spannende daran ist weniger der solide Preis von gerade einmal 22,50 € je 0,7 Liter-Flasche, sondern die Tatsache, dass es sich um einen Refill-Bourbon handelt.

Eigentlich ist es bereits ein Oxymoron, dieses „Refill-Bourbon“. Bourbon Whiskey, vor allem Straight Bourbon Whiskey, stammt aus neuen, ausgebrannten Fässern. Holzbehälter, in denen vorab bereits ein anderes Destillat reifte, ist in der High End-Bourbon Industrie bis vor wenigen Monaten kein Thema gewesen. Überhaupt keines. Der Jim Beam Double Oak (auf der Flasche wird er nicht als Bourbon klassifiziert) bricht daher mit alten Konventionen und dürfte dem US Whiskey-Genre international den ein oder anderen Impuls verleihen.

VOLL-KORN

vollkorn

Er soll das Aroma von frisch gebackenem Brot in die Flasche bringen. Das ist das aromatische Ziel des Voll-Korn (40%Vol.), einem Destillat vom Bodensee. In einer kleinen Manufaktur im Süden Deutschlands wird der neue Getreidebrand seit kurzem hergestellt. Preis: knapp 36,- Euro à 0,5 Liter.

LAGAVULIN 8 JAHRE

Bildquelle: Norio NAKAYAMA/FlickR

Er ist eine Portfolio-Erweiterung einer der beliebtesten Scotch-Destillerien der Isle of Islay. Was die Lagavulin Distillery hier jedoch abliefert, wird voraussichtlich nur von kurzer Dauer sein. Offiziell wird er als „limitiert“ beschrieben. Was letztlich auch eines der Gründe dafür sein dürfte, dass der Lagavulin 8 Jahre (48%Vol.) für rund 48,99 € angeboten wird.

PLANTATION PINEAPPLE RUM

Bildquelle: Pierre Ferrand

Dieser Rum könnte ananas-lastiger kaum sein. Für dieses Destillat aus dem Hause Plantation/Cognac Ferrand wird zunächst ein Mazerat mit Queen Victoria Ananas-Schalen und weißem Rum hergestellt, parallel dazu lagert das Fruchtfleisch in gereiftem Rum. Die Melange aus beiden Ananas-Rums wird schließlich als Plantation Stiggin’s Fancy Dark Pineapple Rum (40%Vol.) für rund 30,- Euro vermarktet.

WINDSPIEL BARREL-AGED VODKA

Bildquelle: Tommy Hemmert Olesen/FlickR

Die Eifelion GmbH scheint Gefallen am Holzfass gefunden zu haben. Nachdem vor wenigen Jahren ihr Windspiel Dry Gin den Markt betrat, dauerte es nicht lange, und eine fassgelagerte Version folgte. Nun steht mit dem Winspiel Barrel-Aged Vodka bereits das zweite Destillat in der Pipeline, das Aromen aus dem Holz bekam. Im Falle dieses Vodkas stammen jene aus Eschenfässern.

ELIXIER GIN

Bildquelle: Elixier Gin

Er ist Berlins neuester Gin-Zuwachs und somit im Verlauf der vergangenen Monate eines der wenigen neuen Wacholder-Tropfen. Langsam scheinen sich die Neuveröffentlichungen im Gin-Segment auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Anders als die meisten Konkurrenten verzichtet der Elixier Gin (40%Vol.), dessen Idee zwar aus Berlin stammt, der aber in Bayern destilliert wird, auf Namenszusätze wie „Dry“ oder „London“. Sein leicht süßlicher Geschmack lässt auch erahnen wieso. Für rund 30,- Euro steht die 0,5 Liter Flasche seit kurzem im Regal.

HAVANA CLUB TRIBUTO COLLECTION

Bildquelle: Pernod Ricard

Weniger Gin, dafür mehr Rum. Während Plantation mit einer extravaganten Ananas-Version ihres Rums aufwartet, liefert der bekannteste kubanische Rum-Hersteller eine neue Luxus-Version ab. Als erster Abkömmling der Tributo Collection kommt dieser Havana Club Rum (40%Vol.) in Kürze für ungefähr 320,- Euro auf den deutschen Markt.

LAPHROAIG LORE

Bildquelle: Beam Suntory

Letztes Jahr wurde über den Lore (48%Vol.) bereits heftig diskutiert. Wird er Laphroaigs neue Standardqualität? In welchen Fässern reifte er? Wie teuer? Dieser Tropfen war heiß begehrt. Nun steht er im Handel für rund 100,- Euro Fans von Single Malt Scotch Whisky zur Verfügung.

DON RUFFIN RUM

Bildquelle: Feingeisterei

Bezieht man das Jahr 2015 mit ein, so ist der Don Ruffin Rum einer von diversen deutschen Rums, die in jüngster Zeit erschienen. „Deutsch“ deswegen, da lediglich die Melasse importiert wurde, Fermentation, Destillation und gegebenenfalls Reifung aber hierzulande in Eigenregie durchgeführt wurde. Was in Deutschland also gemacht werden konnte, wurde auch gemacht. Die Qualität ließ sich dabei fast ausnahmslos mit High End beschreiben. Auch beim neuen Don Ruffin Rum mit seinen 43%Vol. und 59,90 pro 0,7 Liter-Flasche.

DR. JAGLAS: ARTISCHOCKEN- UND GINSENG-ELIXIER

jagla

Diese beiden Produkte gehören in die Kategorie „deutsche Mazerat-Tradition“. Denn wenn Deutschland international in einem Punkt schon seit Jahrzehnten eine echte Hausnummer ist, dann sind dies Mazerate und entsprechende Destillate. Kaum verwunderlich daher der Erfolg des deutschen Gins der jüngsten Jahre. Anders als der Wacholder-Kollege basieren diese beiden Kräuterbitter zum einen auf Artischocken beziehungsweise Ginseng. Beide Abfüllungen erscheinen mit 35%Vol. und einem Preis von knapp unter 30,- Euro à 0,5 Liter.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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