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Finished in Oak? Der neue Jim Beam Double Oak

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jim beam double oak

Es sind gerade einmal 3 Wochen vergangen als Jim Beam mit einem neuen Produktfoto ihren neuesten Whiskey ankündigte. Viel Information gab es damals zum neuen Jim Beam Double Oak nicht, Spekulationen hingegen umso mehr. Nun reicht das Unternehmen die restlichen Daten nach. Naja, zumindest so viele, dass man jetzt über neues spekulieren kann.


Wenn der größte Produzent eines Genres ein neues Produkt auf den Markt bringt, dann redet man darüber. Konsumenten wie auch Produzenten. Auch bei Jim Beam ist dies nicht anders, egal welche neue Idee die Jungs und Mädels aus Kentucky in Flaschen füllen. Denn jene Produkte lenken den Markt, inspirieren zu neuen Richtungen.

Dabei spielt in erster Linie die Qualität auch nicht die wichtigste Rolle. So wurde beispielsweise das Flavored- und Red Stag-Sortiment von Beam von Kritikern zerrissen. Auch ich habe an den Kirsch- und Apfelvarianten kein gutes Wort gelassen. Dennoch ist es fast ein Segen, dass Jim Beam unter deren Dachkonzern Beam Suntory jene Produkte international auf die Märkte brachte. Denn gerade jene Low Budget-High Flavored-Produkte sorgten für den nötigen Geldregen, der weniger lukrative Spielereien im hochwertigen Segment erlaubt.

Nun, aromatisiert ist der Jim Beam Double Oak zumindest nicht. Das Aroma erhält der neue Bourbon ausschließlich durch „natürliche“ Produktionsschritte. Das heißt: Getreide, Hefe, Destillation und Fässer.

Das Außergewöhnliche am neuesten Whiskey aus Kentucky liegt allerdings hinter dem kleinen Begriff „Double Oak“ versteckt. 2 Wörtchen, die im ersten Moment nicht viel Aussagekraft haben. Außer dass sie dazu führen, dass ein Bourbon Whiskey den Zusatz „Straight“ verliert. Zumindest ist dieser auf dem Label des neuen Jim Beam Double Oak nicht deklariert. Ein Qualitäts- und Marketing-Werkzeug, das sich Jim Beam sonst nur sehr ungerne wegnehmen lässt.

Wenn man es allerdings genau nimmt, dann gibt es doch einen kleinen Vermerk, dass unter dem Jim Beam Double Oak ein Straight Bourbon Whiskey schlummert. Sowohl auf dem Flaschenlabel als auch der Umverpackung steht im oberen Teil des Rahmens „Kentucky Straight Bourbon Whiskey Finished in Oak“.

Um daher nicht auf „Straight“ verzichten zu müssen, greift Beam auf eine altbekannte Masche zurück, die auch schon 2013 bei deren Masterpiece zum Einsatz kam. Der seinerzeit allerdings in Pedro Ximénez-Fässern nachreifte.

Aber „Finished in Oak“? Nachgereift in Eiche? In meinen Augen ist dieser Zusatz in etwa so sinnvoll wie ein Rauchmelder mit Schlummer-Funktion. Denn aus Herstellungssicht hat dieser Zusatz überhaupt keine Bewandtnis. Der einzige Grund hierfür dürfte sein, wie oben angesprochen, dass das Unternehmen nicht auf die Aussage „Straight Bourbon Whiskey“ verzichten möchte. Ein Qualitätssiegel.

Unter dem Beinamen Double Oak versteckt Beam nicht etwa die Verwendung von Fässer zweier verschiedener Eichenarten, sondern ein und denselben Fass-Typ. Diesen jedoch zweimal. Der Whiskey reifte also zunächst klassisch in neuen, ausgebrannten Fässern aus amerikanischer Weisseiche. Anschließend erhielt er eine weitere Reifungsperiode in genau den gleichen Fässern, nur eben neu.

Wenn man bedenkt, dass jener Fass-Typ generell für ein kräftiges Mundgefühl und klassische, direkte Aromen wie Vanille, Karamell und Lack sorgen, dann dürfte der Jim Beam Double hier nochmal eine Schippe drauflegen.

Der neue Bourbon aus dem Hause Jim Beam ist ab April für eine unverbindliche Preisempfehlung von 22,99 € und 43%Vol. erhältlich.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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