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Von Böttcher und Hunden: Jameson plant neue Whiskey-Trilogie

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Bildquelle: Pernod Ricard Deutschland

Wenn der Marktführer eines Genres neue Produkte in petto hat, spitzen viele die Ohren. Im Falle von Irish Whiskey sind es aktuell sogar gleich 3 neue Qualitäten. 3 Whiskeys, die Jameson in Kürze in den Handel geben soll. Was genau den Fan irischer Getreide-Destillate dabei erwartet, ist noch nicht bekannt. Noch sind die Informationen zu Jameson Distiller’s Safe, Blender’s Dog und Cooper’s Croze inoffiziell.


Vergangenen Herbst meldete John Jameson & Son unter dem Dachkonzern Pernod Ricard eine Handvoll neuer Labels an. Sowohl auf US-amerikanischen Markt als auch für diverse europäische Länder.

Das heißt? Kein Spirituosen-Unternehmen leistet sich den bürokratischen Aufwand bei den entsprechenden Behörden Flaschenlabels zur Validierung einzureichen, wenn nicht die definitive Absicht besteht, jene Produkte dann auch auf den Markt zu bringen. Im Falle von Jameson sind dies sogar gleich 3 neue: The Distiller’s Safe, The Blender’s Dog und The Cooper’s Croze.

Hip klingende Namen, die als Ersatz für eine solide Altersangabe dienen. Wenn wir allerdings einmal ehrlich sind, dann waren Age-Statements, also Whiskeys mit Altersangabe, sowieso nie Jamesons Steckenpferd. Zwar gibt es mit dem 12, 15 und 18-jährigen ansehnliche Altersangaben im Portfolio, Neuerscheinungen der letzten Jahre waren aber auch bei Jameson ausnahmslos alterslose Whiskeys. Auch Jameson spürt durch eine rasant gestiegene Nachfrage der letzten Jahre den Druck auf ihre alten Whiskey-Bestände.

Neben der fehlenden Altersangabe der 3 Neuankömmlinge geht das Unternehmen vorerst auch mit sonstigen Herstellungsinformationen sparsam um. Zumindest konnte ich selbst nach einiger Recherche kaum stichhaltige Angaben finden.

Dennoch bieten Distiller’s Safe, Blender’s Dog und Cooper’s Croze Raum für Spekulation. So gehe ich schwer davon aus, dass die 3 neuen Qualitäten für den herkömmlichen Einzelhandel vorgesehen sind. Nichts mit Travel Retail Exclusive. Ganz einfach aus dem Grund, da vergangenen Oktober, ungefähr zur selben Zeit, zu der Jameson die Labels der 3 neuen Whiskeys offiziell bei den Behörden einreichte, zeitgleich 3 weitere No-Age-Statement-Whiskeys von Jameson vorgestellt wurden.

Die damalige Deconstruct-Serie sollte den Jameson Original in seine aromatischen Bestandteile zerlegen, und auf Basis von 3 dieser Noten einen neuen Whiskey kreieren. Die Whiskey-Reihe bestehend aus Bold, Lively und Round war zu jener Zeit ausschließlich für den Duty Free-Handel geplant. Welchen Sinn soll es daher haben, 2 Dreier-Serien in kurzem Abstand für den Reisehandel zu vemarkten?

Zumal das für Jameson neue Retro-Design der Labels sowie die farblosen Glasflaschen (bei Jameson üblicherweise grün) bei beiden Triologien identisch ist.

Sowohl Distiller’s Safe, Blender’s Dog als auch Cooper’s Croze kommen mit 43%Vol. und ohne Kältefiltration in den Handel.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

Ein Kommentar für Von Böttcher und Hunden: Jameson plant neue Whiskey-Trilogie

  1. kallaskander 30. März 2016 zu 11:02 #

    Hi there,

    es kommt noch etwas von Jameson, ein Jameson Crested.

    http://www.thespiritsbusiness.com/2016/03/pernod-ricard-to-release-nas-jameson-crested/

    Nun würde man unter normalen Umständen sagen , er löst den Crested Ten als NAS ab…
    wenn der Crested Ten nicht schon NAS wäre und die Ten eigentlich nichts bedeutet, was mit Alter zu tun hat.

    In so fern eine eher verwirrende Namensgebung – aber getreu dem aktuellen und allgemeinen Motto aller whisky Hersteller

    Buy our story- the whisky comes free

    gibts zum neuen Crested die Geschichte, daß er etwas mit der Historie der Bow Street distillery und den frühen – bzw. späten – Jahren von Jameson zu tun hat.

    http://www.thedrinksreport.com/news/2016/16512-irish-distillers-unveils-jameson-crested.html

    Er ist – ohne daß ihn bisher jemand probiert hätte – natürlich Premium – was ja bekanntlich nur etwas mit dem Preis und nichts mit Qualität zu tun hat, wie man bei dem Begriff Premium ja mit Recht aber völlig irrtümlich denken könnte.

    Greetings
    kallaskander

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