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Diese 5 Sommer-Cocktails haben das Zeug zum Gäste-Magnet

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Bildquelle: egorka87/Fotolia.de

Kaum hat es vor der Haustüre T-Shirt-Temperaturen werden die ersten Negronis, die ersten Gin & Tonics für Gäste auf der Barterrasse zubereitet. Die Sonne zum Anlass nehmend, haben wir für euch mit Kollegen und Bartendern gesprochen, haben Literatur gewälzt. Am Ende haben wir für euch 5 innovative Cocktail-Rezepturen zusammengetragen. 5 Pflicht-Drinks für diesen Sommer.


Es gibt eine Handvoll Spirituosen, die sind derart für Sommer-Drinks prädestiniert, dass aus ihnen eine Fülle an Cocktail-Klassikern hervorgingen. Rum und Gin, um nur 2 Beispiele zu nennen.

Wie auch bei jenen alteingesessenen Drinks, die häufig nach einem konkreten, wiederkehrenden Zutaten-Muster aufgebaut sind, folgen auch die folgenden 5 Drinks einer gewissen Linie.

Das Gros davon spielt mit einer Süß-sauer-Variation, die sie zu typischen Sour-Twists machen. Nahezu alle davon verlangen aber nach einem gewissen Geschick bei der Zubereitung der einzelnen Ingredienzen. Belohnt wirst du allerdings mit Aromenprofilen, die gerade zu nach Sommer schreien. Mit oder ohne Sonne.

HISPANIOLA

– adaptiert nach Brian Miller, 2008, New York

  • 6 cl Sommertee mazerierter weißer Rum
  • 2 cl Frischer Limettensaft
  • 1,5 cl Rohrohrzuckersirup (1:2)
  • 0,5 cl Ingwersirup

Bevor der eigentliche Hispaniola zubereitet wird, muss das Rum-Tee-Mazerat angesetzt werden. Hierfür solltest du rund einen Tag vor der eigentlichen Cocktail-Zubereitung einplanen.

Wichtig für das Aromen- und Geschmacksprofil dieses Cocktails ist zweifelsohne die Auswahl des Tees. Je nachdem welche Zusammensetzung dieser hat, erhältst du einen völlig anderen Drink. Die Original-Teemischung von Brian Miller enthielt Papaya, Mango, Ananas, Vanille, Ringelblume, Distel und Rosenblüten.

Sollte dein Tee-Laden der Wahl genau diese Mischung nicht vorrätig haben, ist es zumindest wichtig, dass du die 3 Grundaromatiken im Blick hast. Frucht-Vanille-Kräuter. Einige bei uns erhältliche Tee-Mischungen kommen dabei sehr nah an das Original-Rezept heran. Ein passendes Beispiel und kleine Inspirationsquelle ist hierfür „Weiße Magie“ eines bekannten Tee-Versandhandels.

Zur Zubereitung des Mazerats gibst du 3 gehäufte Esslöffel des Tees in 0,7 Liter weißen Rum. Achte darauf, dass der Rum nicht gesüßt wurde. Staubtrocken sollte das Ding sein.

Anschließend lässt du Tee und Rum für rund 1 Tag ziehen. Um die Suspension wieder aufzutrennen, seihst du über einen Trichter und Feinsieb den Rum wieder zurück in die Flasche ab. Den Tee kannst du nun verwerfen.

Jetzt zum eigentlich Cocktail. Gib alle Zutaten in einen Shaker mit Eiswürfeln und schüttle ungefähr 15 Sekunden. Anschließend seihst du den Drink in einen vorgekühlten Tumbler auf einen großen Eiswürfel ab. Garniert wird mit einer Limettenzeste.

PISCO YERBA BUENO

– adaptiert nach Nico Vera, 2015, San Francisco

  • 6 cl Pisco
  • 4 cl Frischer Zitronensaft
  • 3 cl Ananas-Sirup
  • 5 – 6 Minzblätter

Dem Grunde nach ist der Pisco Yerba Bueno ein Daiquiri-Twist mit einem aromatischen Tritt in den Hintern. Jede Komponente hat dabei nicht nur geschmackliche, sondern vor allem aromatische Bedeutung.

Zunächst stellst du eine Coupette bzw. Cocktailschale bereit. In diese gibst du die Minzblätter und verrührst diese mittels Stößel/Muddler trocken im Glas. Drücke sie leicht an und gegen die Glaswand. Hierdurch bleibt eine Vielzahl an ätherischen Ölen am Glas hängen, die dir später im Drink zugute kommen. Was du nicht tun solltest: die Blätter anreißen. Dann versorgst du den Drink mit Bitterstoffen, die geschmacklich nicht der Hit sind.

Natürlich kannst du die Blätter zuvor – wie häufig beobachtet – auch in beiden Handflächen anklatschen. Allerdings halte ich nicht viel davon. Erstens ist es unnötiger Hautkontakt, zweitens bringen die Aromen dem Gast reichlich wenig, wenn sie in meiner Hand sind.

Besitzt das Glas nun einen angenehm frischen Minzgeruch entnimmst du die Blätter aus dem Glas. Gib nun Pisco, Zitronensaft und Ananas-Sirup in einen Shaker mit Eiswürfeln und schüttele circa 15 Sekunden. Anschließend seihst du den Drink in die aromatisierte Cocktailschale ab und dekorierst diese mit einem kleinen Minzzweig.

FESA BRAVA

– adaptiert nach Phil Ward, 2009, New York

  • 1 Erdbeere
  • 6 cl Jalapeno-infundierter Tequila Blanco
  • 2 cl Chartreuse Gelb
  • 2 cl Zitronensaft
  • 1,5 cl Zuckersirup (1:2)

Im Vorfeld musst du die Tequila-Infusion herstellen. Hierfür schälst du die Samen von 4 Jalapeno Chili-Schoten heraus und gibst diese zusammen mit einer klein geschnittenen halben Jalapeno-Schote in 0,7 Liter weißen Tequila. Dieses Gemisch lässt du nun für rund 20 Minuten ziehen. Allerdings solltest du gelegentlich eine kleine Kostprobe nehmen, um die Schärfeentwicklung abzuschätzen. Falls du die Chili zu lange einlegst, tränen dem Gast im ungünstigsten Falle am Ende die Augen. Und dies nicht, weil der Drink so toll ist.

Ist die Infusion fertig, dann gibst du die Erdbeere in den Shaker. Mit dem Stößel zerdrückst du sie und gibst daraufhin die restlichen Zutaten einschließlich Eiswürfel hinzu. Rund 15 Sekunden kräftig schütteln und in eine vorgekühlte Coupette/Cocktailschale doppelt über Grob- und Feinsieb abseihen. Dekoration ist beim Fesa Brava nicht nötig.

THE PISCO GREYHOUND

– adaptiert nach Nico Vera, 2015, San Francisco

  • 3 cl Pisco Acholado, mazeriert mit Orange
  • 6 cl Grapefruitsaft aus gekochten Grapefruits
  • 3 cl Rohrohrzuckersirup mit Minze (1:1)
  • 2 Dashes Peychaud Bitters

Der Pisco Greyhound gehört in die Kategorie Low Proof-Cocktails, also in jene Fraktion mit wenig Alkohol. Lässt man die paar Tropfen Bitters außen vor, dann steuert allein Pisco den alkoholischen Teil bei. Von diesem wird zunächst eine Tasse mit der gewaschenen Schale einer halben Orange angesetzt. Pisco und Orangenschale sollten für rund 8 Stunden luftdicht verschlossen gelagert werden.

Um den gewünschten Saft der Grapefruit zu gewinnen, halbierst du zunächst eine. Die beiden Hälften gibst du anschließend auf eine Bratpfanne mit der offenen Schnittfläche der Frucht nach oben. Bei hoher Hitze gibst du der Frucht rund 5 Minuten Zeit. Sobald sich die Ränder braun verfärbt haben, nimmst du die Grapefruit vom Herd, viertelst sie und drückst den Saft in ein verschließbares Einweckglas.

Für den Minzsirup gibst du eine Tasse Wasser mit einer Tasse Rohrrohrzucker zusammen mit 8 Minzblättern in einen kleinen Topf. Erwärme den Topf bei mittlerer Hitze und warte unter Rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Wenn der Sirup abgekühlt ist, kann er verwendet werden.

Stehen alle Zutaten bereit, werden sie in einen Shaker auf Eis gegeben. 15 Sekunden shaken und anschließend in einen vorgekühlten Tumbler auf Eiswürfel abgeseiht. Als Dekoration eignen sich eine Grapefruitzeste oder Minzblätter.

SENTIMENTAL JOURNEY

– adaptiert nach Brian Miller, 2008, New York

  • 5 cl Dry Gin
  • 3 cl Chardonnay
  • 1,5 cl Zimtsirup

Der Sentimental Journay ist der wohl am einfachsten zuzubereitende Drink dieser Liste. Für diesen Sour-Twist werden alle Zutaten in ein Rührglas auf Eiswürfel gegeben. Verrühre nun circa 30 Sekunden und seihe anschließend in eine vorgekühlte Coupette ab. Als Garnitur eignet sich eine Zitronenzeste.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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8 Kommentare für Diese 5 Sommer-Cocktails haben das Zeug zum Gäste-Magnet

  1. Oliver 11. April 2016 zu 22:08 #

    Hi Philip,

    welchen Rum würdest du denn für einen Hispaniola empfehlen (und eventuell noch für einen Hurricane Original)?
    Angesichts der aktuellen Zuckerthematik für mich ein ziemlich schwieriges Unterfangen.

    Danke!
    Oliver

  2. Philip Reim 12. April 2016 zu 15:30 #

    Hey Oliver,

    zu empfehlen gibt es da einige.
    Die Originalrezeptur gibt den weißen Rum von Flor de Cana an.
    Ich persönlich nehme bei vielen Rezepturen, die nach weißen Rum verlangen, Banks 5 Island. Dadurch, dass er im Fass reifte und nur durch Aktivkohle gefiltert wurde, bringt er nochmal einen Schwung kräftiger Aromen mit.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen.

    Gruß Philip

    • Oliver 13. April 2016 zu 17:07 #

      Hey Philip,

      vielen Dank dir!
      Hättest du evtl. noch eine Empfehlung für einen Hurricane Original (Rum (el dorado 12y, saint james rhum agricole), Maracujasirup, Limette, Apricot Brandy)? Bis dato haben wir immer einen braunen Rum genommen, möchten aber gerne von dem Süßzeug los…

      Gruß
      Oliver

      • Oliver 13. April 2016 zu 17:11 #

        Wäre evtl. der Banks 7 Golden eine Alternative? Liest sich zumindest sehr spannend…

  3. Mathias 19. Mai 2016 zu 22:49 #

    Hallo Philip,

    Ich habe eine Frage zum Hispaniola:

    1. Du schreibst beim Zuckersirup 1:2. Meinst du damit etwa 2 Teile Wasser 1 Teil Zucker?
    2. Kann man auch Zuckersirup verwenden auf Haushaltzuckerbasis bzw Fertig-Zuckersirup? Ist der Unterschied stark im Vergleich zur Rohrzuckervariante?

    • Philip Reim 19. Mai 2016 zu 23:35 #

      Hallo Mathias,

      1. nein, andersrum. 2 Teile Zucker 1 Teil Wasser. Beispiel: auf 200 Gramm Zucker kommen 100 ml Wasser.
      2. Grundsätzlich kannst du es auch mit Sirup aus Haushaltszucker machen, Rohrohrzucker ist im Vergleich allerdings etwas weniger süß und geschmacklich bißchen charakteristischer, da ihm noch Spuren von Melasse anhaften können.

      Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiter helfen.

      Gruß Philip

      • Mathias 20. Mai 2016 zu 11:38 #

        Super, vielen Dank!

        Ich kannte halt aus dem Cocktailian z.B., dass die beim Verhältnis als erstes Zucker, dann Wasser schreiben.

  4. Mathias 25. Juli 2016 zu 15:09 #

    Hallo Philip,

    ich habe mir den Pisco Cascajal Mosto Verde besorgt. Kann ich damit auch den

    PISCO YERBA BUENO mixen ?

    Gruß

    Mathias

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