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Glenlivets neuer Prestige-Single Cask Whisky: Auchavaich

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Bilquelle: Pernod Ricard

Wann beginnt Luxus? Bei 50,- Euro für einen Malt, bei 100? Die Antworten sind subjektiv. Bei 250,- Euro für einen neuen Single Malt Scotch dürfte jedoch die Schwelle zu einem Prestige- und Luxus-Objekt bei den meisten erreicht sein. In genau diesen Bereich fällt die neue Qualität aus dem Hause Glenlivet. Auchavaich, ein 18-jähriger Single Cask.


Dass Glenlivets Produkt- und Preisstrategie durchdacht ist, belegt in erster Linie deren Platzierung als meistverkaufter Single Malt Scotch Whisky-Produzent. Zumindest mittelfristig trägt diese Planung der Brennerei und dessen Dachkonzern Pernod Ricard Früchte. Während die Standard-Range, zu denen Founder’s Reserve oder 15 Years Old zählt, die Umsatzbringer sind, dienen andere Malts eher dem Prestige. Luxus-Güter, die der Marke einen Hauch Exklusivität einhauchen sollen. Eine Strategie, mit der seit Jahrzehnten bereits die Tech- und Auto-Industrie äußerst lukrativ fährt. Denn das Prestige der unerreichbaren Produkte färbt auf die günstigeren Modelle ab. Und: gekauft.

In dieses Regal wird in Kürze der Glenlivet Auchavaich gestellt. Ein Single Cask Scotch, der laut offizieller Information 18 Jahre im Ex-Sherry-Fass der Butt-Größe reifte. 55,7%Vol. schaffen es dabei in die Flasche.

Zwar enthält dieser Malt mit 18 Jahren eine offizielle Altersangabe. Dennoch lies es sich der Konzern respektive dessen Marketing-Abteilung nicht nehmen, ihn mit einem schicken Beinamen aufzuhübschen.

„Auchavaich“ beschreibt dabei einen wichtigen Landabschnitt, den Schmuggler in der frühen Phase der Brennerei nahmen, um die Steuerbehörde zu umgehen. In Zeiten des Story Telling bei Scotch Whisky verkauft sich ein gälischer Begriff, der einen Hauch Illegalität versprüht, schlichtweg besser. Er folgt damit auf Glenlivets Prestige-Qualitäten der jüngeren Vergangenheit: Kymah, Pullman, Livet, Quercus et cetera.

Und was wäre ein Luxus-Objekt ohne den dazu passenden Preis. Satte 250,- Euro steht daher auf dem Preisschild des Glenlivet Auchavaich, der ab Mitte Mai diesen Jahres britische Händlerregale bereichern soll. Vorerst aber auch nur britische. Denn nach aktueller Lage scheint es dieser Scotch offiziell nicht in andere europäische Märkte zu schaffen.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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4 Kommentare für Glenlivets neuer Prestige-Single Cask Whisky: Auchavaich

  1. 1968superingo 5. Mai 2016 zu 19:58 #

    250 Öcken für einen 18jährigen in Fassstärke? Brennt den Glenlivet-Leuten der Hut? Oder ist es nur ein verspäteter Aprilscherz? Leider wohl nicht, aber ohne mich! Vielleicht ergibt sich ja mal auf einer Messe die Chance, den Auchavaich für ein paar Euro verkosten zu können.

    • Philip Reim 6. Mai 2016 zu 10:25 #

      Oder vielleicht in eines der bekannteren Whisky-Foren. Eventuell kannst du ja dort ein Sample über Flaschenteilung abstauben.

      Gruß Philip

  2. kallaskander 6. Mai 2016 zu 15:22 #

    Hi there,

    da ist noch einer unterwegs, Glenlivet Single Cask Allargue 18 Jahre, 59,33% für schlappe 290.- € oder so.

    An Einzelfässern ist in keiner Destillerie Mangel.

    Greetings
    kallaskander

  3. Holger D. 6. Mai 2016 zu 19:24 #

    250 Stutz sind doch heute kein Preis für ’ne limitierte 18-jährige Original-Destillerieabfüllung in Fassstärke – und dann sogar auch noch aus dem Sherryfass!!! Highland Park z.B. würde bei sowas die geneigte Kundschaft garantiert um den doppelten Preis erleichtern… 🙂

    Allerdings gehen mir diese albernen keltischen Fantasy-Namen mittlerweile voll auf die Nuss…

    Die kann sich keiner merken, niemand außerhalb des gälischen Sprachraums weiß, wie „Auchavaich“ eigentlich korrekt ausgesprochen wird, und zu allem Überfluss wird man auf Whisky-Messen oder ähnlichem auch noch von den Whisky-Nerds im Schottenrock, die grade an der VHS einen Einstiegskurs Gälisch belegt haben, schräg angeschaut, wenn man „Auchaweich“ falsch ausspricht… Furchtbar! 🙂

    VG, HD

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