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Die 3 Gewinner-Cocktails der Chivas Regal Masterclass in Hamburg

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Bildquelle: Dave Wilson/FlickR

Cocktail-Wettbewerbe sind Highlights. Sie repräsentieren zwar nicht die alltägliche Arbeit an der Bar, aber sie erweitern und verknüpfen die Szene. Die Masterclass von Chivas Regal ist dabei eines der bekanntesten und renommiertesten Drink-Contests Deutschland. Timm Werner war für EYE FOR SPIRITS in Hamburg und hat Juroren und Teilnehmern über die Schulter geschaut.


Auf meinem langen Weg zur Chivas Regal Masters nach Hamburg, dachte ich darüber nach wie lange ich diesen tollen Blend schon kenne, und doch, wie selten ich ihn in den letzten Jahren in Gästegläser ausgeschenkt habe.

Diese Frage beschäftigte mich eine ganze Weile und ließ die „lustige Fahrt“ mit der Deutschen Bahn im Hintergrund verschwinden. Wie sich in den zwei Tagen herausstellte, hat sich die Firma aus Aberdeen wohl die selbe Frage gestellt und diese 2-tägige Masterclass mit hochdotiertem Wettbewerb ins Leben gerufen. Dessen internationales Finale findet dieses Jahr in Shanghai.

Die Referenten und Juroren waren toll gewählt mit den CO2-Brothers (Klaus St. Rainer – Goldene Bar, München und Goncalo de Sousa Monteiro -Buck and Breck, Berlin), Steven Sünderhauf -Buck and Breck Berlin und Max Warner dem Global Brand Ambassador von Chivas Regal und Erfinder dieses Wettbewerbes.

Auch die von Chivas Regal ausgewählten und eingeladenen Barkeeper ließen einen hochklassigen Wettbewerb und schöne Drinks versprechen. Ich war sichtlich überrascht neben vielen „Young Guns“ auch einige „alte Hasen“ unter den Kombattanten zu sehen.

Der Modus des Wettbewerbs war spannend und sehr anspruchsvoll. Die Aufgabe sah drei Drinks vor, die 3 Epochen und Orte mit Chivas Regal verknüpfen sollten.

  1. The Classic Way: Die „golden age of cocktails“ 1920er mit einer Stadt die Chivas geprägt hat. Fast ausnahmslos wurde New York gewählt, da dort die Erfolgsgeschichte von Chivas Regal begann. Da wurde das Talent für klassische Rezepturen geprüft. Twists von Penicilin, Final Word wurden kredenzt und glänzten mit kräftiger Aromatik und perfekter Balance.
  2. The Local Way: Ein Drink sollte lokalen Charakter beweisen. Das war sehr spannend, da die Teilnehmer dort am Vielfältigsten wurden. Es gab Drinks mit Altbiersirup und Killepitsch aus Düsseldorf (Thorsten Feth, Capella Bar Düsseldorf); Franzbrötchensirup, Zwetschgenwasser, schön serviert auf einer Wiese mit Picknickkorb (Florian Springer, Tower Bar Hamburg); Waldmeistersirup, Berliner Kindl Pilsener (Thomas Altenberger, Vesper Bar Berlin). Um nur einige zu nennen.
  3. The Shanghai Way: Der Abschluss war dem Austragungsort des Finales gewidmet, Shanghai. Hier glänzten die Teilnehmer mit exotischen Zutaten und Anrichtungsarten, Original chinesischer Schnaps Mau Tai (80 vol.%), selbstgemachte Sirups mit exotischen Gewürzen und Früchten, Teekannen und Trockeneis kamen zum Einsatz.

Einige erzählten Geschichten und entführten die Juroren auf exotische Reisen in ferne Länder und in andere Zeiten. Sie verbanden Geschmack und Sensorik ihrer Drinks mit Emotionen. Die größte Hürde war dabei nicht nur die eigene Nervosität unter Kontrolle zu bringen, sondern dass in fließendem und akzentfreiem Englisch vorgetragen und beschrieben werden musste.

Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich mit der Nervosität umgegangen wurde. Einige waren aufgrund ihrer Routine in Wettbewerben cool, andere zogen Energie aus dem Miteinander, andere blieben für sich und wieder andere trugen ihre Nervosität offen auf dem Revers. Am Ende klapperten aber selbst die routiniertesten Jungs, mit Jigger und Stirrer an Rührglas und Shaker.

Alle Teilnehmer haben eine Wahnsinns-Performance abgegeben, viel Zeit, Schweiß und Kreativität investiert. Doch am Ende des Tages kann es immer nur einen Sieger geben. Und an diesem war es Lukas Motejzik aus der Zephyr Lounge in München.

Seine drei Drinks hier mit Rezeptur:

WATER STREET (THE CLASSIC WAY)

  • 6 cl Chivas Regal 12 Jahre
  • 3 cl Ruby Port
  • 2 cl Citrus Sirup (selbstgemacht)
  • 2 cl Verjus
  • 2 Dashes Alter Balsamico Essig

Der Drink ist frisch-süßlich mit angenehmer Textur auf der Zunge. Der Portwein ist perfekt eingebunden in den Verjus. Die Honignoten des Whisky kommen deutlich hervor und schmeicheln der Frucht. Ein vollmundiger Abgang bringt den perfekten Abschluss dieses Drinks.

KING PIGEON (THE LOCAL WAY)

  • 5 cl Chivas Regal 12 Jahre
  • 2 cl Riesling Spätlese/Mosel
  • 0,5 cl Enzianbrand
  • 0,2 cl Zuckersirup
  • 0,25 cl Zitronensaft
  • 3 Dashes Apfelessig

Dieser Drink ist ein Beispiel für perfektes Süße/Säure-Verhältnis. Der Riesling ist die richtige Wahl und harmoniert großartig mit den leichten Noten des Whisky.

MR. CHOW (THE SHANGHAI WAY)

  • 5 cl Chivas Regal 12 Jahre
  • 3 cl Gelber Muskateller
  • 3 cl Spiced Honey Cordial (selbstgemacht)
  • 2 cl Limettensaft

Der dritte im Bunde besticht durch das süßliche Kräuter-Aroma vom Spiel zwischen Muskateller und dem Cordial. Die Whiskynoten sind angenehm im Hintergrund ohne an Bedeutungslosigkeit einzubüßen.

Seine Auswahl an Drinks war perfekt gewählt und beeindruckte durch Eleganz und perfekter Balance. Mit seiner souveränen und ruhigen Art sowie seinem guten Englisch überzeugte Lukas Motejzik Jury und Teilnehmer gleichermaßen. So war er ein würdiger Sieger und wird ein perfekter Repräsentant für die deutsche Cocktailkultur im globalen Finale in Shanghai.

Ich drücke ihm beide Daumen und wünsche ihm eine gute Zeit.


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