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Label zum neuen Glenmorangie Bacalta aufgetaucht

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Bildquelle: lennoxshotu/FlickR

Es gibt kaum eine andere Scotch Destillerie, die derart akribisch an limitierten Abfüllungen arbeitet wie Glenmorangie. Mit Abstand mehr als jedes andere Unternehmen der Top 10 Single Malt-Produzenten. In ihrer seit Jahren gepflegten Private Edition scheint die Destillerie nun bereits ihren nächsten Malt in der Pipeline zu haben. Das Label des neuen Glenmorangie Bacalta kursiert zumindest schon im Netz.


Glenmorangies siebte Private Edition „Milsean“ hatte kein halbes Jahr auf dem Markt Zeit, da gibt es bereits seinen Nachfolger. Zumindest inoffiziell, zumindest das Label. Dennoch, der neue Bacalta war selbst für Verhältnisse der bekannten Highlands-Brennerei eine recht schnelle Nummer.

Lag zwischen vergangenen Abfüllungen der Private Edition-Serie meist mindestens 1 Jahr, sind es nun gerade einmal 6 Monate. Wann der neue Glenmorangie Bacalta allerdings tatsächlich sein Markt-Debüt feiert, ist mir aktuell noch nicht bekannt. Schlicht aus dem Grund, da momentan nicht mehr als das offizielle Label des neuen Single Malts existiert. Zumindest für die Allgemeinheit.

LVMH, Glenmorangies Dachkonzern, reichte dieses vor wenigen Tagen bei der ttb, dem US-amerikanischen Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau, ein.

Laut diesem scheint der neue Bacalta ganz die Tradition jener Whisky-Serie fortzuführen: ein besonderes Wein-Finish mit Fässern, die es so in der Whisky-Industrie nur selten, am besten aber kaum gibt. Für den neuen Single Malt dürfen „Baked Malmsey Madeira Casks“ ran.

Nehmen wir den Namenszusatz auseinander, verspricht er einen süßen, wein-lastigen Whisky. Ganz im Sinne der Private Edition-Serie eben. Allerdings ist der Begriff „Baked Malmsey Madeira Cask“ vielleicht schon etwas dick aufgetragen, in gewisser Weise schon redundant.

„Malmsey“ ist die englische Bezeichnung für die portugiesische weiße Rebsorte Malvasia, welche sehr süße und aromatische Weine hervorbringt. Als Information für den Glenmorangie Bacalta also durchaus zu gebrauchen.

Der Begriff „baked“ (engl. für „gebacken“, „gebrannt“) soll wahrscheinlich aber nur gut klingen und Aromen in den Köpfen der Konsumenten erzeugen. Denn Madeira wird standardmäßig erhitzt. Eine Prozedur, die ihn vom Gros anderer Weine unterscheidet. Dies nochmal gesondert hervorzuheben ist meiner Ansicht nach also eher unnötig. Außer aus Marketing-Gründen.

Fakt ist, dass der neue Bacalta, etwas Frische in Glenmorangies bekannte Whisky-Serie bringen dürfte. Vielleicht nicht in das gesamte Whisky-Angebot, in jene Kollektion aber allemal.

Da bis dato nur das Label des neuen Malts vorliegt, sind die tatsächlichen Aussagen eher spärlich. So wird er zwar mit 46%Vol. abgefüllt, allerdings erfahren wir nicht, wie lange er in seinen Ex-Bourbon und Madeira-Fässern lag.

Da LVMH und Glenmorangie meist jedoch nicht viel Zeit zwischen Label-Veröffentlichung und Marktstart verstreichen lassen, wissen wir in Kürze mehr. Ich vermute Spätsommer/Herbst 2016.


Bildnachweis:

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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3 Kommentare für Label zum neuen Glenmorangie Bacalta aufgetaucht

  1. 1968superingo 27. Juni 2016 zu 11:07 #

    Und vermutlich wird auch diese Abfüllung wieder +80 € kosten. In den letzten Jahren hat Glenmorangie schon einige spannende Whiskys an den Start gebracht, aber leider durch die Bank weg recht hochpreisig. Schade! Aber wenn LVMH als Besitzer dahinter steht, ist wohl nichts anderes zu erwarten. Luxuskonzern durch und durch.

  2. Philip Reim 27. Juni 2016 zu 11:22 #

    Ich habe gerade mal in den Archiv-Artikeln geblättert. In den vergangenen Jahren erschien jede Private Edition-Abfüllung zwischen 79,- und 95,- €. Die meisten waren im Bereich von 80,- Euro. Günstiger wird es also definitiv nicht.

    Gruß Philip

  3. kallaskander 27. Juni 2016 zu 10:41 #

    Hi there,

    scheint schon etwas besonderes zu sein. Bzw. könnte es durchaus…

    Denn das Erhitzen von Madeira Weinen dient wohl dazu, daß sie schneller in den casks den „bake“ eine natürliche Karamellisation erhalten, die sich sonst natürlich bei allerdings jahrelanger Lagerung in casks in den alten Lagerhäusern entwickelt.

    Es scheint auf Madeira üblich geworden zu sein, diese Phase abzukürzen. Paßt in den Geist der Zeit.
    Es scheint nur noch wenige Hersteller zu geben, die den “bake” natürlich ohne Beschleunigung und ohne Zwang im natürlichen Tempo der Weine entstehen lassen.

    Die Frage an Glenmorangie muß daher lauten: Ist es ein cask mit natürlichem Karamellisationsvorgang oder einer mit erzwungener Abkürzung?

    Die nächste Frage: Selbst wenn natürlich, muß es so teuer sein?

    Greetings
    kallaskander

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