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Diese 4 Margarita-Twists haben das Zeug deine Gäste zu begeistern

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Bildquelle: © lovemask/Fotolia

Die teuerste Margarita kostete 1.200 US-Dollar. Ein nettes Sümmchen. Dafür hätte der Kunde auch ein neues Notebook bekommen oder eine Zeit lang seine Miete bezahlen können. Hätte. Er entschied sich für den bekannten Tequila-Cocktail. Hätte er gewusst, welch geniale Twists, welche Neuinterpretationen aus einer Margarita gezaubert werden können, wäre es ihm wahrscheinlich teurer gekommen.


Es war vor rund 3 Jahren als in der 230 FIFTH Rooftop Bar & Penthouse Lounge im New Yorker Stadtteil Manhattan, die teuerste Margarita serviert wurde. 1.200 US-Dollar legte der betuchte Gast für einige Zentiliter auf den Tisch. Für einige Zentiliter und für den Ruf als Gönner. Denn 600 Dollar des Kaufpreises spendete die 230 FIFTH Bar an eine Wohltätigkeitsorganisation.

Bleiben immer noch 600 Dollar für eine Margarita. Nun zwar 50 Prozent günstiger als zuvor, aber immer noch dezent über dem durchschnittlichen Preis. Ein Teil dieser 3-stelligen Summe erklärt – nicht rechtfertigen, aber erklären – sich dann, wenn du dir die einzelnen Zutaten ansiehst.

  • Tequila: 1800 Coleccion Extra Anejo Tequila 2010 Limited Release (~ 1.800 US-Dollar)
  • Orangenlikör: Quintessence Grand Manier (~ 800 US-Dollar)
  • Limetten (~ 4 US-Dollar)
  • Eis: Lois Roederer Christal Champagner (~ 450 US-Dollar)

Eine mögliche Variante eine Margarita zuzubereiten. Vorausgesetzt deine Kreditkarte hat noch etwas Puffer. Was du dann allerdings serviert bekommst, wäre keine Margarita im ursprünglichen Stil. Da das Eis nichts anderes als gefrosteter Champagner ist, verändert dieser während er schmilzt nicht nur die Flüssigkeitsmenge des Drinks, sondern auch gravierend sein Aromen- und Geschmacksprofil.

Was in der 230 FIFTH Bar serviert wurde, ist per definitionem also ein Margarita-Twist. Eine aromatische Neuinterpretation des Klassikers. Und davon gibt es viele. Sehr viele. Denn allein das Original trägt den Titel des „meistgetrunkenen Cocktails weltweit“. Wobei diese Aussage vor allem auf die westliche Hemisphäre zutrifft, die USA im besonderen.

Ob diese Superlative nun tatsächlich der Wahrheit entspricht, ist zweifelhaft. Fakt ist allerdings, dass die zahllosen Frucht- und Frozen-Varianten der Margarita, sie doch zumindest sehr nahe an diesen Titel heranbringt.

Dabei basiert jeder Twist, jede kreative und auch unkreative Abwandlung dieses Drinks, auf einem Rezept vom Dezember 1953. In jenem Monat erschien im US-amerikanischen Esquire Magazin die erste offizielle Rezeptur der Margarita:

  • 1 ounce tequila
  • dash of triple sec
  • juice of half a lime or lemon

She’s from Mexico, Señores, and her name ist the Margarita Cocktail – and she is lovely to look at, exciting and provocative.

– Esquire Magazin, Dezember ’53

Dass der damalige Autor des Lifestyle-Magazins auch der Erfinder des bekannten Drinks ist, ist fast ausgeschlossen. Dafür gab es bereits in den Jahrzehnten davor zu viele Cocktails auf Tequila-Basis, die der Rezeptur der damaligen Margarita äußerst ähnlich waren. Das Magazin war allerdings das erste Medium, das die Zutaten sauber auflistete und es einem breiten Publikum unter die Nase hielt.

Die Geburt der Margarita war also im Dezember 1953. Auch wenn die Schwangerschaft mehrere Jahre dauerte.

Ordnen wir heute diesen Drink in die Systematik der Cocktails ein, ist es ein Sour bzw. genauer: ein leicht modifizierter Crusta. Statt des Zuckers am Glasrand mag es die Margarita allerdings etwas würziger. Der Zucker wird durch Salz ersetzt. Ein Markenzeichen.

Damit dieses letztlich nicht beim Gast den Eindruck erweckt, als hätte das Glas Akne, solltest du für die Zubereitung des Salzrandes einen Teller oder Untertasse ohne Tassenerhebung in der Mitte verwenden. Gib etwas Salz auf den Teller. Feuchte den Glasrand leicht mit einem Stück Limette oder Zitrone an. Nimm abschließend das Glas am Stil und drehe den benetzten Rand langsam im Salz.

Voilà, das wichtigste Merkmal eine Margarita ist am Glas.

Da Tequila, Zuckerquelle, Zitrussaft und Salzrand allerdings viel Spielraum für Kreativität lassen, haben wir 4 Margarita-Twists ausgegraben.

IN-SANDIARY

– adaptiert nach Joaquín Simón, 2009

  • 6 cl 100% Agave Tequila Blanco
  • 6 cl Frischer Wassermelonensaft
  • 1,5 cl Frischer Limettensaft
  • 1 cl Zuckersirup

Gib an den Rand eines Highball-Glases eine 1:1-Mischung aus Salz und braunem Rohrzucker. Die restlichen Zutaten schüttelst du rund 15 Sekunden auf Eiswürfel. Anschließend gibst du sie in das Highball-Glas. Serviert wird mit Strohhalm und ohne Dekoration.

CINDER

– adaptiert nach Phil Ward, 2009

  • 2 cl 100% Agave Tequila Reposado
  • 2 cl Jalapeno-infundierter Tequila Blanco
  • 1,5 cl Mezcal
  • 2 cl Frischer Limettensaft
  • 2 cl Zuckersirup
  • 2 Dashes Angostura Bitters
  • Rauchsalz

Gebe das Rauchsalz an den Rand einer Cocktailschale/Coupette. Schüttle anschließend die restlichen Zutaten auf Eiswürfel im Shaker rund 15 Sekunden. Abseihen in die Coupette und ohne Dekoration servieren.

THE VERACRUZANA PINEAPPLE MARGARITA

adaptiert nach Unbekannt

  • 6 cl 100% Agave Tequila Reposado
  • 2 cl Agavennektar
  • 3 cl Frischer Limettensaft
  • 4 Ananas-Stück (2 x 2 cm)
  • 2 Basilikum-Blätter

Zunächst die Basilikum-Blätter im Shaker mehrmals mit dem Muddler andrücken. Wenn diese einen intensiven Duft versprühen, Ananas-Stücke hinzugeben und deren Saft ausdrücken. Anschließend die restlichen Zutaten in den Shaker geben und mehrmals kräftig schütteln. Zum Schluss in einen vorgekühlten Tumbler auf Eis abseihen und mit Ananas und Basilikum dekorieren.

TEQUILA CRUSTA

adaptiert nach Unbekannt

  • 4 cl 100% Agave Tequila Reposado
  • 2 cl Grand Marnier
  • 2 cl Frischer Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (2:1)
  • Zucker

Zunächst eine Cocktailschale oder -kelch mit Zuckerrand versehen. Anschließend die restlichen Zutaten im Shaker auf Eiswürfel shaken und ins Glas abseihen.


Bildnachweis:

  • © lovemask – Fotolia
Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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