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Highland Park spielt mit neuem Hobbister die Terroir-Karte

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Gäbe es einen Preis für geniale Verkaufsstrategen bei Scotch, die Brennerei Highland Park wäre ein heißer Anwärter darauf. Whisky-Serien werden in kürzester Zeit Kult und neue Abfüllungen sind kurz nach Veröffentlichung ausverkauft. Da reicht auch schon mal ein einzelner Tweet auf Twitter. Auf diese Erfolgsschiene will die Brennerei nun auch den Highland Park Hobbister bringen.


In den vergangenen 4 Jahren stieg der Umsatz von Highland Park um rund 30%. Sicherlich verdanken dürfte das die Destillerie auch ihren diversen Serien an Single Malts. Egal, ob dabei keltischen Göttern oder namhaften Kriegern gedacht wurde, Fans rissen der Brennerei die Dinger förmlich aus der Brennblase.

Und das ist kaum eine Übertreibung, denn seit 1 oder 2 Abfüllungen geht Highland Park einen ähnlichen Weg wie die Destillerie Ardbeg. Neue Abfüllungen für das Kernportfolio gibt es kaum noch, dafür aber zahlreiche „special bottlings“. Limitierte Whiskys, bei denen sich die Brennerei derart sicher über den Abverkauf ist, dass sie die neuen Whiskys nur noch über den unternehmenseigenen Online-Shop anbieten. Zwischenhändler benötigt es nicht mehr. Direktversand, der ökonomische Jackpot.

So kündigte Highland Park vor wenigen Tagen an, dass auch ihr neuester Single Malt Whisky lediglich über den eigenen Webshop zu beziehen sei. Wer ihn dort sucht, muss zukünftig „Hobbister“ in das Suchfeld der Website eingeben. Der Name des neuen Highland Park-Tropfens. Den Namen leiht ihm das Hobbister Moor, rund 11 Kilometer von der Destillerie entfernt.

Im Schnitt mälzt jene Destillerie 30% des benötigten Malzes selbst. Dabei verwenden sie rund 20% Torf, das auf deren Heimatinsel Orkney zu finden ist. Der Rest wird zugekauft. Für den Highland Park Hobbister ließ die Brennerei einiger Durchläufe in Fässer füllen, bei denen ausschließlich Torf des Hobbister Moors verwendet wurde. Es soll also die Regionalitäts- und Terroir-Karte als Verkaufsargument gespielt werden.

Der neue Highland Park Hobbister hat 51,4%Vol. in der Flasche und ist auf 1200 Stück limitiert. Möchtest du dir nun eine der neuen No-Age-Statement-Pullen sichern, kannst du dies in Kürze über den Destillerie-Webshop für umgerechnet rund 90,- €.


Bildquelle: Beam Deutschland

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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3 Kommentare für Highland Park spielt mit neuem Hobbister die Terroir-Karte

  1. 1968superingo 17. Juli 2016 zu 19:36 #

    Beim Thema Terroir dürfte dann die verwendete Gerste ausschließlich aus der Gegend rund um die Brennerei kommen. Sonst ist die Nummer ja nur eine halbe Sache. Bin mir sicher, dass auch diese Abfüllung binnen Minuten ausverkauft sein wird und anschließend in der Elektrischen Bucht für noch viel mehr Geld gehandelt werden wird. Aber bei HP kosten inzwischen ja auch die Standardabfüllungen teilweise richtig Geld (bestes Beispiel ist der 18jährige).

  2. Holger D. 18. Juli 2016 zu 11:00 #

    Dem deutschen HP-Fan wird dieser Whisky ohnehin vorenthalten bleiben… Der HP-eigene Webshop liefert momentan nämlich nur nach UK… War das schon immer so, oder ist das eine Begleiterscheinung des Brexits?

    Sei’s drum – HP ist ohnehin DAS Paradebeispiel für so ziemlich alles, was in der Branche in den letzten Jahren falsch gelaufen ist: NAS-Bottlings, Storytelling statt Produkt-Transparenz, absurde Preissteigerungen bei gleichzeitigem Qualitätsverfall… Extrem schade drum, denn HP war früher mal ’ne großartige Destille…

  3. makko 18. Juli 2016 zu 19:48 #

    Einen schönen (wenn auch NAS) hab ich mir rübergerettet: Einar. Da schmeckt auch der Preis. Und der 8er von Gordon McPhail ist auch noch recht preiswert zu haben…

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