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Kilkerran 12 Jahre: Glengyles erster Whisky nach 91 Jahren

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Am 12. August wird die Scotch-Destillerie Glengyle offiziell ihre Startphase überwunden haben. Nach 12 Jahren. Dann präsentiert sie ihren neuen Single Malt Whisky: Kilkerran 12 Jahre. Ein solider Tropfen, der scheinbar mit den Regeln modernen Scotchs bricht.


Als Hedley Wright im Jahr 2004 die Destillerie Glengyle wiedereröffnete, schlug er 2 Fliegen mit einer Klappe. Zum einen hatte er nun eine Destillerie mit viel Potential an der Hand. Glengyne produzierte bis ins Jahr 1925, wurde daraufhin aber, wie das Gros der Whisky-Brennereien jener Region, geschlossen.

Zum anderen pushte die neue Brennerei aus Marketing-Sicht auch die benachbarte Brennerei Springbank. Wright, der Besitzer von Springbank und seit einigen Jahren auch Glengyle, befand sich mit seiner ersten Brennerei Springbank in einer historisch bedeutenden Whisky-Region: Campbeltown.

In dieser Stadt destillierten bis 1934 25 Whisky-Destillerien. 1998 war hiervon nur noch Springbank übrig. Laut der Scotch Whisky Association war dies zu wenig, um eine Scotch-Region zu definieren. Auch 2 reichten ihrer Meinung nach hierfür nicht aus. Die Gründung der Glen Scotia Destillerie brachte daher auch keine Besserung.

Bei 3 Destillerien musste die Scotch Whisky Association jedoch nachgeben. Welches Argument hätten sie auch anführen sollen, gibt es in den Lowlands ja ebenfalls nur 3 aktive Destillerien. Also eröffnete Wright 2004 erneut die Brennerei Glengyle und somit auch die Whisky-Region Cambeltown.

Aus markenrechtlichen Gründen dürfen die Whiskys aus jener Brennerei allerdings nicht den Namen Glengyle tragen. Dieser liegt im Besitzt der Loch Lomond Distillers.

Nun erscheint in weniger als 2 Wochen deren erster Single Malt Whisky für das Kernportfolio, ein dauerhaft verfügbares Produkt. Der Kilkerran 12 Jahre ist laut Destillerie ein leicht getorfter, zweifach destillierter Malt Whisky. Er kommt ohne Kaltfiltration und ohne Farbstoffzugabe auf den Markt.

Laut offizieller Angabe besteht dieser Single Malt aus 70 % Ex-Bourbon- und 30 % Ex-Sherryfass-Whiskys. Zu welchem Preis der neue Kilkerran 12 Jahre allerdings erscheinen wird, ist noch unbekannt. Selbst die britischen Händler, die von Glengyle als Bezugsquelle angegeben werden, halten sich hierzu noch bedeckt.


Bildquelle: Mitchell’s Glengyle Ltd.

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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7 Kommentare für Kilkerran 12 Jahre: Glengyles erster Whisky nach 91 Jahren

  1. 1968superingo 3. August 2016 zu 10:41 #

    Bin schon auf die erste Abfüllung mit Altersangabe gespannt. Das Warten zog sich ja über die Jahre hin. Immerhin konnte ich mir die Zeit mit der Verkostung der verschiedenen „Work in Progress“-Abfüllungen vertreiben. Da waren schon ein paar schöne Dinger mit dabei. Hoffentlich wird der Preis für den 12 jährigen nicht zu heftig. Wenn es geht, bitte max. 70 €.

    • Philip Reim 3. August 2016 zu 10:49 #

      Wenn ich bedenke, dass die Work-in-Progress-Flaschen bereits zwischen 50 und 60 Euro gekostet haben, könnten 70,- Euro eng werden. Zu hoffen, ist es aber.

      Gruß Philip

      • Jan 4. August 2016 zu 23:11 #

        Warum sollte der neue 12er mehr kosten als die einzelnen WIP Abfüllungen?
        Ist es nicht naheliegender, dass der Preis aufgrund der größeren Auflage und des fortlaufenden Angebots („Standardabfüllung“) im Vergleich zu den WIPs, die jährlich je als Sherry- und Bourbonversionen neu erschienen, eher sinkt?
        Es erscheint mir logischer, dass man den Kilkerran 12 preislich zwischen Springbank 10 und 12 CS platziert.
        Zum 12er Cask Strength von Springbank gibt es, glaube ich, so viele Parallelen, dass man den Kilkerran 12 langfristig zu einem höheren Preis nicht verkaufen kann.

        Gruß, Jan

  2. Christian 4. August 2016 zu 22:34 #

    Ihr meint 35€-40€. Das wird keine limitierte Abfüllung sondern der Beginn einer Core Range.

    • Philip 5. August 2016 zu 09:03 #

      Das war auch mein erster Gedanke, allerdings brachte keine der neuen Destillerien einen derart alten Whisky als erstes Kernprodukt auf den Markt.
      Gruß Philip

  3. Holger 5. August 2016 zu 10:21 #

    Moin. In UK sind die ersten Preise aufgetaucht und die liegen bei moderaten 35 Pfund. Wird sich dann bei uns wohl zwischen 40-50 EUR einpendeln
    Gruß Holger

    • 1968superingo 26. August 2016 zu 07:10 #

      Habe vorhin bei zwei großen deutschen Whisky-Online-Händlern jeweils Preise für um die 39 € gesehen. Na also, geht doch! Fairer Preis für einen „neuen“ Zwölfjährigen.

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