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Bowmore und der neue 10-jährige Scotch

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Bowmore10

Auf Bowmore schaut man. Vor allem, wenn sie einen Whisky mit Altersangabe und vertretbarem Preis in den Startlöchern haben. Whiskys beider Lager gab es in den vergangenen Jahren genug, du musstest dich nur für eines entscheiden. Der Bowmore 10 Jahre soll es ändern.


Bowmore ist eine Zeitgeist-Brennerei. Sie produziert am Puls der Zeit, vereinigt Vor- und Nachteile der modernen Scotch-Szene in einem Portfolio. Von durchschnittlichen Whiskys ohne Altersangabe, bis hin zu überragenden Qualitäten. Allein in den vergangenen 6 Jahren erweiterte die Destillerie dabei ihr Angebot um 17 verschiedene Single Malts. Manche rein, wieder raus, manche schafften es ins Kernangebot.

Im moderaten Preis-Segment fand Bowmore Gefallen an No-Age-Statements. Black Rock, Gold Reef etc. Für meinen Geschmack alles keine Überflieger. Passable Qualität durchaus, aber bei weitem unter dem Potential der Destillerie. Dieses wurde erst mit High End-Whiskys wie dem 50-jährigem oder dem Mizunara Cask Finish demonstriert. Für deutlich über 1000,- Euro für die meisten Scotch-Trinker aber nicht erreichbar. Und nicht nachvollziehbar.

Da wirkt die Pressemitteilung, die gerade durch das Netz geht, fast schon erfrischend. Der Bowmore 10 Jahre soll in wenigen Wochen das neuestes Age-Statement der Destillerie werden. Preis: 45,- Euro. Alkohol: 46 %Vol.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Bowmore schiebt den 10-jährigen als Nachfolger der Devil’s Cask-Serie hinterher. Heißt: Er kommt vorerst nur in den Duty Free-Bereich. Zudem plant der Dachkonzern Beam Suntory den neuen Malt als limitierte Version nur von Ende September bis Dezember auszuliefern.

Wenn ich mir allerdings ähnliche Abfüllungen der Destillerie ansehe – Black Rock, White Sands etc. -, waren diese ursprünglich auch nur für den Duty Free-Markt vorgesehen. Deren Exklusivität ging allerdings recht schnell flöten, sodass sie heute bei zahlreichen Fachhändlern im Regal stehen.

In Bezug auf die Fasswahl des Bowmore 10 Jahre gibt das Unternehmen nur wage Hinweise. So besteht dieser Single Malt aus einer Melange aus Ex-Oloroso Sherry- und Rotwein Barrique-Fässern. Weder ist aber die prozentuale Verteilung angegeben, noch die Rebsorte des Rotweins.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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5 Kommentare für Bowmore und der neue 10-jährige Scotch

  1. Gerhard 26. August 2016 zu 19:18 #

    Und wie immer bei Bowmore gefärbt nehme ich mal an.

    • Philip 26. August 2016 zu 20:48 #

      Ich habe zwar keine genaue Info darüber, aber ich gehe mal stark davon aus.
      Der europäische und asiatische Markt auf dem er starten soll, ist groß. Da will man bestimmt eine einheitliche Farbgebung 😉

      Gruß Philip

  2. Petra 27. August 2016 zu 12:26 #

    Woher hast du die Angabe 40%vol? Nur thespiritsbusiness.com erwähnt 40%, überall sonst lese ich von 46%. Das kann man bei Vergrößerung entsprechend hochauflösender Fotos im Netz auch auf dem Label lesen.

  3. Petra 27. August 2016 zu 12:55 #

    Mmmm… habe noch mehr 40%-Angaben gefunden. Ein Fehler in der Pressemitteilung?

    • Philip Reim 28. August 2016 zu 09:26 #

      Danke, habe es geändert.

      Gruß Philip

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