Werbung

Johnnie Walker startet mit Red Rye Finish neue Whisky-Serie

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

redryefinish

Wenn der Marktführer ein Produkt ankündigt, hört man hin. Da unterscheidet sich Scotch nicht von anderen Industrien. Vor allem, wenn die Produktbewertungen von „unterdurchschnittlich“ bis „herausragend“ reichen können. Vorhang auf für den Johnnie Walker Red Rye Finish.


Ich kenne keine Scotch-Marke, die die Widersprüchlichkeit von Blended Whiskys, derart gut zur Schau stellt wie Johnnie Walker. Auf der einen Seite ein Massenphänomen. Das Rückgrat der Scotch Whisky-Industrie, das den meisten Absatz verbucht. Auf der anderen Seite: Hochwertige Destillate. Zumindest in Teilen. Günstig für die Masse, hochwertig für Enthusiasten.

Eine Strategie, die Johnnie Walker hilft, unangefochtener Spitzenreiter im Whisky-Segment zu sein. Zumindest solange wir indische Whisky-Marken aus der Statistik entfernen. Das Gros hiervon produziert Whisky nur für den nationalen Markt und nicht nach westlichen Standards.

Nun kündigte Johnnie Walkers Dachkonzern DIAGEO kürzlich sein neuestes Projekt an: Blenders‘ Batch Red Rye Finish. Der Startschuss einer ganzen Whisky-Serie. Ein Blended Scotch Whisky, dessen Besonderheit eine Nachreifung in Rye Whiskey-Fässern ist. Laut Aussage von Johnnie Walkers Master Blender Jim Beveridge ein Tropfen, der den Zeitgeist trifft: „In the case of Red Rye Finish, the end result is an incredibly contemporary whisky.

Wobei der Red Rye Finish innerhalb eines Jahres bereits der zweite „Rye Finish Whisky“ Johnnie Walkers ist. Ende 2015 ging der 10-jährige Rye Cask Finish in den Handel, ein Produkt aus der hauseigenen Select Casks-Serie.

Zwar gibt es keine offizielle Zusage hierfür, ich gehe allerdings davon aus, dass Bulleit die Rye-Fässer stellt. Ist es immerhin die einzige US-Whiskey Marke im Portfolio von DIAGEO, die ein derartiges Kontingent an Fässern zur Verfügung stellen kann.

Bevor der Red Rye jedoch zur Nachreifung in Rye-Fässer kommt, kombiniert das Unternehmen 4 verschiedene Whiskys miteinander. Darunter Cardhu Malts sowie Grain Whisky von Port Dundas. Allesamt aus Ex-Bourbon-Lagerung.

Der Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish startet diesen September in mehr als 50 Ländern. Darunter auch Deutschland. Der empfohlene Verkaufspreis: 20,- Euro. Bei einem Blick auf Amazon dürfte die Realität jedoch günstiger aussehen.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

3 Kommentare für Johnnie Walker startet mit Red Rye Finish neue Whisky-Serie

  1. kallaskander 19. September 2016 zu 10:41 #

    Hi there,

    der Bulleit Rye ist ein zugekauftes MGP Produkt der ehemaligen LDI Destillerie in Indiana.
    Wenn Diageo den abfüllen läßt, haben sie leere rye Fässer.
    Die haben aber mit dem Bulleit direkt noch nichts zu tun.

    Kann sein, daß sie mal einen eigenen rye in ihrer neuen eigenen Kentucky Destillerie in Shelbyville, Shelby County die wohl Bulleit Distillery heißen soll, machen.

    Greetings
    kallaskander

  2. Philip Reim 19. September 2016 zu 11:22 #

    Grüß dich,

    MGP destilliert nur, lagert allerdings nicht die Fässer. Die Fassreifung obliegt daher DIAGEO.

    Gruß Philip

  3. kallaskander 20. September 2016 zu 05:52 #

    Hi there,

    ich glaube, da liegst du falsch.

    Man kann bei MGP fertigen bourbon oder rye in bulk also tanklastzugweise kaufen.
    Der muß irgendwo gelagert bzw. gereift sein.

    Die vielen Varianten des 95/5 ryes von MGP werden in unterschiedlichem Alter bei MGP gekauft und unter verschiedenem Namen abgefüllt.

    Diese Abfüller oder NDP, non distilling producers haben keine eigenen Lagerhäuser für Fässer. Die kommen von MGP.

    Greetings
    kallaskander

Schreibe einen Kommentar