Werbung

Szene-Blick: Die 5 neuesten Destillate

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

Rund eine Woche vor Weihnachten noch ein neues Produkt anzukündigen, zahlt sich für den ein oder anderen Hersteller aus. Vorausgesetzt er liefert schnell genug. Eine Hand voll Unternehmen risikiert es und schickte vergangene Woche ihre neuesten Spirituosen in den Handel.


GLENMORANGIE VINTAGE 1990 WHISKY | moët hennessy

Ob sich ein Kunde für ein Weihnachtsgeschenk entscheidet, hängt unter anderem davon ab, ob der Online-Shop noch vor dem Fest liefert. Ihren Glenmorangie Vintage 1990 kündigt die schottische Destillerie gerade einmal 8 Tage zuvor an.

Es wird daher nicht viele Weihnachtsbäume geben, an derem Fuss dieser Single Malt liegen wird. Beim neuen Glenmorangie Vintage 1990 spielt dies jedoch keine große Rolle. Ich bin mir sicher, dass sie diesen Malt auch am 1. Januar oder jeglichem anderen Datum hätten ankündigen können. Das Ding geht weg.

Dafür sorgt seine kleine Stückzahl, die Tatsache, dass es ein Jahrgangswhisky als Originalabfüllung ist und eine 25 jährige Fassreifung. Diesen Malt wird es nicht lange auf dem Markt geben. Auch wenn der Preis von 550 Euro die Hoffnung vieler Scotch Whisky-Fans auf ein Glas Glenmorangie 1990 zu Nichte macht.

Nächstes Jahr gibt es aber schon wieder Nachschub. Denn der Vintage 1990 ist nur der Startschuss einer Whisky-Serie, die Glenmorangie nun jährlich erweitert. Der Name: Bond House No. 1 Kollektion.

Solltest du dir einen Vintage 1990 oder zumindest ein Glas davon sichern können, wird dies sicherlich eine Gaumenfreude. Dafür sorgen 25 Jahre in Ex-Bourbonfässern mit einem kleinen Teil aus Ex-Sherry-Fässern.

ANGOSTURA 1787 RUM | angostura limited

Preist der Hersteller sein Produkt als Premium an, klingeln bei uns die Glocken. Der Tropfen muss gut sein, der Tropfen ist High End. „Premium“ oder „Super Premium“ legt uns ein Urteil über den Inhalt in den Mund, noch bevor wir selbst probieren konnten.

So klingt es auch beim neuen Angostura 1787 gut, wenn dessen Pressemitteilung von ihm als Super Premium-Produkt schreibt. Per definitionem sagt „Super Premium“ aber nur eines aus: Der Preis liegt 30 Prozent höher als bei Vergleichsmarken. Beim Angostura 1787 beträgt der Preis 89,99 Euro à 0,7 Liter. 

Dieser Preisanstieg geht häufig Hand in Hand mit der Qualität, ist aber kein Muss. Laut Mitteilung scheint der Rum-Hersteller beim neuen 1787 Rum davon jedoch überzeugt.

15 Jahre reifte dieser in ausgebrannten Eichenfässern. Da das Unternehmen nicht genauer auf die Fasstypen eingeht, gehe ich vom Standard aus: Ex-Bourbon. Zudem ist nicht bekannt, ob das jüngste enthaltene Destillat in diesem Rum 15 Jahre alt ist oder das älteste. Die Brennerei macht hierzu keine Angabe. Anders als bei Scotch Whisky sind die meisten Rum-Hersteller hierzu auch nicht verpflichtet.

Dennoch: Master Distiller John Georges ist vom Angostura 1787 so überzeugt, dass er ihn sogar über die Kollegen aus Schottland stellt: „Unsere Rums sind zu 100% Trinidad, hergestellt in einer Destillerie, auf einer Insel. Genauso wie ein Single-Malt – nur besser.

MACALLAN SHERRY OAK 40 JAHRE | edgrington group

Ein Whisky für 550 Euro ist teuer. Ohne Frage. Selbst bei 25 Jahren Fassreifung. Stellst du ihm aber einen Single Malt Scotch von Macallan gegenüber, der 40 Jahre im Fass verbrachte, sehen 550 Euro doch wieder günstiger aus.

Für den neuen Sherry Oak 40 Jahre schreibt Macallan umgerechnet rund 7.600 Euro auf das Preissschild. Ein nettes Sümmchen für eine von 500 verfügbaren Flaschen.

Dieser Single Malt stammt aus nur einem Fass. Eines, das 2006 eigentlich mit 9 weiteren Fässern zum Macallan 30 Jahre Sherry Oak hätte vermählt werden sollen. Macallans Master Distiller Bob Dalgarno hielt dieses Fass jedoch zurück.

Das Ergebnis: Ein Single Cask Scotch Whisky namens Macallan Sherry Oak 40 Jahre mit dem Preis eines Kleinwagens.

THE TEMPLE BAR 12 JAHRE IRISH WHISKEY | the temple bar

Was könnte irischer sein, als ein Whiskey, gereift in einem Dubliner Pub? Für diese Überdosis Irland sorgt The Temple Bar seit einigen Monaten auch in Deutschland.

Deren neuester Tropfen reifte 12 Jahre im Keller der Temple Bar und besitzt 40 %Vol. Laut Angabe des Importeurs Irish Whiskeys brannte die Destillerie diesen ausschließlich in Pot Stills und füllte ihn anschließend in Ex-Bourbonfässer.

Der Temple Bar Single Malt 12 Jahre ist ab sofort in Deutschland für 79,90 Euro à 0,7 Liter erhältlich.

ELLC BARREL AGED GIN 4TH  | east london liquor company

Vor 10 Tagen berichteten internationale Medien von einem Höhepunkt des britischen Gin-Handels. Erstmals knackte der jährliche Umsatz durch das Wacholderdestillat die 1-Milliarde-Pfund-Marke. Ein Meilenstein, an dem weit über 100 kleine Gin-Destillerien in Großbritannien beteiligt waren. 

Eine davon ist die East London Liquor Company, die nun mit ihrem neuen fassgelagerten Gin in den Startlöchern steht.

Gin aus dem Holzfass…Gut, ist jetzt nicht der neueste Schrei. Auch in Deutschland lassen Gin-Unternehmen ihr Destillat für einige Zeit im Fass ruhen. Das Interessante an der vierten Version des ELLC Barrel Aged Gins ist jedoch die Tatsache, dass sich die Destillerie nahe an der Scotch-Industrie bewegt.

Der Gin reifte 1 Jahr in Ex-Bourbonfässern. Sowohl die Tatsache, dass er 12 Monate im Fass verbrachte, stellt ihn über die meisten anderen Barrel Aged-Gins. Kaum ein anderer Hersteller lässt seinen Wacholder-Tropfen solange reifen. Und auch die Tatsache, dass ELLC Ex-Bourbonfässer statt neues Holz nimmt, ist alles andere als Standard.

Möchtest du den ELLC Barrel Aged Gin probieren, kannst du diesen über den britischen Online-Shop The Whisky Exchange für umgerechnet rund 58 Euro à 0,7 Liter bestellen.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Dann erhalte alle zukünftigen Artikel von Eye for Spirits. Kostenfrei. Bequem in dein Postfach.
Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar