Werbung

Szene-Blick: Diese 6 Spirituosen erscheinen in Kürze

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

In den ersten Wochen schreit kaum einer nach hochprozentigen Genussmitteln. Die Kunden nicht, die Produzenten nicht. Januar fühlt sich an wie ein mehrwöchiger Kater; die Szene erholt sich vom Vorjahr. Diese 5 nutzten jedoch diese Zeit, ihr neues Produkt an den Start zu bringen.


GINSTR | stuttgart distillers gbr

Das Stuttgarter Szene-Magazin re.flect schreibt: „[…]an Heimatverbundenheit kaum zu überbieten[…].“ Der Gin, dem sie hier den Regionalitäts-Stempel aufdrücken, trägt den knappen Namen: GINSTR. Ein Wortspiel aus „Gin“ und dem Code des Stuttgarter Flughafens „STR“. 

Die beiden Start Up-Gründer Alexander Franke und Markus Escher konzentrieren sich mit diesem auf Baden-Württembergs Hauptstadt wie kein Gin-Unternehmen vor ihnen. Zwar sind sie nicht die ersten im Stuttgarter Raum, die die Brennblasen für Gin anwerfen. Mir ist allerdings keines bekannt, dass derart exzessiv „Stuttgart“ als Marke verwendet.

0711, Stuttgarts Vorwahl, prägt das Konzept. 711 Flaschen pro Abfüllung, Fassnamen etc.

Neben jenem Marketing-Konzept, belassen es die beiden Gründer aber auch bei regionalen Zutaten. Soweit möglich. So bauen sie die Zitrusfrüchte selbst an, ernten Wacholder in den eigenen Weinbergen, destillieren alles selbst.

Neben jenen Drogen verarbeiten Franke und Escher unter anderem noch Süßholz und Kaffirlimettenblätter, Orangenblüten, Hibiskusblüten sowie Granatapfelkerne. 46 Botanicals insgesamt.

GINSTR kommt mit 44 %Vol. und einem Preis von 29,90 Euro 0,5 Liter in den Handel.

GLENMORANGIE BACALTAmoët hennessy

Am 31. Januar bekommen Glenmoranige Fans Nachschub. An jenem Datum stellt die Scotch Destillerie ihren neuen Bacalta dem Fachpublikum vor. Kurz darauf geht er in den Handel.

Ein Single Malt, der als Teil von Glenmorangie Private Edition, dem Kunden etwas Außergewöhnliches bieten soll. Zumindest war dies das Credo der vorangegangenen 7 Whiskys der Private Edition-Serie.

Beim Bacalta setzt die Destillerie hierfür auf Baked Malmsey Madeira-Fässer. Hölzer, in denen zuvor portugiesischer Wein der weißen Rebsorte Malvasia reifte.

Da bisher nur das Datum der Veröffentlichung bestätigt wurde sowie das Label des Bacalta, ist uns noch nicht bekannt, wie lange der Whisky im Fass lag. Schaue ich mir das Label so an, vermute ich jedoch, dass dies offiziell auch nie jemand erfahren wird.

Fakt ist jedoch, dass der Glenmorangie Bacalta mit 46 %Vol. in den  Handel kommt.

FASSGELAGERTER CASSIS GEIST | penninger

Es ist ein Genre, das zu wenig Beachtung findet: deutsche Obstbrände und -geiste. Ein Steckenpferd hiesiger Brennereien; etwas worin sie Weltniveau erreichen.

Fermentieren, mazerieren, destillieren. Dass Destillateure von Kiel bis Konstanz dies von der Pike auf beherrschen, stellen sie seit einigen Jahren mit unzähligen Gins vor großem Publikum unter Beweis.

Auf dieser Schiene fährt in Kürze auch der Cassis-Geist aus der Familienbrennerei Penninger. Für diesen mazerierte die Destillerie Schwarze Johannisbeeren und lagerte das Destillat anschließend im Cognac-Fass. 6 Monate ließen sie dem Geist Zeit zu reifen und Aromen aus dem Fass aufzusaugen. Welches Cognac-Haus das Fass zur Verfügung stellte, ist jedoch nicht bekannt.

Penningers Cassis-Geist erscheint mit 40%Vol. und ist für 27,90 Euro à 0,5 Liter über den Online-Shop der Destillerie erhältlich.

SZENE-GERÜCHTE | ardbeg, highland park, glenrothes

Mehrere namhafte Scotch-Destillerien planen Nachschub. Darunter Ardbeg, Highland Park und Glenrothes.

Noch haben die Brennereien beziehungsweise deren Dachkonzerne die neuen Single Malts nicht bestätigt, deren Labels reichten sie jedoch bereits beim ttb, dem US-amerikanischen Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau ein. Wie in der Vergangenheit dürfte der Marktstart jener Whiskys daher in Kürze bevorstehen.

  • Ardbeg An Oa: Das Label von Ardbegs neuem liefert eine Hand voll Informationen zum Inhalt. So wird der Single Malt mit 46,6 %Vol. erscheinen. Zuvor reifte er in einem Trio aus neuen ausgebrannten Fässern als auch Ex-PX-Sherry- und First Fill-Bourbonfässern.

  • Highland Park Viking Honour: Über den neuesten Single Malt von Highland Park erfahren wir zwar nichts über die Fasswahl, dafür aber über das Alter. 12 Jahre reifte dieser Single Malt in Fässern, bevor er mit 43 %Vol. abgefüllt wurde.

 

  • Glenrothes Lustau & Ridge Vineyards: Die Destillerie Glenrothes steht gleich mit 2 neuen Single Malts in den Startlöchern. Der Erste (56,7 %Vol.) reifte 24 Jahre in Ex-Sherryfässern der Bodega Emilio Lustau, der Zweite (55,2 %Vol.) stammt aus Ex-Zinfandel-Fässern von Ridge Vineyard aus Kalifornien. Auch dieser reifte 24 Jahre.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Dann erhalte alle zukünftigen Artikel von Eye for Spirits. Kostenfrei. Bequem in dein Postfach.

Ein Kommentar für Szene-Blick: Diese 6 Spirituosen erscheinen in Kürze

  1. 1968superingo 1. Februar 2017 zu 05:38 #

    Oha, die beiden Glenrothes-Abfüllungen werden bei der Altersangabe sicherlich nicht günstig sein. Meiner Erfahrung nach schadet bei dieser Brennerei Alter nicht, könnten also beides geschmacklich wertvolle Abfüllungen sein.

    Den Glenmorangie werde ich hoffentlich auf der Hanse Spirit verkosten können. Die Private Editions sind mir für den Alltagsgebrauch etwas zu teuer, auf der anderen Seite bin ich aber von keiner der Abfüllungen enttäuscht worden. Die Fasswahl beim Bacalta klingt spannend.

    Inwieweit unterscheidet sich nun der Viking Honour 12yo vom normalen 12’er außer bei der Abfüllstärke (43% statt 40%)? Mal gucken, wie die Preisgestaltung ist.

    Der An Oa von Ardbeg scheint wohl nicht die diesjährige Ardbeg-Day-Abfülung zu sein, wenn er bereits demnächst auf dem Markt erscheinen soll. Preis sicherlich wieder Richtung 100 €!?!

Schreibe einen Kommentar