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Szene-Blick: Diese 5 neuen Tropfen kommen in den Handel

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Vergangene Woche gaben zahlreiche Hersteller Informationen zu neuen Produkten bekannt. Manche offiziell, andere inoffiziell. Neben deutschem Rum dürften sich diese Woche vor allem aber Single Malt Scotch-Trinker über neue Tropfen freuen. 


BRAND MARKE RUM | bad kötztinger bärwurzquelle

Es ist ein Trend, der schwelt. Ein Trend, den Hersteller vorantreiben, der allerdings noch auf den großen Durchbruch wartet: deutscher Rum. Ähnlich verhielt sich auch Gin Mitte der 2000er. Der Markt wuchs langsam, um dann um das Jahr 2010 herum ein Ausmaß anzunehmen, mit dem keiner rechnete.

Brand Marke ist der neueste Zuwachs im Segment hiesiger Melasse-Destillate. Edelbrandsommelier Johannes Anleitner zog ihn vor wenigen Wochen erstmals auf Flaschen und kreierte sowohl eine weiße als auch fassgelagerte Variante.

Details über die Herkunft der Melasse erfahren wir derzeit noch nicht, hingegen verrät das Flaschenlabel eine Reifung des dunklen Rums in Amerikanischen Weißeiche-Fässern.

Der Rum besitzt 43 %Vol. und steht mit 44,90 Euro à 500ml-Flasche im Online-Shop der Brennerei.

HIGHLAND PARK FIRE | the edrington group

Der Highland Park Fire ist ein Sammlerobjekt mit 28.000 Exemplaren. So beschreibt es die offizielle Pressemitteilung, die die PR-Agentur von Beam Suntory und Highland Park vor wenigen Tagen veröffentlichte.

Inspiration für diesen Tropfen holte sich Highland Park laut eigener Aussage „von den Feuer-Mythen der Wikinger„: „Einst sei die Welt in einem Flammenmeer untergegangen, aus deren Asche die Götter eine neue Erde erschufen.“

Den Preisbereich, in dem der neue Single Malt liegt, gibt sie allerdings noch nicht preis. In Anbetracht seines Vorgängers, Highland Park Ice, gehe ich jedoch davon aus, dass uns rund 250 Euro erwarten werden.

Ein Hand voll Fakten liefert die Pressemitteilung dennoch. So reifte der Highland Park Fire 15 Jahre im Portweinfass. Aromen von roten Früchten, Schokolade und Vanille soll ihm dies beschert haben. Hinzukommt ein Alkoholgehalt von 45,2 %Vol.

Der neue Single Malt erscheint Anfang Februar 2017 im Fachhandel.

BASIL HAYDEN RYE WHISKEY | beam suntory

Noch hat Beam Suntory, das Unternehmen hinter Basil Hayden Whiskeys, die neue Rye-Qualität nicht bestätigt. Allerdings reichten sie das Label beim ttb, dem US-amerikanischen Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau, zur Genehmigung ein.

In der Vergangenheit war dies ein Indiz für kommende Produkte. Auch Basil Haydens Rye Whiskey dürfte da keine Ausnahme sein.

Laut Flaschenaufdruck orientierte sich die Destillerie für diesen Tropfen an der Rezeptur ihrer Bourbon-Variante. Basil Haydens Bourbon ist ein High Rye-Produkt, das heißt, Roggen nimmt einen Großteil der Rezeptur ein.

Für den Basil Haydens Rye Whiskey schien Beam diesen Anteil nochmal aufzustocken. Auf mindestens 51 Prozent. Genaueres ist derzeit noch nicht bekannt.

BALVENIE PEAT WEEK 14 JAHRE 2002 | william grant & sons

Auch William Grant & Sons reichte kürzlich ein Label beim ttb einDas Genehmigungsverfahren gilt dabei für einen neuen, getorften Balvenie Single Malt.

Dieser Single Malt reifte 14 Jahre in Fässern aus amerikanischer Weisseiche. Zwar kommuniziert das Unternehmen dies nicht über das Label, ich gehe allerdings von Ex-Bourbonfässern aus.

Zwar erschien in der Vergangenheit bereits die ein oder andere Abfüllung von Balvenie, die in „getorften“ Fässern reifte. Beim neuen Balvenie Peat Week 14 Jahre verwendete die Brennerei jedoch getorftes Malz. Ein Vorgang, den Balvenie mittlerweile eine Woche pro Jahr durchführt.

The Balvenie 14 Jahre Peat Week 2002 (48,2 %Vol.) ist daher der erste Single Malt jener Destillerie, der auf rauchigem Malz basiert.

Wann der neue Tropfen erscheinen wird, ist uns derzeit jedoch noch nicht bekannt.

LEDAIG 19 JAHRE & TOBERMORY 21 JAHRE | burn stewart distillers

Auf der schottischen Isle of Mull fährt man seit Jahren zweigleisig. Die einzige Whisky-Destillerie der Insel destilliert sowohl torfigen als auch ungetorften Single Malt. Die Rauch-Variante erscheint unter dem Namen „Ledaig“, die andere unter „Tobermory“.

Beide Marken erweitert deren Dachkonzern Burn Stewart Distillers nun um je eine Qualität:

  • Ledaig 19 Jahre

Dieser Single Malt erscheint mit 53,8 %Vol. Er erhielt ein Finish in Marsala-Fässern. Sein Preis liegt bei umgerechnet rund 146 Euro à 0,7 Liter.

  • Tobermory 21 Jahre

Wie auch der Ledaig erscheint der Tobermory 21 Jahre ab nächsten Monat bei Fachhändlern weltweit. Preis: ungefähr 152 Euro.


Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.
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4 Kommentare für Szene-Blick: Diese 5 neuen Tropfen kommen in den Handel

  1. kallaskander 30. Januar 2017 zu 14:04 #

    Hi there,

    noch so zwei Schnäppchen

    http://www.getraenkeabc.de/whiskey/runde-2-tobermory-12-jahre-und-22-jahre/

    95.- und 205.- … träumt weiter. Sind nochmal 53.- vom 21er zum 22er…

    Greetings
    kallaskander

  2. 1968superingo 31. Januar 2017 zu 08:43 #

    Leider sind die Preise für diverse schottische Malts (mit Altersangaben oder NAS mit großer Marketingstory) völlig aus den Fugen geraten. Der Ledaig, Tobermory und Highland Park sind da die besten Beispiele für. Scheinbar nimmt der Wahnsinn kein Ende. Aber wer bezahlt diese irren Summen? Scheinbar muss noch genug Geld im Portemonnaie vorhanden sein.

    Bei Balvenie war klar, dass die irgendwann mal mit getorften Whisky um die Ecke biegen. Glenfiddich hat hier schon vorgelegt. Preismässig wird das sicher aber kein Schnäppchen werden. Man muss bedauerlicherweise festhalten, dass die in den letzten Jahren ordentlich an der Schraube gedreht haben (leider in die falsche Richtung).

    Auf den Basil Hayden Rye bin ich echt mal gespannt. Rye-Whisk(e)ys sind genau mein Ding! Bei den Small Batch-Bourbon-Abfüllungen von Beam würde ich allerdings eher zum Booker’s als zum Basil Hayden greifen.

    Philip, wirst Du den Brand Marke Rum mal verkosten? Denn würde ich mir nicht blind kaufen wollen und Deine Verkostungsbewertungen sind da ein hilfreiches Mittel, unnötige Löcher in der Geldbörse zu vermeiden.

    • Philip Reim 31. Januar 2017 zu 09:24 #

      Hey Ingo,

      ja, den Brand Marke Rum habe ich bereits hier stehen. Ich habe ihn bereits probiert, aber noch nicht richtig verkostet. Der erste Eindruck war aber durchaus positiv. Interessantes trocken-fruchtiges Bouquet. Der Verkostungsartikel sollte in den nächsten Wochen folgen.
      Gruß Philip

      • 1968superingo 1. Februar 2017 zu 05:26 #

        Bin gespannt und freudiger Erwartung!

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