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Szene-Blick: Diese 4 Spirituosen erscheinen in Kürze

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Es läuft im Wochentakt. Dass Produzenten und Händler nun ihre neue, ihre heiße Ware auf den Markt werfen, ist kein Ding mehr von Wochen, sondern von Tagen. Es scheint: die Spirituosen-Szene ist in 2017 angekommen. Diese sind ihre 4 neuesten Tropfen.


TOBERMORY 12 & 22 JAHRE SCOTCH WHISKY burn stewart distillers

Die Destillerie Tobermory hatten nur wenige auf dem Radar. In Zeiten des Whisky-Booms fiel deren Name bei Whisky-Connaisseuren nicht als erstes. Dies möchte die einzige Brennerei der Isle of Mull nun nachholen. Und zwar schnell.

Bereits vergangene Woche schrieb ich über 2 neue Malts, die Tobermory veröffentlichen wird: Ledaig 19 Jahre und Tobermory 21 Jahre. Beide in einem Preisbereich von über 100 Euro.

In eine ähnliche Richtung geht es auch bei den beiden Abfüllungen, die die Destillerie diese Woche ankündigte. So erscheint der Tobermory 12 Jahre Manzanilla Cask Finish für 95 Euro, der 22 Jahre Port Cask Finish für 205 Euro à 0,7 Liter.

Hierfür erhält der Whisky-Fan unfiltrierte Single Malts mit jeweils 46,3 %Vol. Alkohol.

Tobermory hat zudem noch weitere Malts in der Hinterhand. Malts, die bis 2018 erscheinen und dem Kunden laut PR-Mitteilung zum Sammeln anregen sollen:

[…] Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, durch das Sammeln aller 6 Qualitäten eine Flasche des „Once in a life“ Whiskys Tobermory 42 Jahre zu gewinnen.

– PR-Mitteilung 30.01.17

MOUNT GAY XO CASK STRENGTH RUM rémy cointreau

Die Karibik-Insel Barbados feiert 50 Jahre Unabhängigkeit und Mount Gay liefert den Rum dazu. Mit dem XO Cask Strength schlägt die vermeintlich älteste Rum-Destillerie der Welt 2 Fliegen mit einer Klappe.

Zum einen haben sie mit dem Jahrestag zur Unabhängigkeit von der Britischen Krone ein Marketing-Instrument an der Hand, das gerade zu nach einem Ultra Premium-Produkt schreit. Zum anderen bedient Mount Gay mit einer Cask Strength-Version die Nachfrage nach Einzelfassabfüllungen. Der Kunde möchte Rum in Reinform, Mount Gay möchte liefern.

Nur 3.000 Flaschen ihres XO Cask Strength 63%Vol. bringt Mount Gay auf den Markt. Allerdings behält das Unternehmen den Preis der neuen Abfüllungen aktuell noch für sich.

THE SPIRIT OF ROE & CO IRISH WHISKEY diageo

Etwas mehr als 2 Jahre ist es nun her, da veräußerte der Getränkekonzern DIAGEO seine Irish Whiskey-Marke Bushmills. Die Whiskey-Größe machte damals Platz für Don Julio Tequila. DIAGEO sah zu jener Zeit mehr Möglichkeiten im Tequila-Markt der USA als in irischem Whiskey. Die Meldung schlug hohe Welle; namhafte Medien berichteten.

Nun, 26 Monate später, vollzieht DIAGEO eine Kehrtwende. Mit dem Spirit of Roe & Co will das Unternehmen zurück in die Whiskey-Industrie Irlands. Der Markt erscheint seit einigen Monaten doch attraktiv und mit Potential.

So schreibt das Unternehmen in ihrer Pressemitteilung zum Roe & Co:

[…] In den letzten zehn Jahren ist der weltweite Absatz um 300% gestiegen. Besonders hohe Wachstumsraten gibt es dabei im Premium-Segment, allerdings gilt der Bereich bislang als unterentwickelt.

Über den Inhalt des Roe & Co Whiskey erfahren wir derzeit, dass er ohne Kühlfiltration und mit 45 %Vol. in die Flaschen kommt. Zwar stammt er aus Ex-Bourbon-Fässern, dessen Alter kommuniziert das Unternehmen hingegen nicht. Auch der Preis ist derzeit noch nicht bekannt.

LAPHROAIG FOUR OAK & 1815 LEGACY beam suntory

Die Scotch-Destillerie Laphroaig liefert ab April 2 neue Single Malts in den Handel: Four Oak und The 1815 Legacy Edition. Allerdings beschränkt sich deren Dachkonzern Beam Suntory vorerst nur auf die Auslieferung in den Duty Free-Bereich.

Solltest du allerdings in Kürze eine der beiden Flaschen in der Hand halten dürfen, erwarten dich folgende Whiskys:

  • Laphroaig Four Oak: Ein Single Malt Whisky, der in Ex-Bourbon-Fässern reifte sowie in Quarter Casks, Virgin American Oak Fässern und Hogsheads aus Europäischer Eiche. (40 %Vol.; 55 Euro à 1 Liter)
  • The 1815 Legacy Edition: Dieser reifte in Ex-Bourbon Fässern, dann in Hogsheads aus europäischer Eiche. (48 %Vol., 104 Euro à 0,7 Liter).

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

9 Kommentare für Szene-Blick: Diese 4 Spirituosen erscheinen in Kürze

  1. 1968superingo 5. Februar 2017 zu 15:15 #

    Wollen wir mal hoffen, dass der Laphroaig Four Oak ein schärferes Profil als der Select hat. Der beinhaltet ja auch einen bunten Mix an Fässern, schmeckt aber leider etwas beliebig. Die Gefahr sehe ich auch beim Four Oak. Die 1815 Legacy Edition haut beim Preis ja schon ordentlich rein und dann auch noch eine NAS-Abfüllung.

    Was wohl der Roe & Co. kosten mag? Dahinter wird sich wohl Bushmills verstecken. Deren Whisky seht für Qualität, insoweit mache ich mir wenig Sorgen bei der Abfüllung.

    • Philip Reim 6. Februar 2017 zu 07:29 #

      Ja, spannend klingt der Fass-Mix beim Four Oak allemal.

  2. Veit 6. Februar 2017 zu 10:36 #

    Bei der Preispolitik wird Tobermory wohl auch weiterhin (zu Recht) unbekannt bleiben.
    Ein 12 jähriger für 95€ ist einfach komplett übertrieben, auch mit fancy finish. Ich bezweifle das es da einen riesigen run drauf geben wird.

    • Philip Reim 6. Februar 2017 zu 12:28 #

      Sehe ich ähnlich. Allerdings kann es durchaus sein, dass Tobermory mit dieser limitierten Serie einfach mal gucken will, was auf dem Markt möglich ist. Soweit ich weiß, kommen die Malts nicht ins Kernportfolio

  3. kallaskander 6. Februar 2017 zu 14:38 #

    Hi there,

    nee nee, der Besitzer Distill Group dreht einfach am Rad.

    Alle whiskies von Bunnahahain, Deanston und Ledaig/Tobermory sind inzwischen einfach zu teuer für das was sie können.
    Die neuen bottlings sind am ehesten Versuchsballons wie weit sie es wo noch treiben können.

    Greetings
    kallaskander

    • 1968superingo 7. Februar 2017 zu 15:12 #

      Sieht wohl sehr danach aus. Bei dem stolzen Kaufpreis von 160 Mio. GBP soll wohl die Kohle schnell wieder reinkommen. Schade, mit so einer Preispolitik gewinnt man nur wenige neuen und treuen Kunden.

  4. Klaus-Dieter Laack 14. Februar 2017 zu 20:43 #

    Also ich habe den Tobermory 15 Jahre zum Ersten mal vor 2 Jahren gekauft,da hat der noch 75

    Euro gekostet,Heute fast das doppelte,jetzt macht Tobermory noch dieses Jahr für 2 Jahre

    Pause,was noch mal die Preise ansteigen lässt. so das man sich bald fragen muss,fahre ich in

    den Urlaub oder kaufe ich mir eine Flasche Whisky,na gut so schlimm wird es Gott sei dank ja

    nicht.

    • Philip Reim 15. Februar 2017 zu 12:28 #

      Ja, der Preisanstieg ist bei dieser Destillerie enorm. Das Problem sehe ich vor allem in deren „Marke“. Sie strahlt kein Prestige aus, was den Kauf bei solch hohen Preisen erklären könnte. Denn allein mit Qualität lässt sich dieser nicht begründen, zumal das Alter gleich bleibt.

      Gruß Philip

  5. Walter 21. Februar 2017 zu 10:46 #

    Ja ja diese Erfahrung macht man Heutzutage eher sehr oft…

    Laphroaig Legacy, Glenmorangie Bacalta, der Milsean war schon sehr dürftig.
    Bruichladdich im allgemeinen gehört auch dazu….
    Tobermory und und und….
    Aber wir Konsumenten sind selber Schuld! 6 Monate Kaufabstinenz und die werden wieder klar in der Birne!

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