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Balvenie Whiskys und wie du sie am besten trinkst

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Weißt du, was Balvenie Whiskys einzigartig macht? Es sind ihre Brennblasen. Wären diese nicht, wäre Balvenie austauschbar wie der Reifen an einem Golf. Es gäbe kaum Unterschiede zu Glenfiddich. Aber es gibt sie. Um daher möglichst viel Genuss aus einem Glas Balvenie zu ziehen, solltest du folgende Fakten kennen.


Der Scotch Whisky-Konzern William Grant & Sons drückt der Szene seinen Stempel auf, er prägt sie. In erster Linie deswegen, da ihre Flaggschiff-Marke Glenfiddich zugleich Marktführer im Single Malt Whisky-Geschäft ist.

Betrachtest du allerdings ihre 3 Marken, Glenfiddich, Balvenie und Kininvie, hält das Unternehmen ein Geheimnis für dich bereit: den Einfluss der Brennblasen auf das Aroma.

Als ich das erste Mal davon hörte, dass Whisky ein Destillat sei, war mein erster Gedanke: „Gut, damit trennen sie halt Alkohol und paar andere Stoffe vom Wasser ab.“ Meine Annahme war damals richtig. In etwa so richtig, wie die Aussage, dass Mozart Geige spielen konnte.

Klar, konnte er das. Aber es beschreibt nicht im geringsten seine Virtuosität.

Bei Whisky ist es ähnlich. Nur weil eine Brennerei wie Balvenie ihre Flüssigkeit durch eine Brennblase aus Kupfer jagt, ist das Resultat nicht das gleiche wie bei anderen Destillerien.

Balvenie funktioniert in diesem Beispiel so gut, da für William Grant & Sons 3 Destillerien gleiche Voraussetzungen herrschen. Das heißt, sie nutzen das gleiche Wasser als auch gleiches Malz. Selbst die Fermentationdauer von 68 Stunden ist identisch mit der von Glenfiddich.

Und dennoch: Bereits die New Makes beider Destillerien unterscheidet sich enorm.


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Nimmst du einen Schluck eines Balvenie Feinbrandes hat dieser nussige und malzige Aromen. Anders als bei Glenfiddich, der im ersten Moment nach Ananas, Apfel und Gras riecht. Der Grund für diesen Unterschied sind die kurzhalsigen, dicken Pot Stills von Balvenie. Zieht die Brennerei daraus ihren New Make, prägt dieser die Fasslagerung merklich. 

Probiere einmal Balvenies in aufsteigendem Alter. Je älter der Malt ist, desto mehr verliert er seine Nuss-Aromen. An dessen Stelle treten Honig und Früchte. Balvenie Whiskys scheinen das Holz der Fässer aufzusaugen.

Und davon braucht es viele. Mit 6,8 Millionen Litern Alkohol pro Jahr spielt die Speyside-Destillerie im oberen Bereich der Scotch-Liga. In dieser Dimension ist die Malzproduktion in einer eigenen Tännenmälzerei nicht mehr zu bewerkstelligen, wodurch Balvenie das Gros ihres Malzes von Großmälzereien einkauft.

Dennoch mälzt sie einen Teil der Gerste selbst. Ebenso wie sie auf dem Campus der Destillerie auch eine eigene Kupferschmiede und eine Küferei unterhält. 

BALVENIE WHISKY VERKOSTEN

  • Glas: Nosing Glas; Stiel-Glas mit bauchigem Unterteil und schmal zulaufender Öffnung.
  • Serviertemperatur: ~ 20 °C; Hast du einmal die Gelegenheit einen New Make, den Feinbrand, von Balvenie zu verkosten, dann tue es. Du bekommst ein Destillat, das deinen Horizont erweitert. Es ist schwer und süß, voller Nuss- und Fruchtaromen. Vor allem aber die ersten beiden Eigenschaften solltest du bei der Temperatur im Auge behalten. Trinkst du deinen Balvenie zu warm, kann er zu ölig werden. Nuancen kommen dann nicht aus dem Bouquet und dir bleibt ein Teil der Aromen verwehrt. Im Zweifelsfall solltest du ihn besser kühler als zu warm trinken.
  • Im Glas 2 – 3 Minuten atmen lassen: nein

FOODPAIRING MIT SINGLE MALTS VON BALVENIE

Hast du einen Single Malt von Balvenie, egal welchen Alters, im Glas, werden dir 2 Dinge auffallen: Dieser Whisky ist süß und schwer. Seine beiden prägendsten Eigenschaften im Mund. Sobald er jedoch einige Jahre im Fass verbrachte – und das muss er – sticht eine Hand voll Aromen hervor. Ganz vorne mit dabei sind Nüsse und Früchte.

Hat der New Make noch Anklänge von Getreide, nimmt diese mit jedem Jahr im Fass ab. An dessen Stelle tritt ein Potpourri an Früchten. Da es sich dabei vor allem um Trockenobst handelt, hast du aromatische Werkzeuge an der Hand, um Balvenie Single Malts sowohl mit süßen als auch herzhaften Speisen zu kombinieren.

Vorschläge

Gemüse/Käse/Gebäck

Kohlrabi, Gruyère, Cheddar, Brie, Ciabatta

Kräuter/Gewürze

Schwarzer Tee, dunkle Schokolade, Miso, Koriander, Basilikum

Fleisch/Fisch

Entenbrust, Kliesche, Bajonne-Schinken, Schweinelende, 

Früchte

Apfel, Rosinen, Himbeeren, Mango

  • Besitz & Produktion

The Balvenie ist eine von einer Hand voll Destillerien unter den Fittichen von William Grant & Sons. Ihr gehört Platz 2 in der hauseigenen Hierarchie. Direkt hinter Glenfiddich.

Balvenies Produktionsvolumen liegt zwar deutlich hinter dem vom Marktführer, mit 6,8 Millionen Litern Alkohol pro Jahr aber dennoch weit über dem Durchschnitt. Rund 100 Prozent. So schaffte es dir Brennerei mit einem Wachstum von 46 Prozent über die vergangenen 5 Jahre auf Platz 9 der meistverkauften Single Malts.


 

Philip ist Gründer und Autor von EYE FOR SPIRITS – ONLINE MAGAZIN FÜR TRINKGENUSS und Autor des Whisky-Buchs. Folge ihm auf Facebook oder erfahre mehr über ihn und EYE FOR SPIRITS.

2 Kommentare für Balvenie Whiskys und wie du sie am besten trinkst

  1. 1968superingo 13. Februar 2017 zu 14:59 #

    Die Whiskys von Balvenie sind im Geschmack recht markant und fast unverwechselbar. Leider hat man in den letzten Jahren mächtig an der Preisschraube gedreht. Für fast alle Abfüllungen werden inzwischen ziemlich heftige Preise aufgerufen. Limitierte Sonderabfüllungen sind für den gemeinen Single Malt-Fan kaum noch zu bezahlen. Schade! Mir ist bisher noch kein Whisky von Balvenie in die Hände gefallen, der unterdurchschnittlich war.

    • Philip Reim 13. Februar 2017 zu 18:09 #

      Sehe ich ähnlich, wobei Standardqualitäten wie der Double Wood noch vertretbare Preise haben.

      Gruß Philip

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